Europatag der Oberschlesier 04. - 05.09.2010

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Europatag der Oberschlesier 04. - 05.09.2010
From Peter K. Sczepanek Sent: 21. August 2010 Datei / Plik: 100821-artikel-sczep.doc
Subject: Reinberg -OS, Klosterdämmerung, Tag der Heimat, Neugebauer, Sarrazin,
Pieczka, Bienia, von P.K. Sczepanek (Seiten -Stron -9)
Schlesisch - Christlich - Europäisch - O Śląsku, chrześcijaństwie, po europejsku
Termine:
Gemeinsam sind wir stark - Mein Herz für Oberschlesien
Großes Oberschlesiertreffen – 31.Bundestreffen
Europatag der Oberschlesier 04. - 05.09.2010
47495 Rheinberg, nahe Duisburg/Moers Messe Niederrhein, An der
Rheinberger Heide 5
Wystawa – Ausstellung „Klosterdämmerung“ - vom Umbruch zum Aufbruch
„ZMIERZCH KLASZTORÓW” - od przełomu do czasów najnowszych 1810 - 2010:
Zweihundert Jahre Säkularisation in Schlesien am Beispiel der Zisterzienser
Sonderausstellung über die Säkularisation der sieben schlesischen Zisterzienserklöster
vom 5.9. bis zum 28.11.2010 im HAUS SCHLESIEN in 53639 Königswinter-Heisterbacherrott
RTHC -100 Jahre Rudern - in Köln
Volkstümliches Singen zum Sommerfest am 4.September 2010, um 17.00 Uhr
RTHC-Bootshaus - Köln-Stammheim
Kleiner Männerchor Bayer Leverkusen - Leitung: Harald Jüngst
KZ-Lager:
From: [email protected] To: [email protected]
11.09.2010 odbędzie w Jaworzno uroczyste coroczne spotkanie ku czci więzniów ukrainskich.
Będę robił zdjęcia. Czy chce to Pan zamieścić?
Proszę -pkscz
Ukłony WM Jurkiewicz i D. Boreczek
Fernsehsendungen der Dokumentation „Töten auf tschechische Art“:
12. September 2010 im ZDF-History um 23.35 Uhr
17. September 2010 im 3sat
um17.45 Uhr.
Hallelujah! (El Mesías de G. Händel) – „Der Messias“ von G. Händel singen wir, als Chorus
cum animo – St. Matthäus in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
http://www.youtube.com/watch?v=Qo6Mw56M8qE&feature=related
Inhalt - Spis tresci- 92 Seite / Stron:
a)Deutsch:
Europatag der Oberschlesier 04. - 05.09.2010 47495 Rheinberg,
Szukasz twoich slaskich korzeni? – Suchst Du die schlesische Wurzel?
-Heimat ist MenschenrechtZweihundert Jahre Säkularisation in Schlesien am Beispiel der Zisterzienser D
Wystawy: „Zmierzch klasztorów” – od przełomu do czasów najnowszych. PL
1810-2010: 200 lat sekularyzacji na Śląsku na przykładzie cystersów
Der Glockenguss zu Breslau
5600 deutsche Gräber auf neuem Friedhof
1
Erneut Vandalismus auf einer deutschen Kriegsgräberstätte
Zeihsel: Englisch wird zum Pflichtfach in Tschechischer Republik
in
Frankreich
Utl.: AUS für den Deutsch-Unterricht?
Der Tod in Polen Die volksdeutsche Passion Edwin Erich Dwinger
Der Überfall auf den Gleiwitzer Sender
Pressemitteilung des Oberschlesischen Landesmuseums
Der deutsch-polnische Grenzvertrag von 1990
Sarrazin stellt sein Buch vor
Auf dem Weg der Selbstabwicklung
An ihren Früchten soll ihr sie erkennen 31.7.2010
Briefe von Lesern
Benefizkonzert zu Gunsten der Opfer der Flutkatastrophen in Polen und
Pakistan
b) Polnisch / Deutsch / Oberschlesisch / Slavisch germanisch / Tschechisch
Jakech rozfechtowoł trzecio wojna światowo (Als ich den 3. Weltkrieg entwickelt)
(12.7)
Vergessene und verlorene Oberschlesier
21.-Zapomniani i zagubieni Górnoślązacy - Die vergessene und verlorene
Oberschlesier
Gwareckie Czuwanie w intencji chilijskich górników
Zlot Fanów Czesława Niemena 16 października – godz. 14-23
Śląscy separatyści marzą o fotelach i władzy
Oddzielić zbrodniczy system od ludzi, którzy mu służą
Jerzy Gorzelik
Gajos, Stuhr, Pieczka, Fraszyńska...
Byl taki Gornoslazak: Ewald P. Bienia
Helena Golda-Błahut - wystawa jubileuszowa 2010
Oto Dyskusja amerykańskich S´LOOOnzzzokofff, mje dyktujących co mam robic
Kto sie boi prawd historycznych
2 września o godz. 17 odbędzie się Jubileusz 20 - Koła Mysłowice - Janów
Stary szkaciorz Ignac ...
a)Deutsch:
Man kann die Menschen
aus der Heimat vertreiben,
aber nicht die Heimat
aus den Menschen.
(Erich Kästner)
Gemeinsam sind wir stark - Mein Herz für Oberschlesien
Großes Oberschlesiertreffen – 31.Bundestreffen
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Europatag der Oberschlesier
04. - 05.09.2010
47495 Rheinberg, nahe Duisburg/Moers
Messe Niederrhein, An der Rheinberger Heide 5
direkt an der A 57; kostenlose Parkplätze
-------------------------------------------------------------Programmpunkte: Begegnungs- und Bekenntnistreffen der
Oberschlesier u.a.
aus Oppeln, Falkenberg, Kreuzburg, Rosenberg, Guttentag, Groß Strehlitz, Neisse,
Patschkau, Leobschütz, Neustadt O.S., Cosel, Krappitz, Ratibor, Rybnik, Sohrau,
Pleß, Bielitz, Hultschin, Gleiwitz, Beuthen O.S., Hindenburg, Kattowitz,
Königshütte, Laurahütte, Ruda, Schwientochlowitz
Hallen-Fußballturnier mit mehreren Mannschaften
(www.Fussballwelt-niederrhein.de )
erstmaliges Skatturnier, Chor und Blasorchester aus OS,
OS-Blasorchester, Oberschlesische Bergmännergruppe aus
Recklinghausen, Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen,
OS-Literatur, OS-Fanartikel, OS-Kuchen- und Wurstspezialitäten,
Kindermalwettbewerb Thema: Europa in Deinen Augen,
Luftballonwettbewerb u.v.m.
Sonnabend: Hallenöffnung : 10.00 Uhr
11.00 Uhr Eröffnungsveranstaltung
11.30 Uhr Diskussionsforum
12.00 Uhr Beginn des Hallenfussballturniers
13.00 Uhr Beginn des Skatturniers
16.00 Uhr Marienandacht
18.00 Uhr Gemütliches Beisammensein bei Musik und Tanz
Sonntag: Hallenöffnung : 8.00 Uhr
9.30 Uhr Kundgebung
11.30 Uhr Gottesdienste
Gemütliches Beisammensein; Gelegenheit zur Begegnung
Auskünfte: LM der Oberschlesier, Bundesverband,
Bahnhofstr.71, 40883 Ratingen,Tel.:02102/68033
www.messe-niederrhein.de / www.rheinberg.de / www.oberschlesien.de
Wir laden ein! Herzlich willkommen !
Stand: 31.03.2010
www.messe-niederrhein.de
e-mail: [email protected]
u.a. - mit Diskussionsforum
- mit Hallenfußballturnier
- mit Skatturnier
- mit Stunde der Frauen (LG NRW)
- mit Kindermalwettbewerb zum Thema: Europa in deinen Augen
- mit Luftballonwettbewerb (LG Hamburg)
- mit großem Begegnungstreffen
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- mit Kulturgruppen aus Oberschlesien
- mit dem Oberschlesischen Blasorchester
- mit Bücherständen
- mit OS- Fanartikel
- mit Ausstellungen des Oberschlesischen Landesmuseums der
Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
- mit Marienandacht am Sonnabend
- mit Kundgebung am Sonntag
- mit kath.Gottesdienst am Sonntag
u.v.a.m.
Oberschlesische Kuchen- und Wurstspezialitäten
A na Śląsku z „Silesia-region” fajno stronka:
(PL,
Goorno-Sloonski - O-Schlesisch,
D, CZ, GB):
Sieh mal Schlesien (heute): - http://zobaczslask.pl/indexp.php
Szukasz twoich slaskich korzeni? – Suchst Du die schlesische Wurzel?
Tag der Heimat in Leverkusen
Leverkusen am 5.9.2010 um 11.00 - Siegisbert Nitsche (Haus Ratibor)
Gedenkstätte – mit dem Ostdeutschen Kreuz.
Inschrift: Tafel am Kreuz: „Den Toten der ostdeutschen Heimat.“ Darunter: „8.X.1950.“ Gedenkstein:
Seite 1: „1945-1995. Zum Gedenken an die Millionen ostdeutschen Opfer durch Flucht und Vertreibung.“
Seite 2: „In Memoriam für alle die hilflos und einsam starben, die keiner begrub auf dem Weg ihrer Flucht, dem
Weg ohne Gnade. Agnes Miegel.“
Seite 3: „Ost- und Westpreußen, Pommern, Schlesien, Deutsche aus Russland, Siebenbürgen-Sachsen, aus dem
Sudetenland.“ Rede von Dr. H. Neugebauer (unten)
Seite 4: „Heimat, was man liebt, kann nicht vergehen.“ Gedicht von Anna Pelka (R-Haus)
Standort: Friedhof in Leverkusen-Manfort. - Ratibor-Haus-Chor mit Max Morawski und Posaunen-Orchestra
www.potsdamer-konferenz.de
From: "Heinrich Neugebauer" <[email protected]> (Russlanddeutscher)
To <[email protected]> Subject: Rede zum Tag der Heimat in Leverkusen
Sehr geehrter Herr Sczepanek, wunschgemäß sende ich Ihnen den Text der Rede, die Sie
heute gehört haben.
Sehr geehrter Herr Patzke, gleichzeitig dasselbe auch an Sie - vielleicht können einige
Auszüge für die Übersicht über die Feierstunden zum Tag der Heimat gebraucht werden.
Dr. Heinrich Neugebauer
Rede zum Tag der Heimat, Leverkusen,
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimatvertriebene als Schicksalsgenossen, Sehr
geehrter Herr Oberbürgermeister und weitere Ehrengäste!
Das Leitwort zum den Tag der Heimat lautet:
-Heimat ist MenschenrechtDamit wird betont, dass Vertreibungen von Menschen aus ihren Heimatorten ein Verbrechen gegen
die Menschlichkeit sind, dass das Recht auf die Heimat international zu schützen ist. Eine Heimat zu
haben ist ein Bedürfnis jedes normalen Menschen. Man muss sich doch irgendwo zu Hause fühlen!
Meistens empfindet man das Heimatgefühl als Verbundenheit mit dem Ort, wo man geboren und
aufgewachsen ist, mit den Menschen, zu denen man gewöhnt war und unter denen man sich wohl
fühlte und vieles noch. Dieses Gefühl ist etwas, was die Gesellschaft zusammenhält. Also kann man
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sagen, dass die Pflege des Heimatgefühls bei den heranwachsenden Generationen zu den
wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft gehört.
Leider scheint es in Deutschland zurzeit nicht ganz so zu sein. Am Tag der Heimat zu einer
Gedenkfeier kommen vorwiegend die Heimatvertriebenen zusammen: die Ost- und Westpreußen, die
Pommern, die Danziger, die Schlesier und Oberschlesier, die Sudetendeutschen, die
Russlanddeutschen und die kleineren Landsmannschaften aus Osteuropa. Es kommen also
vorwiegend Leute, die ihre Heimat als Folge des Krieges verloren haben. Deshalb haben sie als erste
erkannt, welchen großen Wert die Heimat für den Menschen hat. Aber auch bei denen sind Vertreter
der jüngeren Generationen nicht so oft dabei. Für sie hat das Wort Heimat schon nicht so einen
großen Wert. Bei den übrigen Jugendlichen – noch weniger. Über die Gründe dieser Situation kann
man verschiedene Meinungen haben. Ich erlaube mir einige zu nennen, die aus meiner Sicht die
wichtigsten sind. Es sind folgende:
1) das Leben im Laufe von Jahrzehnten nach dem Krieg im Wohlstand und in Frieden, ohne
Bedrohung für die Heimat;
2) das sinkende Interesse zum Thema Heimat seitens der kommunalen Verwaltungen (Herr Nitsche
hat zwar mir mitgeteilt, dass Leverkusen hier eine positive Ausnahme ist! Vielleicht deshalb sind heute
mit uns zahlreich vertreten auch Bürger, die zu den Verbänden der Vertriebenen nicht gehören);
3) und ich wage zu den Gründen das Interesse an der Verdrängung der Heimatidee seitens
bestimmter politischer Kräfte noch hinzuzufügen.
Das letzte Argument klingt vielleicht ziemlich bedenklich. Aber ich kann mir auf andere Weise nicht
erklären, warum, zum Beispiel, das Thema Vertreibung von Deutschen aus den ehemaligen
Ostprovinzen Deutschlands und das deutsche Kulturerbe aus diesen Provinzen in den Schulbüchern
kaum behandelt wird. Das war doch einmal ein Drittel von Deutschland, und es war die Heimat für
etwa 12 Mio Deutschen – alles andere als eine Kleinigkeit! Danach sieht schon beinahe normal aus,
dass auch über die 2,5 Mio Russlanddeutschen in keinem Schulbuch etwas erwähnt wird.
Aber ein Mensch ohne Heimatgefühl ist kein vollkommener Mensch. Er verliert das Gefühl der
Zugehörigkeit zu seinen Mitbürgern und diese zahlen mit derselben Münze zurück. Die wichtigste
Gemeinsamkeit (nach Eduard Spranger – das „geistige Wurzelgefühl“) fehlt! Die Gesellschaft
entwickelt sich zu einer Masse von Individuen, die miteinander nichts mehr verbindet. Und mit so einer
Gesellschaft kann man machen, was man will! Es ist höchste Zeit um anfangen darüber
nachzudenken.
Ich bin selbst ein Russlanddeutscher, als Aussiedler aus Sibirien 1992 eingereist, und mir viel auf,
dass die Jugend hier, in Deutschland, öfter englische Lieder singt, als deutsche. Anstatt Guten
Morgen dem Nachbarn zu wünschen, wirft man ihm entgegen etwas wie „Hallo!“ oder noch besser
„Hi!“. Die vor einigen Jahren durchgeführte Umfrage, ob man stolz sei Deutscher zu sein, hat um
Aufregung gesorgt. Weit nicht alle haben mit eindeutigem „Ja“ geantwortet. Den damaligen
Präsidenten von Deutschland hat diese Frage sogar in Verlegenheit versetzt. Ein Angestellter aus
unserer Stadtverwaltung in Krefeld, schon etwa 50 Jahre alt, ein ehemaliger Pfarrer, ging noch weiter.
Er klopfte sich stolz auf die Brust: „ Ich bin kein Deutscher! Ich bin ein Europäer!“
Wir, Heimatvertriebene, wissen wahrscheinlich besser, als die anderen, wie und warum es so weit
gekommen ist. Und die ostdeutschen Landsmannschaften versuchten zumindest, in den ganzen
Nachkriegsjahren diesen Tendenzen zu widerstehen. Sie bemühten sich stets darum, dass die
Begriffe Heimat, Deutschland und Deutschtum ihre Inhalte behalten. Der Begriff Deutschtum ist ein
Sammelbegriff. Die ostdeutsche Geschichte und Kultur gehören auch dazu. Die braucht man nicht
vergessen und sollte auch nicht! Das Wort Heimat hat sinngemäß viel Gemeinsames mit dem Wort
Mutter. Die Heimat wählt man nicht, sie ist ein Teil des Schicksals. Wer sie einmal verloren hat, weiß
am besten, welche Bedeutung sie für den Menschen hat. Wie bei der verlorenen Mutter. Und wenn die
Begriffe Heimat und Deutschtum zu viel an Gewicht verloren haben, dann ist auch der Begriff
Deutschland schon nicht mehr viel wert. Heute sind hier, zu dieser Gedenkstunde, Leute
zusammengekommen, die mit solchen Gedanken lebten, alt geworden sind und sie nach
Möglichkeiten anderen Menschen aus ihrem Umfeld weitergegeben haben. Für die Zukunft von
Deutschland ist das sehr wichtig. Deshalb bedanke ich mich bei Ihnen dafür im Namen aller ähnlich
denkender Mitbürger. Vielen Dank, dass Ihr noch immer gesorgt habt und heute noch sorgt, dass die
Worte Heimat, Deutschland und Deutschtum nicht zu holen Begriffen werden.
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Die Inhalte dieser drei wichtigsten Begriffe sind mit der Geschichte verbunden. Und diese begann für
Deutschland nicht im Jahre 1933 oder 1945, wie man sie oft versucht für die jüngere Generationen
darzustellen. Sie begann einige Jahrhunderte früher. Und was in diesen Jahrhunderten geleistet
wurde, darauf kann das deutsche Volk wirklich stolz sein. Insbesondere viel wurde im 18. und 19.
Jahrhundert in den Ostprovinzen geleistet. In der Wissenschaft genügt es nur auf die Namen N.
Kopernikus und E. Kant hinzuweisen. Als Hütteningenieur weiß ich, dass als Geburtsort der
Eisenhüttenindustrie in Europa (und also auch in der ganzen Welt) eigentlich Oberschlesien zu
benennen ist, nämlich die deutschen Eisenwerkstätten in Oberschlesien. Und so in vielen Bereichen
der Technik, aber auch in der Kunst und der Literatur. Weniger bekannt sind die Leistungen der
Deutschen in Russland. Sie haben dort im 18. und 19. Jahrhundert weitgehend das Staatswesen, die
Wissenschaft, das Gesundheitswesen und die Armee geprägt. Aber auch die deutschen Bauern
waren da sehr tüchtig. Obwohl Sie kaum 1,5 % von der gesamten Bevölkerung ausmachten, lieferten
sie vor dem 1. Weltkrieg 30% des Exportgetreides von Russland, das damals außer Getreide
eigentlich kaum was zu bieten hatte.
Nun ist das alles vorbei, gehört zur Geschichte. Die deutschen Volksgruppen, die das geleistet haben,
sind im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg aus ihren Heimatorten vertrieben worden. Doch ist es
unbedingt nötig, dass man bis jetzt noch, nach so vielen Jahren nach diesem Krieg, die Frage der
Ehre und der Würde der Betroffenen verdrängt?
Man versucht immer wieder und bis heute noch die brutale Vertreibung als gerechte Strafe für Hitlers
Angriffskrieg darzustellen, also aufgrund der „kollektiven Schuld“ der deutschen Nation. Ausgerechnet
der deutsche Kanzler, der eigentlich zum Schutz des eigenen Volkes vor allem da sein sollte, gibt in
seiner Rede vor drei Jahren in Warschau indirekt zu, dass Vertreibung von Deutschen eine normale
Aktion der Vergeltung wäre und dass da nichts mehr zu rütteln sei. Also, Ausübung der Rache an
Unschuldigen ist normal! Berechtigt damit ist, also, auch die Torpedierung der „Wilhelm Gustloff“ mit
10.000 Flüchtlingen, fast ausschließlich Kindern, Frauen und Greisen. In Ordnung ist es mit der
Bombardierung von Dresden, wo die umgekommenen Flüchtlinge in einer fünfstelligen Zahl
einzuschätzen ist. Alles nach dem Rechten geschah auch mit den Hunderttausenden von Frauen, die
in Ostpreußen von den Rotarmisten vergewaltigt wurden (eine weitere Aufzählung würde lange
dauern).
Die Vorstellungen von einer „kollektiven Schuld“ einer ganzen Nation sind untragbar! Kein Bauer oder
Handwerker in Ostpreußen oder Schlesien wurde gefragt, soll man mit einem Krieg anfangen oder soll
man nicht? Von welcher „kollektiven Schuld“ kann dann die Rede sein? Der Krieg ist ja immer ein
großes Spiel von einem kleinen Häufchen ehrgeiziger Politiker. Bezahlen für dieses Spiel müssen mit
unsäglichen Leiden und mit ihrem Leben Millionen von unschuldigen Menschen.
Also, die „kollektive Schuld“ für den Krieg ist eine sehr zweifelhafte Begründung der Vertreibungen der
Deutschen aus Deutschlands Ostprovinzen und aus dem Sudetenland und des brutalen Umgehens
mit ihnen. Aber sogar eine solche Begründung, wie diese, hat Löcher im Boden! Es gibt noch eine
deutsche Volksgruppe, die grundsätzlich mit dem Krieg nichts zu tun haben konnte und mit der man
noch schlimmer umgegangen ist. Das sind die Russlanddeutschen. Sie waren von Deutschland völlig
abgeriegelt und konnten auf die Entwicklungen in Deutschland und auf den Krieg selbst überhaupt
keinen Einfluss haben. Aber was auf sie im Zusammenhang mit dem Krieg zugekommen ist, kann
man in wenigen Worten nicht beschreiben. Schon im dritten Monat nach dem Beginn des Krieges und
auf die schlimmste Weise wurden sie nach Osten deportiert. Ohne Kugeln, ohne Bomben, nur durch
Hunger, Kälte und unmenschlich schwere Arbeit hat man es hingekriegt, dass von den 1,2 Mio
Menschen, die hinter der Frontlinie geblieben sind, bis zum Ende des Krieges fast 400.000 nicht mehr
am Leben waren. Die Russlanddeutschen sind bis heute noch staatlich nicht rehabilitiert worden. Ein
Teil von ihnen lebt bis heute noch in den Deportationsorten. Wie bringt man das in den Rahmen der
„kollektiven Schuld“ hinein? Hierzu noch eine weniger bekannte Information: Man hat die
Russlanddeutschen präventiv schon vor dem Krieg zu bestrafen begonnen! In den Jahren 1934 bis
1938 wurden als vermeintliche deutsche Spione und mögliche Diversanten etwa 120.000 Menschen
erschossen. Das waren vorwiegend Bauern, die von der Politik und den Ereignissen in Deutschland
überhaupt keine Ahnung hatten. Diese wurden zwar alle rehabilitiert, aber über 50 Jahre nach ihrem
Tod.
Und wie steht man zu dem allem heute in Deutschland? Wir haben eine Menge von Abgeordneten,
sogar im Bundestag, die meinen: Deutschland hat mit dem nichts zu tun. Ein bedrängter Afrikaner ist
ihnen lieber als ein Deutscher aus Kasachstan. Wenn umgekehrt, dann haben sie ein ethisches
Problem. Sie sind ja sehr sensibel! Aber wenn es darum geht, einfach durch „kollektive Schuld“ den
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Tod von 2,5 Mio Zivilisten zu rechtfertigen, die während der Flucht vor der Front und während der
Vertreibung ums Leben gekommen sind, da haben diese Politiker kein ethisches Problem! Doch ich
glaube nicht, dass sie dieselbe Einstellung beibehalten hätten, wenn es darum ginge, mit eigenem
Leben die „kollektive Schuld“ zu bezahlen! Die Diskussion um die Heimat als Menschenrecht, nach
meinem Eindruck, ist für sie gegenstandslos. Es sieht so aus, dass sie ihre Heimat schon längst und
freiwillig aufgegeben haben. Das „geistige Wurzelgefühl“, das die Gesellschaft zusammenhält, fehlt
bei solchen Politikern völlig.
Aber zum Schluss möchte ich noch auf einige Ereignisse hinweisen, die uns etwas optimistischer
einstimmen können.
Das Thema Vertreibung, dass fast 50 Jahre nahezu totgeschwiegen wurde, taucht immer öfter in den
Medien auf.
Der fast zehnjährige Kampf um das Zentrum gegen Vertreibungen hat zur Hoffnung gebracht, dass es
doch mit staatlicher Unterstützung und zwar in Berlin errichtet wird.
Es gab schon eine Reihe von Fernsehsendungen, in denen Zeitzeugen berichteten, mit welchen
Leiden die Flucht vor der Front und die Vertreibung verbunden war.
Der Fernsehzweiteiler „Die Flucht“ hat ein realistisches Bild von den Umständen der Flucht der
Zivilbevölkerung aus Ostpreußen Anfang 1945 einem Millionenpublikum vermittelt. Er hat auch das
Interesse der jüngeren Menschen zu diesem Thema erweckt.
Die Ausstellungen „Erzwungene Wege“ als Bestandteil des künftigen Zentrums gegen Vertreibungen
hatte in acht Wochen 60.000 Besucher in Berlin, positive Resonanz in der Presse. Teile der
Ausstellung werden deshalb noch in anderen Orten gezeigt.
Das sind Ergebnisse der Bemühungen sehr vieler Deutschen und vor allem der Verbände des Bundes
der Vertriebenen. Aber auch ganz wesentlich hat der persönliche Einsatz der Präsidentin des Bundes
der Vertriebenen Frau Erika Stenbach diesen Erfolgen beigetragen. Deshalb auch ihr gilt dafür unser
herzlicher Dank.
Ich fühl mich recht wie neu geschaffen,
Wo ist die Sorge nun und Not?
Was mich noch gestern wollt erschaffen,
Ich schäm mich des im Morgenrot.
Joseph von Eichendorff
Czuję się jak nowo stworzony,
Gdzieś troski uszły, bieda ma.
Co wczoraj jeszcze mnie męczyło,
Tego przy poranku już nie ma.
Wystawa – Ausstellung - D -PL
„Klosterdämmerung“ - vom Umbruch zum Aufbruch
„ZMIERZCH KLASZTORÓW” - od przełomu do czasów najnowszych
1810 - 2010:
Zweihundert Jahre Säkularisation in Schlesien am Beispiel der
Zisterzienser
Sonderausstellung über die Säkularisation der sieben schlesischen Zisterzienserklöster
vom 5.9. bis zum 28.11.2010 im HAUS SCHLESIEN in
53639 Königswinter-Heisterbacherrott
www.hausschlesien.de Tel.: +492244-886-0 [email protected]
7
Eröffnung am So., 5.9.2010 um 15 h mit Einführungsvortrag von Dr. Inge Steinsträßer, Bonn.
So. 31.10.2010, 15 h Vortrag „Die Idee vom Ganzen - Leben und Wirken der Zisterzienser“
von Georg Kalckert, Königswinter.
Öffnungszeiten des Museums: Di-Fr 10-12 und 13-17 Uhr, Sa, Sonn- und Feiertage 11-18 Uhr
Informacje po polsku
www.hausschlesien.de
Tel.: +492244-886-0 [email protected]
Eröffnung am So., 5.9.2010 um 15 h mit Einführungsvortrag von Dr. Inge Steinsträßer, Bonn.
So. 31.10.2010, 15 h Vortrag „Die Idee vom Ganzen - Leben und Wirken der Zisterzienser“
von Georg Kalckert, Königswinter.
Öffnungszeiten des Museums: Di-Fr 10-12 und 13-17 Uhr, Sa, Sonn- und Feiertage 11-18 Uhr
www.fundacjalubiaz.org.pl
Neue Dauerausstellung im ehemaligen Zisterzienserkloster Leubus
PL 56-110 Lubiąż www.fundacjalubiaz.org.pl
Eröffnung am Samstag, 5. Juni 2010
Öffnungszeiten: April bis September: 9-18 Uhr, Oktober bis März: 10-15 Uhr Besichtigung täglich zur vollen Stunde
Deutschsprachige Gruppenführungen nach Anmeldung: +492244-886-231
Neue Dauerausstellung im ehemaligen Kloster Kamenz PL-57-230 Kamieniec Ząbkowicki
Eröffnung am Samstag, 26. Juni 2010
Öffnungszeiten: 15. März bis 15. Oktober: Di-Fr 10-16 Uhr, Sa 10-17 Uhr, Sonn- und Feiertage 12-18 Uhr
In den Wintermonaten nach telefonischer Anmeldung: +48-748173117 (Herr Gnaczy
www.saekularisation-in-schlesien.de
„Klosterdämmerung“ - vom Umbruch zum
Aufbruch
„ZMIERZCH KLASZTORÓW” - od
przełomu do czasów najnowszych
1810 - 2010: Zweihundert Jahre
Säkularisation in Schlesien am Beispiel
der Zisterzienser
Informacje po polsku
In ganz Europa kann man noch heute auf
Spurensuche gehen und auf Zeichen der im Mittelalter beginnenden Hochkultur der
Zisterzienserklöster stoßen. Der Zisterzienserorden spielte vor allem auch als
Wegbereiter der mittelalterlichen Ostkolonisation eine große Rolle, er hatte
entscheidenden Anteil am Landesausbau sowie an der geistlichen, kulturellen und
ökonomischen Entfaltung der Regionen östlich von Oder und Neiße, so auch
Schlesiens.
Anlass, an die Leistungen des einst weit verbreiteten Ordens der Zisterzienser zu
denken, ist in diesem Jahr das Gedenken an 200 Jahre Aufhebung oder
Säkularisation nahezu aller Klöster in Preußen. Die besondere historische Bedeutung
der Zisterzienser für Schlesien, aber auch die enge Verbindung des Museums für
schlesische Landeskunde von HAUS SCHLESIEN in KönigswinterHeisterbacherrott zu dem ältesten und größten schlesischen Zisterzienserkloster
Leubus – heute Lubiąż - an der Oder, erlauben es, bei der Erinnerung an die
Ereignisse der Säkularisation von 1810 den Focus speziell auf die sieben
Zisterzienserklöster zu richten. Neben Leubus, geht es in einem umfangreichen
Ausstellungsprojekt um die niederschlesischen Abteien Heinrichau, Kamenz,
Grüssau und die Zisterzienserinnenabtei Trebnitz, dazu die beiden oberschlesischen
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Zisterzen Rauden und Himmelwitz. Wie
durch ein Wunder hat sich die Bausubstanz
der ehemaligen zisterziensischen
Niederlassungen in Schlesien nach der
Säkularisation trotz aller Stürme der Zeit
mehr oder weniger gut erhalten, wenn auch
die ursprüngliche Funktion als Kloster,
abgesehen von Grüssau und Trebnitz, nicht
mehr gegeben ist.
In dem vom Bundesbeauftragten für Kultur
und Medien geförderten Projekt wird dieses
Thema an drei verschiedenen Ausstellungsorten beleuchtet: HAUS SCHLESIEN in
Königswinter-Heisterbacherrott stellt die sieben schlesischen Zisterzen vom 5.
September bis zum 28. November 2010 in einer umfassenden zweisprachigen
Sonderausstellung vor, von der mittelalterlichen Klosterstiftung über die Blütezeit
des Barock bis zur Säkularisation 1810 und deren Folgen sowie die weitere
Entwicklung bis in die Gegenwart. Wertvolle Leihgaben veranschaulichen das
Thema im Museum für schlesische Landeskunde. Eingebettet in diese Präsentation
ist außerdem ein Schülerprojekt der 10. und 11. Jahrgansstufe des CJD
(Christophorus)-Gymnasiums aus Königswinter. Die „Regionale 2010“, ein
Strukturförderungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, hat im benachbarten
früheren Zisterzienserkloster Heisterbach umfassende Rekultivierungsmaßnahmen
aufgenommen. So wird ein regionaler Bezug hergestellt, zumal HAUS SCHLESIEN
einstmals ein Fronhof der Abtei Heisterbach war. Die zweisprachige Darstellung der
sieben Zisterzienserklöster steht ab Dezember 2010 als Wanderausstellung zur
Verfügung.
Zwei weitere, separate Ausstellungen werden in Polen in Leubus/Lubiąż (ab 5. Juni
2010) und Kamenz/ Kamieniec Ząbkowicki (ab 26. Juni 2010) mit dem jeweiligen
Schwerpunkt auf diesen beiden Zisterzienserklöstern präsentiert. Die
zweisprachigen Ausstellungen sollen dauerhaft in den ehemaligen Klöstern
verbleiben und den Touristen, die in den Sommermonaten in großer Zahl dorthin
kommen, ein vertieftes Wissen um die Bedeutung der wichtigen Rolle dieser Orte
und Bauwerke in der Geschichte Schlesiens zu bieten.
Alle drei Ausstellungsstationen thematisieren die historische Entwicklung der
Zisterzienserklöster in Schlesien bis zu ihrer Aufhebung und Verstaatlichung von
1810, ihre weitere Nutzung, sowie die Veränderungen nach der einschneidenden
Zäsur von 1945. Dargestellt wird das reiche kulturelle Leben des
Zisterzienserordens, der 1098 durch Robert von Molesme (um 1028-1111) als
Reaktion auf das zunehmend verweltlichte Leben der Benediktiner nahe dem
burgundischen Ort Cîteaux gegründet worden war. Im Umkreis der ersten „Zisterze“
entstanden bald die so genannten Primarabteien La Ferté, Pontigny, Clairvaux und
Morimond. Straff organisiert und durch die Ordensverfassung, die „carta caritatis“,
streng geregelt, breitete sich der Orden rasch über Europa aus. Bereits im Todesjahr
des späteren Ordensheiligen Bernhard von Clairvaux (um 1090 – 1153) waren mehr
als 350 Klöster entstanden. Um 1300 gab es bis ins Baltikum und bis Siebenbürgen
mehr als 700 Ordensniederlassungen, protegiert durch die jeweiligen Landesherren.
Sie sahen in den „weißen Mönchen“ die geeignete Kraft, das Christentum zu
stabilisieren, aber auch den Landesausbau der häufig dünn besiedelten Gebiete zu
befördern. Schon früh hatten die Mönche, deren Ordensprinzip des „ora et labora“
gelebter Alltag war, sich zu Spezialisten in Land- und Forstwirtschaft sowie der
Kultivierung von Sümpfen und Urwäldern entwickelt.
9
Der schlesische Zweig entstand über das Kloster Morimond, dessen Filiation Kamp
am Rhein (heute Altenkamp) als erstes Zisterzienserkloster auf deutschem Boden
1123 gegründet wurde. Von hier aus entstanden 1129 Kloster Walkenried im Harz,
drei Jahre später Pforta (heute Schulpforta) nahe Naumburg.
Auf den Ruf des Piastenherzogs Bolesław I. von Schlesien zog von Pforta aus ein
Konvent nach Leubus an der Oder; das Kloster wurde 1175 bestätigt. 1222 wurden
Mönche nach Mogiła bei Krakau entsandt, zeitgleich entstand aber auch mit
Heinrichau die erste schlesische Filiation. Das unter Schutz Herzog Heinrichs I.
stehende Kloster besiedelte 1292 das aufgelassene Benediktinerkloster von Grüssau
nahe Landeshut. 1247 wurde Kamenz gegründet, das jedoch keine eigene Filiation
ausbildete.
Vom kleinpolnischen Kloster Jędrzejów, einer nach 1140 entstandenen Filiation
Morimonds, wurde nach 1255 das mit einem französisch-polnischen Konvent
besetzte Rauden in Oberschlesien gegründet. Von hier aus entstand 1286
Himmelwitz, das kleinste der schlesischen Zisterzienserklöster.
Einziges Zisterzienserinnenkloster in Schlesien blieb das 1218 in den Orden
inkorporierte Kloster Trebnitz, dessen erste Nonnen aus Bamberg kamen. Die
Klosterstifterin, die später heilig gesprochene und als Landespatronin verehrte
Hedwig, Gattin Herzog Heinrichs I., fand hier ihre letzte Ruhestätte.
Die sieben Zisterzienserklöster prägten den schlesischen Kulturraum Jahrhunderte
lang wesentlich, trotz aller wechselvollen geschichtlichen Ereignisse wie
Mongoleneinfall, Hussitenkriege, Dreißigjährigen Krieg und Reformation. Die
konfessionellen Veränderungen machten sich schließlich in einer architektonisch
sichtbaren starken Ausprägung der Gegenreformation bemerkbar.
Bedeutende Persönlichkeiten, Künstler und Äbte wie die Heilige Hedwig, Michael
Willmann, Arnold Freiberger oder Bernhard Rosa werden in den drei Ausstellungen
ebenso thematisiert wie die Protagonisten der Säkularisation, allen voran der
preußische Verwaltungsjurist Johann Gustav Gottlieb Büsching (1783-1829).
Exemplarisch dargestellt wird auch die Güterwirtschaft der Zisterzienser. Von
Interesse ist besonders die Entwicklung der Klostergüter nach der Säkularisation.
Die Inbesitznahme durch verdiente preußische Offiziere, hohe preußische
Verwaltungsbeamte und Vertreter des protestantischen schlesischen Adels
veränderte die bisherigen geistlichen Grundherrschaften nachhaltig und führte zur
Verschlechterung der Lebensbedingungen der katholischen Bevölkerung. In den
Ausstellungen werden einige Stiftsdörfer und Propsteien vorgestellt, für Leubus u.a.
Mönchmotschelnitz, Brechelshof, Schlauphof und Arnoldshof, für Heinrichau
Seitendorf und Frömsdorf, für Grüssau die Stiftsstädte Liebau und Schömberg und
für Kamenz die Propstei Wartha, seit dem Mittelalter ein bekannter und beliebter
schlesischer Marienwallfahrtsort.
Ein Blick auf die Vorgeschichte der Säkularisation von 1810 verdeutlicht, dass die
Klöster in Schlesien durch die Übernahme der preußischen Landeshoheit bereits im
Laufe des 18. Jahrhunderts hohen steuerlichen Belastungen, einer zunehmenden
Wirtschaftsreglementierung und Nachwuchssorgen ausgesetzt waren. Mit der
Revolution in Frankreich und der napoleonischen Herrschaft gerieten an der Wende
zum 19. Jahrhundert die geistlichen, kulturellen und sozialen Lebenswelten der
bisherigen Gesellschaftsordnung ins Wanken. Am 24. März 1803 kam es beim
sogenannten Reichsdeputationshauptschluss des Immerwährenden Reichstages in
Regensburg zu einer letzten gesetzlichen Verlautbarung des Heiligen Römischen
Reiches Deutscher Nation. Unter dem Einfluss Frankreichs wurde die
Zwangsauflösung der meisten Klöster sowie die Verstaatlichung ihrer Besitztümer
beschlossen.
10
Die Säkularisierung in Europa hatte bereits mit der Aufklärung eingesetzt und
erreichte in der Französischen Revolution ihren Höhepunkt. Sie beinhaltete einen
erheblichen Machtverlust der religiösen Institutionen und strebte die völlige
Trennung von Staat und Kirche an. Geistliche Territorien mit Grundbesitz und
Herrschaftsrechten entsprachen nicht mehr dem herrschenden Zeitgeist und wurden
von den zeitgenössischen aufklärerischen Kräften zur Disposition gestellt. Die
Kirche hatte selbst zu den Auflösungserscheinungen beigetragen, indem viele ihrer
Repräsentanten durch herrschaftliche Ritualien und aufwändige Lebensstile ihr
Kerngeschäft, die Glaubensverkündigung und -festigung vernachlässigt hatten. Das
Urteil der damaligen kirchenkritischen Kreise ist jedoch in der getroffenen
Pauschalität nicht aufrecht zu erhalten. Letztlich war zwar die Kirche Verlierer der
Aktion, jedoch bedeuteten der Untergang der Reichskirche und die Säkularisation
auch Aufbruch in neue Dimensionen. Die bisherige Untertanenrolle des
Kirchenvolkes verwandelte sich im Verlaufe des 19. Jahrhunderts in aktive
Mitgestaltung kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens.
In der preußischen Provinz Schlesien - ebenso wie im übrigen Königreich Preußen wurde die Säkularisierung erst durch königliches Edikt vom 30. Oktober 1810
angeordnet. Nach dem verlorenen Krieg gegen Frankreich war Preußen im Frieden
von Tilsit (1807) zu außergewöhnlich hohen Kontributionszahlungen verpflichtet
worden. König Friedrich Wilhelm III. wählte mit der Aufhebung der geistlichen
Territorien und dem Einzug deren Vermögens einen politisch leicht durchsetzbaren
Weg, um die zu zahlenden Kriegsschulden zu tilgen. Anderenfalls hätten die
Untertanen durch enorme Steuererhöhungen ihren persönlichen Beitrag zur Stützung
der Staatsfinanzen zu leisten gehabt.
Im Edikt vom 30.10.1810 wurde der Besitz von 76 schlesischen und vier
ermländischen Stiften und Klöstern, der Besitz des Breslauer Domkapitels, der
Deutschordensballeien und der Johanniterkommenden zum Staatseigentum erklärt
und die Institutionen und Gemeinschaften aufgelöst. Zu den betroffenen Klöstern
gehörten auch die schlesischen Zisterzienserniederlassungen, deren Konvente sich in
alle Winde zerstreuten. Die Gebäude und Liegenschaften mussten neuen
Zweckbindungen zugeführt werden, die sich weit von den bisherigen unterschieden.
Den konkreten Akt der Säkularisierung führten eigens ernannte, dem preußischen
Staat zu besonderer Solidarität verpflichtete Säkularisationskommissare durch, z.B.
für Leubus Johann Friedrich Theodor Baumann (1768-1830), Geheimer Justizrat in
Liegnitz, für Kamenz Graf Karl Friedrich von Pfeil und Klein-Ellguth, Erbherr auf
Groß-Wilkau.
Eine besondere Rolle im Säkularisierungsverfahren spielte der preußische
Kommissar
Büsching, dessen eigentliche Vorliebe der Germanistik, insbesondere der Sammlung
und Publizierung mittelalterlicher Literatur galt. Darüber hinaus betätigte er sich als
Volkskundler und Archäologe. Als Säkularisationskommissar bemühte er sich um
die Inventarisierung und Aufbewahrung von Kunstsachen, Archiven und
Bibliotheken. Sein Ziel war es, aus den Beständen der Klöster eine schlesische
Zentralbibliothek sowie eine Kunstsammlung aufzubauen. Bei seiner Ankunft in
Breslau, am 23. November 1810, mussten 6.000 Urkunden und Bilder, Kunstsachen
und andere Altertümer aus den Klöstern und Stiften in kürzester Zeit bearbeitet
werden, da Klostergüter und -gebäude veräußert werden sollten. Die überhasteten
und kaum zu überblickenden Maßnahmen führten zu einem großen Verlust
eingezogener Exponate.
Immerhin bildeten die Klosterbestände den Grundstock für die Bibliothek der 1811
neu gegründeten Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau. Das
11
Provinzialarchiv, zu dessen Einrichtung Büsching wichtige Pionierdienste geleistet
hatte, wurde 1822 selbständig. Ebenfalls bildeten Büschings Bemühungen um den
Aufbau einer schlesischen Altertümersammlung einen wertvollen Beitrag zur
regionalen Museumslandschaft.
Die von HAUS SCHLESIEN durchgeführten, von den Kuratoren Dr. Inge
Steinsträßer, Bonn, und Arne Franke M.A., Berlin, vorbereiteten Ausstellungen in
Leubus/Lubiąż und Kamenz/ Kamieniec Ząbkowicki reihen sich ein in verschiedene
Aktivitäten, die seit etlichen Jahren von polnischer Seite in Wissenschaft und
Forschung aber auch im Hinblick auf eine touristische Erschließung der
Zisterzienserklöster in Schlesien unternommen werden: Historiker der Universität
Breslau/Wrocław erinnern mit einer Tagung am 19. und 20. November 2010 an die
Säkularisation vor 200 Jahren und thematisieren verschiedene Facetten der
Klösteraufhebung. Im Internet dient der mehrsprachig angelegte „Weg der
Zisterzienser“ (www.szlakcysterski.org) als Wegweiser für Besucher auf den Pfaden
der Zisterzienser und gibt einen ersten Eindruck über die Standorte und Geschichte
der ehemaligen Zisterzienserklöster in Schlesien sowie über die zisterzienserischen
Niederlassungen in ganz Polen. Ebenfalls 3-sprachig sind einige Farbbildbände mit
hervorragenden Fotografien, die in den letzten Jahren in Polen erschienen sind.
Aktuell finden in Rauden/Rudy in Oberschlesien umfassende
Restaurierungsmaßnahmen der ehemaligen Konventsgebäude statt. Das Bistum
Gleiwitz/Gliwice richtet dort ein Bildungszentrum ein. Kloster
Heinrichau/Henryków wird als Filiale des Priesterseminars der Erzdiözese Breslau
betrieben. In Grüssau/Krzeszów befindet sich seit dem Jahre 1946 ein aus
Lemberg/Galizien stammender Benediktinerinnenkonvent. Die hervorragend
restaurierte gesamte Anlage ist ein Baudenkmal besonderen Ranges. Nicht zuletzt
der Josephszyklus des schlesischen Barockmalers Michael Willmann zieht viele
Besucher an und entwickelt sich zunehmend zum lohnenden Tourismusziel am Fuße
des Riesengebirges.
In dem nur noch teilweise erhaltenen Kloster Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki sind
mit Hilfe eines örtlichen privaten Vereins und der Gemeindeverwaltung in den
vergangenen Jahren zwei Ausstellungsräume eingerichtet worden, die - wie oben
erwähnt - in Kooperationsarbeit zu einem kleinen Museum ausgebaut werden sollen.
Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung in Kamenz erfolgt am Samstag, den 26.
Juni 2010.
Kloster Leubus/Lubiąż befindet sich seit 20 Jahren im Besitz der privaten Stiftung
Fundacja Lubiąż. Die große Anlage wird schrittweise restauriert und ist ganzjährig
für Besucher geöffnet. Seit dem Jahr 2000 bereichern verschiedene landeskundliche
Ausstellungen von HAUS SCHLESIEN das dortige Informationsangebot. Teilweise
finden dort Großveranstaltungen statt, wie z.B. das Projekt des „Ekomuzeum
Cysterskie“, bei dem Ausschnitte aus der Geschichte der Zisterziensermönche
nachgestellt werden. Die Eröffnung der neuen Ausstellung von HAUS SCHLESIEN
über die Geschichte des Klosters in den Räumen der Prälatur findet am Samstag,
dem 5. Juni 2010 um 14.00 Uhr statt.
Die Auseinandersetzung mit der schlesischen Klostergeschichte ist auch ein Anreiz,
sich gemeinsam mit HAUS SCHLESIEN auf die Spuren der Zisterzienser in
Schlesien zu begeben. Die Bildungsreise, die in Königswinter startet, findet vom 3.
bis 12. Juni 2010 statt und umfasst alle sieben Klöster. Bestandteil des Programms
ist u.a. die feierliche Eröffnung der Ausstellung im Fürstensaal des Klosters Leubus.
(Informationen: 02244-886-224, [email protected]).
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Nicola Remig, Inge Steinsträßer, Arne Franke
Säkularisation in Schlesien © Museum für schlesische Landeskunde im HAUS SCHLESIEN
2010
Wystawy: „Zmierzch klasztorów” – od przełomu do czasów najnowszych.
1810-2010: 200 lat sekularyzacji na Śląsku na przykładzie cystersów
Wystawy: „Zmierzch klasztorów” – od przełomu do czasów najnowszych.
1810-2010: 200 lat sekularyzacji na Śląsku na przykładzie cystersów
Jeszcze dzisiaj można na Śląsku udać się na poszukiwanie śladów i napotkać pozostałości po
sięgającej średniowiecza wysokiej kulturze klasztorów cysterskich, które miały
decydujący udział w działalności osadniczej oraz w religijnym, kulturowym i ekonomicznym
rozwoju tego regionu.
Powodem, dla którego myślimy o osiągnięciach tego kiedyś bardzo rozpowszechnionego
zakonu, jest przypadająca w tym roku 200 rocznica kasaty czy sekularyzacji klasztorów.
Szczególne historyczne znaczenie cystersów dla Śląska pozwala na skupienie się na 7
klasztorach cysterskich przy okazji wspominania wydarzeń związanych z sekularyzacją w 1810
roku. Niemieckie centrum kultury HAUS SCHLESIEN we współpracy z wieloma polskimi
partnerami przygotowało duży projekt wystawy na temat kasaty zakonów śląskich. Obok
największego i najstarszego klasztoru cystersów w Lubiążu nad Odrą zaprezentowane zostaną
dolnośląskie opactwa cysterskie w Henrykowie, Kamieńcu Ząbkowickim, Krzeszowie i klasztor
żeński w Trzebnicy, a także Rudy oraz Jemielnica na Górnym Śląsku.
W projekcie sponsorowanym przez niemieckie Ministerstwo Kultury temat ten zostanie
przedstawiony w różnych miejscach: Pierwsza wystawa będzie pokazana w Lubiążu (od 5
czerwca 2010 r.), druga w Kamieńcu Ząbkowickim (od 26 czerwca 2010 r.), przy czym główny
nacisk zostanie położony na te dwa wymienione klasztory. Dwujęzyczne wystawy będą
prezentowane na stałe w byłych klasztorach i stworzą zwiedzającym możliwość pogłębienia
wiedzy o szczególnym znaczeniu tych miejscowości i ich obiektów architektonicznych w historii
Śląska.
Ponadto HAUS SCHLESIEN w Königswinter k. Bonn zaprezentuje w dniach od 5 września do
28 listopada 2010 obszerną dwujęzyczną wystawę specjalną o wszystkich siedmiu klasztorach
cysterskich, która to ekspozycja od grudnia 2010 roku będzie udostępniona jako wystawa
wędrowna.
Wszystkie trzy wystawy zajmują się historycznym rozwojem klasztorów cysterskich na Śląsku
aż do ich kasaty i upaństwowienia w roku 1810, ich dalszym użytkowaniem oraz głębokimi
zmianami, jakie nastąpiły po 1945 roku. Przedstawione zostanie bogate życie kulturalne
cystersów, którzy jako pionierzy chrystianizacji odegrali istotną rolę także na Wschodzie.
Śląska gałąź cystersów ma swoje korzenie w klasztorze Morimond i jego filiach w nadreńskim
Kamp nad Renem oraz w Pforcie/Turyngia. Na wezwanie piastowskiego księcia Bolesława I
Śląskiego bracia zakonni wyruszyli z Pforty do Lubiąża nad Odrą; dokument założycielski został
wydany w 1175 roku . W 1222 roku mnisi zostali wysłani do Mogiły k. Krakowa, a w tym
samym czasie w Henrykowie powstała pierwsza śląska filia zakonu. Protektorem klasztoru był
książę Heinrich der I., a w roku 1292 jego mnisi zasiedlili Krzeszów k. Kamiennej Góry. W 1247
roku założono Kamieniec Ząbkowicki. Z małopolskiego klasztoru Jędrzejów powstały w 1255
13
roku Rudy z polskimi i francuskimi mnichami, a z nich
wywodzi się założona w 1286 roku Jemielnica,
najmniejszy śląski klasztor cystersów.
Jedynym klasztorem cysterek na Śląsku pozostawała
włączona w 1218 roku do zakonu Trzebnica, a
pierwsze mniszki przybyły do niej z Bambergu.
Fundatorka klasztoru, późniejsza święta i patronka
Śląska Jadwiga, małżonka księcia Heinrich der I,
znalazła tutaj miejsce ostatniego spoczynku.
W pruskiej prowincji Śląsk – podobnie jak i w całym
królestwie Prus – kasata zakonów została
przeprowadzona na podstawie edyktu królewskiego z
30 października 1810 roku. Majątek 76 śląskich i 4
warmińskich klasztorów oraz majątek kapituły
wrocławskiej zostały uznane za własność państwa, a
instytucje i wspólnoty religijne – rozwiązane. Budynki
i nieruchomości musiały być przeznaczone na inne
cele, które znacznie różniły się od dotychczasowych.
Szczególną rolę w procesie sekularyzowania odegrał
pruski komisarz Johann Gustav Gottlieb Büsching,
który dbał o inwentaryzację i zachowanie dzieł sztuki, archiwów i bibliotek. Jego celem było
stworzenie ze zbiorów klasztornych śląskiej biblioteki centralnej oraz kolekcji dzieł sztuki. .W
krótkim czasie należało opracować i skatalogować 6000 dokumentów i obrazów, dzieł sztuki i
innych zabytków klasztornych przewiezionych do Wrocławia, ponieważ majątki zakonne i
budynki miały zostać sprzedane. Pospieszne i chaotyczne działania doprowadziły do ogromnych
strat wśród skonfiskowanych eksponatów. Niemniej jednak zbiory klasztorne stanowiły trzon
biblioteki powstałego w 1811 roku we Wrocławiu uniwersytetu Fryderyka Wilhelma. Starania
Büschinga o stworzenie śląskiego zbioru zabytków, stanowiły również ważny wkład w
kształtowanie regionalnego krajobrazu muzealnego.
Zrealizowane przez HAUS SCHLESIEN i przygotowane przez dr Inge Steinsträßer i mgr. Arne
Franke wystawy w Lubiążu i Kamieńcu Ząbkowickim, wpisują się w różne rodzaje aktywności,
które strona polska od wielu już lat wykazuje w odniesieniu do nauki i badań, ale też w kwestii
udostępnienia turystom śląskich klasztorów cysterskich. Na konferencji naukowej w dniach 1920 listopada 2010 roku historycy Uniwersytetu Wrocławskiego przypomną o wielu aspektach
sekularyzacji i kasaty zakonów przed 200 laty. W internecie wielojęzyczny „Szlak cysterski”
(www.szlakcysterski.org) służy jako wskazówka dla poszukujących śladów cystersów oraz jako
wprowadzenie w miejsca i historię dawnych klasztorów cysterskich na Śląsku, a także osad
cysterskich w całej Polsce. Trójjęzyczne są również kolorowe albumy ze wspaniałymi
fotografiami, które ukazały się w ostatnich latach w Polsce. W częściowo jeszcze tylko
zachowanym klasztorze w Kamieńcu Ząbkowickim z pomocą miejscowego prywatnego
stowarzyszenia oraz administracji gminnej zostały w ostatnich latach urządzone dwa
pomieszczenia wystawowe, które – jak już wspomniano – we współpracy z innymi podmiotami
mają być przekształcone w niewielkie muzeum.
Klasztor Lubiąż od 20 lat jest własnością prywatnej Fundacji Lubiąż. Wielki kompleks
klasztorny jest stopniowo restaurowany i przez cały rok otwarty dla zwiedzających. Miejscowe
„Stowarzyszenie Lubiąż” pod kierownictwem starosty Macieja Nejmana podejmuje różne
działania mające na celu przyciągnięcie turystów do Lubiąża. Ponadto od roku 2000
organizowane przez HAUS SCHLESIEN różne wystawy krajoznawcze wzbogacają ofertę
informacyjną.
14
Wystawa stała w dawnym klasztorze cystersów w Lubiążu
56-110 Lubiąż
www.fundacjalubiaz.org.pl
Oprowadzanie codziennie o pełnej godzinie
Wystawa stała w dawnym klasztorze cystersów w Kamieńcu Ząbkowickim
57-230 Kamieniec Ząbkowicki
Godziny otwarcia: od 15 marca do 15 października: wtorek-piątek 10-16, sobota 10-17,
niedziele i święta 12-18
W miesiącach zimowych po zgłoszeniu telefonicznym: +48 748173117 (pan Stefan Gnaczy)
HAUS SCHLESIEN
Dollendorfer Str. 412, D-53639 Königswinter, Tel: +49-2244-8860
www.hausschlesien.de
[email protected]
Säkularisation in Schlesien © Museum für schlesische Landeskunde im HAUS SCHLESIEN
2010
singen wir, als Chorus cum animo – St. Matthäus
in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
Handel's Hallelujah Chorus
– aus Japan - Show:
http://www.youtube.com/watch?v=md-ws6knYkE&feature=related
Der Glockenguss zu Breslau
von Wilhelm Müller
War einst ein Glockengießer zu Breslau in der Stadt,
Ein ehrenwerter Meister, Gewand in Rat und Tat.
Er hatte schon gegossen, viele Glocken, gelb und weiß,
Für Kirchen und Kapellen zu Gottes Lob und Preis.
Und seine Glocken klangen so voll, so hell, so rein,
Er goss auch Leib und Glauben mit in die Form hinein.
Doch aller Glocken Krone, die er gegossen hat,
Das ist die Sünderglocke, zu Breslau in der Stadt.
Im Magdalenenturme, da hängt das Meisterstück,
Rief schon manches starres Herze zu seinem Gott zurück.
Wie hat der gute Meister so treu das Werk bedacht,
Wie hat er sine Hände gerührt bei Tag und Nacht.
Und als die Stunde kommen, dass alles fertig war,
Die Form ist eingemauert, die Speise gut und gar.
Da ruft er seine Buben zur Feuerwacht herein:
"Ich lass auf kurze Weile beim Kessel dich allein.
15
Will mich mit einem Trunke noch Stärken zu dem Guss,
Das gibt der zähen Speise erst einen vollen Fluss.
Doch hüte Dich und rühre den Hahn mir nimmer an,
Sonst wär es um dein Leben, Fürwitziger, getan."
Der Bube steht am Kessel, schaut in die Glut hinein,
Das wogt und wallt und wirbelt und will entfesselt sein.
Und zischt ihm in die Ohren, und zuckt ihm durch den Sinn,
Und zieht mit allen Fingern ihn nach dem Hahne hin.
Er fühlt in den Händen, er hat ihn umgedreht,
Da wird ihm Angst und Bange, er weiß nicht, was er tät.
Und läuft hinaus zum Meister, die Schuld ihm zu gestehn,
Will seine Knie umfassen und ihn um Gnade flehn.
Doch wie er nur vernommen des Knaben erstes Wort,
Da reißt die kluge Recht der jähe Zorn ihm fort.
Er stößt sein scharfes Messer dem Knaben in die Brust,
Dann stürzt er nach dem Kessel, sein selber nicht bewusst.
Vielleicht, dass er noch zu retten, den Strom noch hemmen kann,
Doch sieh, der Guss ist fertig, es fehlt kein Tropfen dran.
Da eilt er, abzuräumen und sieht - und will's nicht sehn,
Ganz ohne Fleck und Makel die Glocke vor sich stehn.
Der Knabe liegt am Boden, er schaut sein Werk nicht mehr!
Ach Meister, wilder Meister, du stießest gar zu sehr,
Er stellt sich dem Gerichte, er klagt sich selber an,
Es tut dem Richter wehe, wohl um den wackern Mann.
Doch keiner kann ihn retten, und Blut will wieder Blut,
Er hört sein Todesurteil mit ungebeugtem Mut.
Und als der Tag gekommen, da man ihn führt hinaus,
Da wird ihm angeboten der letzte Gnadenschmaus.
"Ich dank euch", spricht der Meister, "Ihr Herren lieb und wert,
Doch eine andre Gnade mein Herz von Euch begehrt.
Laßt mich nur einmal hören der neuen Glocke Klang,
Ich hab sie ja bereitet, möcht wissen, ob's gelang".
Die Bitte ward gewähret, sie schien den Herren gering,
Die Glocke ward geläutet, als er zum Tode ging.
Der Meister hört sie klingen, so voll, so hell, so rein,
Die Augen gehn ihm über, es muss vor Freude sein.
Und seine Blicke leuchten, als wären sie verklärt,
Er hört an ihrem Klange, hat mehr als Klang gehört.
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Hat auch geneigt den Nacken zum Streich, voll Zuversicht,
Und was der Tod versprochen, das bricht das Leben nicht.
Das ist der Glocken Krone, die er gegossen hat,
Die Magdalenenglocke, zu Breslau in der Stadt.
Die ward zur Sünderglocke seit jener Zeit geweiht,
Weiß nicht, ob's anders worden in dieser neuen Zeit.
Wilhelm Müller genannt Griechen-Müller, Schriftsteller, geboren am 07. Oktober 1794 zu
Dessau als einziges überlebendes von 6 Kindern einer Handwerkerfamilie, gestorben am 30.
September 1827 in Dessau; spätromantischer Lyriker, er wurde berühmt durch die von F. Schubert
vertonten "Müllerlieder", darunter: "Das Wandern ist des Müllers Lust", "Am Brunnen vor
dem Tore". "Griechen-Müller" genannt wegen seiner vom Aufstand gegen die Türken angeregten
"Lieder der Griechen" 1821-1824.
19 Millionen Menschen ihre Heimat, bzw. ihre Wohnsitze,
sofern sie aus West- und Mitteldeutschland vor dem
Bombenterror nach Osten geflüchtet waren. Ca. drei bis
vier Millionen Flüchtlinge fanden dabei den Tod.
Viele starben durch Kälte, Hunger und Entkräftung.
Viele wurden nach ausgesuchten Quälereien von den
Vertreibern ermordet.
Diese Verbrechen gegen das Menschenrecht und
gegen das Völkerrecht
sind bisher ungesühnt geblieben.
Die Frage des Deutschen Ostens ist weiterhin offen.
Neu: Gorbatschow wollte den Deutschen Osten zurückgeben
Neu: Stellungnahme einer Schülerzeitung :
http://www.deutscherosten.de/Objektiv.htm
Bayern
http://www.infranken.de/nc/nachrichten/lokales/artikelansicht/article/5600-deutsche-graeberauf-neuem-friedhof-62423.html
5600 deutsche Gräber auf neuem Friedhof
20.08.10 Von: Beate Franck, dpa
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Einweihung Es sind die Gebeine von toten Wehrmachtssoldaten und
gestorbenen Sudetendeutschen. Mehr als sechs Jahrzehnte nach
Kriegsende haben sie in Tschechien endlich eine würdige Ruhestätte
gefunden. Am 11. September wird der Friedhof im grenznahen Cheb
eingeweiht.
Ein Grabstein mit der Aufschrift "Elf unbekannte deutsche Soldaten - Sechs unbekannte Kinder - Sieben unbekannte
Kriegstote" steht auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Cheb (Tschechien). Foto: Beate Franck dpa
Rund 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges haben in Tschechien
tausende damals gestorbene Deutsche ihre letzte Ruhe gefunden. Mit dem
deutschen Soldatenfriedhof in Cheb (Eger) soll am 11. September die größte
und letzte Begräbnisstätte für deutsche Kriegsopfer in Tschechien eingeweiht
werden. Die sterblichen Überreste von 5600 Menschen sind hier unter
Hunderten von schlichten Granitkreuzen bestattet.
Darunter sind auch 473 Zivilisten, die in Internierungslagern oder während der
Vertreibung nach Kriegsende umkamen. Vor ihrer Beisetzung in der Stadt an
der bayerisch-tschechischen Grenze hatten Tausende der Gebeine in
Pappschachteln in einem Bunker bei Pribram in Nordböhmen gelagert werden
müssen.
Die Inschriften auf den Kreuzen sprechen für sich:
Paula Grimm, 1946 gestorben mit 63 Jahren. Elsa Dietz, dasselbe Todesjahr,
nur 16 Jahre alt. Die Exhumierung solcher Opfer hat in Tschechien Wunden
aufgerissen. Ihre Bergung wird auch als stille Anklage des Unrechts an
Unschuldigen verstanden - ein Thema, das in Tschechien oftmals lieber
verdrängt wurde. Bisher sind die Verhandlungen über ein
Kriegsgräberabkommen zwischen den Nachbarstaaten gescheitert.
Dass es dennoch gelungen ist, seit 1991 elf derartige Begräbnisstätten
einzurichten, wertet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als
Zeichen guten Willens. Im Fall Cheb vermittelten der tschechische
Außenminister Karel Schwarzenberg und sein früherer Amtskollege FrankWalter Steinmeier (SPD).
Auch in Eger war der Soldatenfriedhof zunächst umstritten. Heute stößt die 1,5
Hektar große Anlage nicht mehr auf Vorbehalte. "Mit der Beerdigung der
ersten Särge sind die Kritiker verstummt", sagt der Zweite Bürgermeister
Michal Pospisil. Für ihn ist die Begräbnisstätte Mahnmal und Zeichen der
Versöhnung. "Durch solche Maßnahmen wird Ballast aus dem Zweiten
Weltkrieg abgeworfen", ist Pospisil überzeugt. Außerdem hat bei dem Projekt
auch der angrenzende städtische Friedhof profitiert.
Für rund 900.000 Euro finanzierte der Volksbund Sanierungsarbeiten,
unter anderem die Restaurierung von Grabmälern ehemaliger deutscher
Einwohner.
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Nur rund die Hälfte der in Cheb bestatteten Kriegstoten ist namentlich
bekannt. Als sicher gilt, dass der Prager Stummfilmpionier Svatopluk
Innemann im November 2008 nach Eger umgebettet wurde. Auch der
Rechtshistoriker Otto Peterka, ehemaliger Universitätsrektor in Prag, soll unter
den Toten sein. Wehrmachtssoldaten können meist anhand ihrer
Erkennungsmarken identifiziert werden.
Für die Angehörigen geht damit ein jahrzehntelanger Leidensweg zu
Ende.
"Es ist eine große Beruhigung zu wissen, wo mein Vater seine letzte
Ruhestätte hat", sagt Siegfried Wiedemann. Der 68-Jährige aus
Untermeitingen bei Augsburg hat keine Erinnerung an Urban Wiedemann, der
seit den letzten Kriegstagen als vermisst galt. Erst 2007 erfuhr der Sohn, dass
sein Vater nicht wie vermutet in russische Gefangenschaft geriet, sondern am
8. April 1945 in einem Lazarett bei Prag starb. Dass er nun im nur wenige
hundert Kilometer entfernten Cheb ein Grab gefunden hat, bedeutet für die
Familie eine große Erleichterung. "Ich möchte ihn, solange es geht, jedes Jahr
dort besuchen", sagt der Sohn.
Nach dem Willen der Stadt Cheb und des Volksbundes soll der
Soldatenfriedhof nicht nur für die 1100 bisher bekannten Angehörigen
Gedenkstätte sein.
Er soll auch Ziel deutsch-tschechischer Jugendbegegnungen werden.
Volksbund-Präsident Reinhard Führer erkennt am politischen Horizont
Anzeichen einer weiteren Entspannung: "Wir erwarten, dass die neue Prager
Regierung auf uns zugeht, denn wir brauchen rechtliche Grundlagen, um bei
der Vertreibung getötete Deutsche bergen zu können." Denn noch sind
mindestens 1500 Tote in Tschechien nicht gefunden. Auch für sie wäre in
Cheb noch Platz.
Erst kürzlich wurden in der Nähe des Dorfes Dobronin Skelette
ausgegraben, bei denen es sich möglicherweise um 15 ermordete
Deutsche handelt.
Im Mai 1945 sollen mehrere Männer die Deutschen gezwungen haben, ihr
eigenes Grab zu schaufeln. Die Opfer sollen dann erschossen oder
erschlagen worden sein. Die tschechische Polizei hofft nun, mit Hilfe von DNAAnalysen die Identität der Toten ermitteln zu können.
singen wir, als Chorus cum animo – St. Matthäus
in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
Chicago Gay Men's Chorus: The Hallelujah Chorus - Amerikanismus:
http://www.youtube.com/watch?v=Z0Zbk4zgHjM&feature=related
From: Volksbund Newsletter To: [email protected] Sent: Friday, August 27, 2010
Subject: Vandalismus in Frankreich - Wir brauchen Ihre Hilfe!
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http://rdir.de/image?ci=413&mi=76379&name=wiedemann_foto92.jpghttp://rdir.de/image?ci=413&mi=76379&name=clear.gif
Erneut Vandalismus auf einer deutschen Kriegsgräberstätte in
Frankreich
-->
http://rdir.de/image?ci=413&mi=76379&name=laon_vandalismusschaden.jpg
Sehr geehrter Herr Kolodziejczyk Sczepanek,
am Wochenende wurden auf der deutschen Kriegsgräberstätte „Champ-deManoeuvre“
72 Metallkreuze abgebrochen und eine jüdische Grabstele zertrümmert. Die Höhe
des Schadens beträgt rund 30 000 Euro. Eine zusätzliche finanzielle Belastung mit
der der Volksbund nicht gerechnet hat.
Dies ist bereits der zweite Fall von Grabschändung in Frankreich innerhalb nur
weniger Monate. Erst im Mai hatten Unbekannte auf der Kriegsgräberstätte im
elsässischen Guebwiller randaliert und Grabkreuze zerstört.
Ich bitte Sie herzlich, uns bei der Beseitigung der Schäden mit einer Spende zu
unterstützen.
Jetzt spenden!
http://rdir.de/image?ci=413&mi=76379&name=toc.gif Lesen Sie mehr
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Ich freue mich von Ihnen zu hören.
Ihr
http://rdir.de/image?ci=413&mi=76379&name=Wiedemann_unterchrift150.jpg
Rolf Wiedemann
Abteilungsleiter Gräberdienst
PS: Sollten die Spenden den benötigten Betrag übersteigen, werden wir dieses Geld
für die Erhaltung und Pflege der deutschen Kriegsgräberstätten in Ost und West
einsetzen. Danke für Ihre Hilfe!
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ci=413&mi=76379&name=clear.gifhttp://rdir.de/image?
ci=413&mi=76379&name=toc.gif Erneut Vandalismus auf einer deutschen
Kriegsgräberstätte
in Frankreich http://rdir.de/image?ci=413&mi=76379&name=toc.gifMetalldiebe
stehlen Namenplatten http://rdir.de/image?
ci=413&mi=76379&name=toc.gif Weiterempfehlenhttp://rdir.de/image?
ci=413&mi=76379&name=toc.gif weitere Infos
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20
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ci=413&mi=76379&name=clear.gifhttp://rdir.de/image?
ci=413&mi=76379&name=clear.gifMetalldiebe stehlen Namenplatten nach oben
http://rdir.de/image?ci=413&mi=76379&name=clear.gifhttp://rdir.de/image?
ci=413&mi=76379&name=clear.gifhttp://rdir.de/image?
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Große Schäden auf Kriegsgräberstätte Joachimow
Im Fall der Kriegsgräberstätte Joachimow, die etwa 60 Kilometer westlich von
Warschau liegt, hatten es die Diebe speziell auf das Metall der Gedenkplatten mit
den Namen und Lebensdaten der Kriegsopfer abgesehen. Dabei rissen die
Unbekannten unter umfangreichen Werkzeugeinsatz die Platten aus der
Verankerung und hinterließen lediglich den bloßen Sandsteinsockel. Neben dem
nicht unerheblichen Sachschaden, der bei rund 30 000 Euro liegt, leiden darunter
auch die Angehörigen der Kriegstoten ...
http://rdir.de/image?ci=413&mi=76379&name=toc.gif Lesen Sie mehr
E-Mail: [email protected]
www.sudeten.at
ZVR-Zahl: 366278162
Wien, am 25. August 2010
Zeihsel: Englisch wird zum Pflichtfach in Tschechischer Republik
Utl.: AUS für den Deutsch-Unterricht?
Die tschechische Tageszeitung „Lidovè noviny“ berichtete über die Entscheidung der
Tschechischen Regierung die englische Sprache als Pflichtfach an den Grundschulen
einzuführen. Bis jetzt konnten die tschechischen Schüler selbst bestimmen, welche
Fremdsprache sie wählen. Zuletzt hatten sie auf folgende Weise entschieden:
Englisch
Deutsch
Russisch
Französisch
Spanisch
618.147
111.196
19.378
6.897
1.805
Für den Bundesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ),
Gerhard Zeihsel; bedeutet die Regierungsentscheidung das praktische AUS für den
Deutschunterricht – und eine weitere Entfernung von den Böhmen prägenden
deutschen Kulturleistungen der Vergangenheit!
Die Möglichkeit wird bestehen, Deutsch als zweite Fremdsprache später zu wählen, bedeutet
aber eine wesentliche Schwächung der Bedeutung der Sprache der wesentlichen
Nachbarländer Deutschland und Österreich.
Die Lehrer in den Grenzbezirken der ČR sind über die Entscheidung der Tschechischen
Regierung sehr unglücklich, da in diesen Regionen Deutsch eine Notwendigkeit sei und die
Schüler, die inzwischen Deutsch können, lernen später auch besser Englisch.
Fernsehsendungen der Dokumentation „Töten auf tschechische Art“
21
12. September 2010 im ZDF-History um 23.35 Uhr
17. September 2010 im 3sat um 17.45 Uhr.
ZVR-Zahl: 366278162
Wien, am 24. August 2010
Einladung zum
Sudetendeutschen Heimattag 2010
Wien und Klosterneuburg 18. - 19.9.2010
60 Jahre Charta der Heimatvertriebenen
Samstag, 18. September:
WIEN, Haus der Heimat, 1030 Wien, Steingasse 25, SLÖ-Saal, 2. Stock
14.30 – 16.30 Uhr: TAG DER OFFENEN TÜR
Lesung von Frau Erika Örtel aus Gablonz aus ihrem Buch „AUSWEISUNG – 53
Jahre danach“.
Die Kronen-Zeitung berichtete in einer Serie im Mai d.J. über die Tragödie der
Vertreibung und über den schmerzlichen Verlust der Heimat aus Erika Örtels
Zeitzeugenbuch.
Sonntag, 19. September:
KLOSTERNEUBURG
12.00 - 12.45 Uhr: PLATZKONZERT des LEOPOLDAUER MUSIKVEREINS am Rathausplatz
13.00 Uhr: FEIERLICHES HOCHAMT in der STIFTSKIRCHE
Hauptzelebrant ist Pater Prof. Dr. Bernhard DEMEL O.T. vom Deutschen Orden
14.00 Uhr: FEST- und TRACHTENZUG vom Rathausplatz zum Sudetendeutschen Platz
14.30 Uhr: TOTEN-GEDENKFEIER mit Dkfm. Hans-Günter Grech
15.00 - 18.00 Uhr: KUNDGEBUNG in der BABENBERGERHALLE
Die Festrede hält
Massimiliano Lacota
Der Generalsekretär Europäische Union der Flüchtlinge und Vertriebenen (EUFV)
Grußworte von Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager, den Vertriebenensprechern und Gästen
Sonderausstellungen Gedenkausstellung JEANETTE SCHMID (Baronesse
Lips von Lipstrill)
Varietékünstlerin aus dem Böhmerwald
Böhmerwaldmuseum, 1030 Wien, Ungargasse 3
Öffnungszeiten: 18. und 19.09. von 9.00 - 12.00 Uhr
Die Ausstellung ist bis 31. Dezember 2010 jeden Sonntag von 9.00 - 12.00 Uhr zu besichtigen.
RECLAME UM 1900
Mährisch-Schlesisches Heimatmuseum, Schiessstattgasse 2, 3400 Klosterneuburg,
Die Ausstellung ist bis So 3. Oktober 2010, Di 10.00 – 16.00 Uhr, Sa 14.00 – 17.00 Uhr,
Sonn- u. Feiertag 10.00 – 13.00 Uhr geöffnet.
T: +43(0)2243-444-287 / +43(0)2242-5203
E-Mail: [email protected] INTERNET: www.mshm.at
KLÖPPELAUSSTELLUNG
des Frauenarbeitskreises im Foyer der Babenbergerhalle, Öffnungszeiten: 19.09. von 12.00 - 18.00 Uhr
BÜCHERMARKT
der Buchhandlung Hasbach im Foyer der Babenbergerhalle
22
Bustransfer vom SLÖ-LV Wien, NÖ. u. Bgld. um 12.15 Uhr 1010 Wien, Friedrich-Schmidt-Platz (hinter dem
Rathaus),
Kostenbeitrag € 3,--. Unbedingt anmelden bei: Dieter Kutschera, Mobil 0676/5019225.
Pendelverkehr von 11.00 – 12.30 Uhr vom Bahnhof Klosterneuburg-Kierling zur Babenbergerhalle, gratis
E-Mail: [email protected]
ZVR-Zahl: 366278162
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Wien, am 23. August 2010
Das Wirken des Rosenzüchters Rudolf Geschwind (1829-1910)
Utl.: Zum 100. Todestag des einzigen altösterreichischen Rosenzüchters von Weltruf
Das Wirken des k.u.k. Forstmeisters Rudolf Geschwind findet im Rosarium in Baden bei
Wien die seinen Leistungen entsprechende Würdigung.
Am 29.08.1829 in Teplitz/Böhmen geboren, wurde er der bedeutendste und erfolgreichste
Rosenzüchter Österr.-Ungarns. Sein Ziel war es, mehrfach blühende, frostharte Rosensorten
zu züchten. Eine für die weitere Rosenzucht wichtige Züchtung war die rotblühende
Teehybride „Gruß an Teplitz“. Zu Geschwinds Zeiten beherrschen in erster Linie die „neuen“,
aufgrund ihrer asiatischen Abstammung sehr empfindlichen Teehybridsorten die Gärten.
Geschwinds Anliegen war es deshalb, mit nordischen Wildrosen die Widerstandsfähigkeit
dieser zu erhöhen. Nach 30 jähriger Arbeit konnte er die Züchtung – die neue Rose erhielt
schließlich den Namen „Nordlandrose“ – erfolgreich abschließen.
Geschwind studierte an der Bergbau- und Forstakademie in Schemnitz/Benská Stiavnica,
Slowakei. Nach Abschluss seiner Ausbildung 1852 arbeitete er an verschiedenen Orten im
heutigen Italien, der Ukraine, in Ungarn, Tschechien und in Polen und war zuletzt städtischer
Forstmeister in Karpfen/Krupina, Slowakei.
In Teplitz lebte auch sein Onkel am Belvedere in der Nähe der Schlackenburg. Ihm verdankt
Rudolf Geschwind sein großes Interesse an der Rosenzucht. In Erinnerungen erzählt er: „In
dem Garten meines Onkels bei Teplitz hatte ein Kurgast unberechtigterweise von einem
Stock der Hybridrose Malton – damals als Delaborella bekannt – Blüten gepflückt und dabei
den Strauch arg beschädigt. Worüber mein Onkel derartig in Zorn geriet, dass er den
Strauch mit einem Knüppel in Trümmer schlug. Ich kam dazu, als nur mehr kleine
Zweigreste übrig geblieben waren, die ich mitleidig sammelte um Stecklinge zu machen.
Beide Versuche gelangen vortrefflich und von nun an ward ich ein eifriger Pflanzenfreund,
obenan ein glühender Verehrer der Rose …“. Einige Zeilen später schreibt er weiter über
den Schlossberg: „wo sich mir die Gelegenheit bot, die zahlreichen Wildrosen am Berg zu
veredeln, und es war keine Seltenheit mitten im Wald auf einen herrlichen blühenden
Rosenstrauch mit mehreren mächtigen Kronen zu stoßen“.
Neben seinen Rosenzüchtungen entstanden viele Fachartikel und vier Fachbücher. Ein
Angebot für einen Lehrstuhl für Botanik der deutschen Universität Prag lehnte er zugunsten
seiner Rosen ab. Heute noch ist sein Buch Bestandteil jeder botanischen Vorlesung. Er
empfiehlt darin die systematische Kreuzung als einzigen Weg für den Fortschritt in der
Rosenzüchtung. Das war ein Jahr vor der Veröffentlichung der Mendel’schen
Vererbungsgesetze. Er suchte nach Sorten bei denen er vor allem auf Gesundheit und
Winterhärte Wert legt.
Rudolf Geschwind starb am 30.08.1910 in Karpfen. Nach seinem Tod gerieten die meisten
seiner Rosenschöpfungen in Vergessenheit. Heute greift man bei der Rosenzüchtung wieder
auf die Geschwindsorten zurück, weil ihre Krankheitsresistenz und ihre Wüchsigkeit
geschätzte Erbmerkmale von neuen Rosen sind.
Ihm zu Ehren errichtete die Stadt Baden 1983 einen Gedenkstein im Rosarium des
Doblhoffparks – umrahmt von der Rose „Gruß aus Teplitz“. Weiters wurden GeschwindRosen veredelt und gepflanzt, damit das Wirken dieses bedeutenden österreichischen
Rosenzüchters der Nachwelt erhalten bleibt.
23
Rudolf Geschwind – „Wanderer zwischen den Welten“ &
„Blumenporträts von Stefan Emsenhuber“
Giovannis Garden und das Land Steiermark widmete Geschwind eine Ausstellung im
öffentlichen Raum. Der bekannte Pflanzen- und Portraitphotograf Stefan Emsenhuber
porträtierte Geschwind Rosen in den letzten Jahren, und diese Bilder hängen großformatig
von Juni bis September am Grazer Griesplatz und Umgebung.
Giovannis Garden, Messendorfberg 65, Graz, St. Peter, geöffnet Donnerstag bis Samstag,
10.00 – 18.00 Uhr, Eintritt € 5,--.
singen wir, als Chorus cum animo – St. Matthäus
in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
Hallelujah Chorus by the Mute Monks
http://www.youtube.com/watch?v=3trTNfqvcww&feature=related
Original im Eugen Diederichs Verlag, Jena, © 1940. Edwin Erich Dwinger
Der Tod in Polen Die volksdeutsche Passion Edwin Erich Dwinger
Die Verschleppung und Vertreibung und der Massenmord an den Volksdeutschen vor und zu
Kriegsbeginn in Polen war keineswegs auf den heute nur allzu oft verniedlichten und sogar
geleugneten Bromberger Blutsonntag beschränkt. Bei der Lektüre dieses Buches erlebt der
Leser hautnah das erschütternde Schicksal zigtausender Volksdeutscher in Polen zu
Kriegsbeginn 1939.
Den polnischen Nachwuchsgenerationen ins Stammbuch geschrieben!
Vorwort Präambel
Kapitel 1: Der Anfang - 3. September 1939
Kapitel 2: Ein Bromberger Schicksal - die Familie Schmiede
Kapitel 3: Ein Bromberger Schicksal - die Familie Radler
Kapitel 4: Bromberger Streiflichter
Kapitel 5: Der Bromberger Totentanz weitet sich aus
Kapitel 6: Mord am Jesuitersee
Kapitel 7: Das Massaker von Slonsk
Kapitel 8: Das Schicksal des Fabrikanten Mathes und seiner Söhne
Kapitel 9: Der Verschlepptenzug aus Bromberg (Teil 1)
Kapitel 10: Der Verschlepptenzug aus dem Thorner Gebiet (Teil 1)
Kapitel 11: Der Verschlepptenzug aus Bromberg (Teil 2)
Kapitel 12: Der Verschlepptenzug aus dem Thorner Gebiet (Teil 2)
Kapitel 13: Zusammenschluß des Bromberger mit einem Pommereller Verschleppungszug
Kapitel 14: Mit dem Thorner Verschlepptenzug auf Warschau zu
Kapitel 15: Die Bromberger Verschleppten: in Lowitsch endlich erlöst
Kapitel 16: Die Thorner Verschleppten: durch die Hölle von Warschau in die Freiheit
Nachtrag vom Scriptorium: 64 Jahre später
Der Tod in Polen Die volksdeutsche Passion.
Ein Wort zuvor...
24
Während wir dieses Buch Internet-bereit machten, hatten wir das große Glück, in einem
anderen Buch zu diesem Thema auf Dokumentarfotos zu stoßen, die das auf den folgenden
Seiten Beschriebene handfest belegen. Dennoch zögerten wir lange, bis wir uns entschlossen,
diese Fotos in den Text einzubringen; viele von ihnen sind nämlich derart schrecklich, daß sie
geeignet sind, bei sensiblen Menschen einen Schock auszulösen. Doch finden wir, daß wir es
den gräßlich Abgeschlachteten aus der Generation unserer Großeltern schuldig sind, die
graphischen Beweise ihres Leidens ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen.
Um einen potentiellen Schock etwas abzuschwächen, bringen wir die Fotos im Text nur in
Kleinformat; wer sich Einzelheiten gewachsen fühlt, kann durch Anclicken der
entsprechenden Links detailliertere große Fotos abrufen.
Die Fotos sowie ihre Begleittexte stammen aus dem Buch Dokumente polnischer
Grausamkeiten: Verbrechen an Deutschen 1919-1939 nach amtlichen Quellen, hg. ArndtVerlag: Kiel, 1995. Dieses Buch ist bezeichnenderweise im heutigen deutschen Vasallenstaat
verboten.
Scriptorium, im November 2000
Dieses Buch war die schwerste von allen Aufgaben, die mir unsere Zeit bisher als Chronist
stellte: es enthält lediglich die nackte Wahrheit, jeder Name ist der seines wirklichen Trägers,
jede Schilderung beruht auf einer eidlichen Aussage.
Edwin Erich Dwinger, 1940
. Präambel
Am 1. November des Jahres 82 vor Christi Geburt, nach der entscheidenden Schlacht am
Kollinischen Tor, ließ Lucius Cornelius Sulla jene Listen zur Durchführung bringen, die
sämtliche Namen der Anhänger des Volkstribunen Marius enthielten. Mit diesen Listen in den
Händen, für die man die Namen Proskriptionen übernahm, obwohl solche ursprünglich nur
Listen waren, durch die man öffentliche Verkäufe ankündigte, begaben sich seine Legionäre
von Haus zu Haus, brachten alle auf diese Weise namhaft Gemachten um, schändeten ihre
Frauen bis zum Tode, legten die meisten ihrer Häuser in Asche. An 2.000 Bürger wurden an
diesem Tage ermordet, die Proskriptionen aber erhielten für alle Zeit die Bedeutung, Aufrufe
zur Ermordung von Vogelfreien zu sein.
Am 30. März 1282 nach Christi Geburt, um die Vesperzeit des zweiten Osterfeiertages, erhob
sich das Volk von Palermo gegen die Franzosen, die Sizilien unter Karl von Anjou
widerrechtlich beherrschten. In wenigen Stunden wurden in Palermo 4.000 französische Edle
umgebracht, aber man schonte auch ihrer Frauen und Kinder nicht, alles wurde vom rasenden
Volk aus den Häusern geholt, in den Straßen unter mannigfachen Martern zu Tode gebracht.
Wie eine Flamme fraß sich das Morden durch das ganze Land, von diesem Zeitpunkte ab
datiert die Regierung Peters III. von Aragonien. Auch hier sorgte eine Art Proskriptionslisten
für die Ausmerzung aller Franzosenfreunde, der Aufstand selbst aber ging als Sizilianische
Vesper in die Geschichte ein.
Am 23. August 1572 nach Christi Geburt entschloß sich Katharina von Medici, die
Königinmutter des damaligen Frankreichs, die führenden Huguenotten mit einem Schlage zu
vernichten. Sie hatte zur Hochzeit ihres Sohnes alle großen Protestanten nach Paris geladen,
die Proskriptionen wurden in diesem Falle durch die Gästelisten ersetzt. Um Mitternacht
läuteten plötzlich die Sturmglocken, ehe die meisten der Huguenotten ganz erwacht, trafen sie
auch schon die Dolche der Schergen, als erster fiel ihr genialer Führer Admiral Collignon.
Man stürzte sie aus den Fenstern, trieb mit den Leichen seinen Spott. 20.000 Menschen fielen
dieser Tat im ganzen Lande zum Opfer, die Geschichte aber gab ihr den Namen
Bartholomäusnacht.
Am 3. September 1939 nach Christi Geburt, am dritten Tage des Polnischen Krieges,
verkündete Warschau einen Rundruf. Es hieß darin nur kurz, daß Anweisung Nr. 59 sofort
durchzuführen sei. Es war in Wirklichkeit die geheime Aufforderung dazu, schon lange
bestehende Proskriptionen durchzuführen. Nach diesem Rundruf stürzte sich das polnische
25
Volk, von seinen Soldaten samt ihren Offizieren dazu angetrieben, auf alle Deutschen,
ermordete innerhalb weniger Tage 60.000 Menschen. Nur wenige von ihnen wurden
erschossen, die meisten wurden tierisch erschlagen, auch Leichenschändungen kamen in
großer Anzahl vor. Unter welchem Namen wird diese Tat in die Geschichte eingehen, wie
wird die Menschheit sie einstmals nennen?
Der deutsch-katholische Pfarrer von der Herz-Jesu-Kirche in Bromberg beim stillen Gebet vor den Leichen
ermordeter Bromberger Volksdeutschen.
.
Kapitel 1: Der Anfang - 3. September 1939
Der 3. September war einer jener Sommertage, wie sie es nur im weiten Osten geben kann:
Der Himmel ohne Wolken, sein Blau etwas ausgeblaßt, dazu ein trockener Wind aus Rußland.
In den Gärten hingen die Bäume voller Früchte, an den Zäunen brachen die Dahlien auf wenn dieses Wetter ein wenig anhielt, mußte es eine gesegnete Ernte geben. Aber ob man sie
überhaupt noch einbringen wurde, war nicht seit zwei Tagen Krieg mit Deutschland?
Wie sich an heißen Tagen schon das kommende Gewitter verrät, lag eine merkwürdig dumpfe
Spannung in der Luft. Seit Monaten schon hatten die Deutschen unter polnischen
Ungesetzlichkeiten gelitten, jetzt aber wurde im Verhalten der Polen noch ein Neues spürbar:
Warum blickten sie plötzlich so seltsam auf die Deutschen, warum sprachen selbst gute
Bekannte nicht mehr mit ihnen? Wohl hatte man in Bromberg morgens noch ungestört zur
Kirche gehen können, wenn man nicht gerade hörbar deutsch miteinander sprach, hatte
höchstens auf den Straßen singenden Soldatenzügen ausweichen müssen, aber die meisten
Deutschen kamen doch unbelästigt wieder in ihre Häuser. So saßen sie denn sonntäglich
gekleidet in ihren Zimmern, lagen an den Rändern der Stadt aber Gärten um ihre Häuser,
saßen sie auch wohl in den kleinen Gartenpavillons, während die Kinder die Tische zum
Mittagessen deckten.
Wohl hatte man schon vom ersten Kriegstag an viele erneut verhaftet, in erster Linie natürlich
die bekannten Führer der volksdeutschen Bewegungen, Klagen über den Vollzug dieser
Internierungen hatte man jedoch bisher nicht vernommen, da diese Verhafteten meist nicht
aus den Gefängnissen zurückgekehrt waren, man über ihr weiteres Ergehen also nur
Mutmaßungen anstellen konnte. Würde es vielleicht zu einem neuen Grenzzonengesetz
kommen, nachdem das erste schon so viele von ihnen enterbt hatte? So saßen die Bürger
weiterhin verschwiegen an ihren Radioapparaten, hörten mit klopfenden Herzen die deutschen
Sender, die Berichte vom schnellen Vormarsch des deutschen Heeres. Es geht nur mehr um
Stunden, sagten die einen, dann werden auch wir hier befreit! Und wenn es selbst noch ein
paar Tage dauert, meinten die andern, im großen ganzen ist unsere Leidenszeit zu Ende...
Der Tod in Polen Die volksdeutsche Passion.
Kapitel 2: Ein Bromberger Schicksal - die Familie Schmiede
Auch die Familie des Gärtners Schmiede wartet aufs Essen, sechs kleine Kinder laufen wie
Füllen um die große Mutter, endlich erscheint die Magd mit der ersehnten Schüssel in der
Tür. Sie wollen sich gerade setzen, als der Lehrling ins Zimmer tritt. "Was Neues wieder?"
fragt der Meister. "Immer nur dieser Ruf", sagt der Lehrling, "seit einer Stunde schon! Führt
Nr. 59 aus, heißt es nur immer wieder, führt Nr. 59 aus, ich verstehe das nicht..."
Meister Schmiede beißt sich auf die Lippen, bringt ihn mit einem raschen Blick zum
Schweigen. Aber die Frau hat es schon bemerkt, fragt aus ihrem Kinderkreis herüber: "Sie
werden doch nicht irgendeine Teufelei...?"
"Was sollten sie denn mit uns tun? Wir sind doch lauter Zivilisten! Haben noch immer unsere
Pflicht getan, unsere Steuern besser als die Polen gezahlt, als brave Soldaten in ihrem Heere
gedient... Und daß wir keine Waffen haben, das weiß doch schließlich auch jeder - einmal
haben sie jedes Haus schon zehnmal danach durchsucht, zum andern sind die Grenzen seit
Monaten so abgesperrt, daß man nicht einmal ein Taschenmesser durchschmuggeln konnte!
26
Was noch an Schießeisen vorhanden war, haben sie uns längst abgenommen, neue aber
konnte kein einziger von uns erhalten, was sollten wir also beim besten Willen gegen sie
unternehmen?
Vielleicht jagen sie uns aus der Stadt, wenn sie Bromberg den Deutschen überlassen müssen,
damit müssen wir natürlich rechnen..."
"Sollten wir nicht doch fliehen?" sagt Frau Schmiede in jäher Angst.
"Erst gestern sagte der Pinczewski zu uns", wirft die junge Frau Ristau ein, die Frau eines
schmiedeschen Arbeiters, der in der Gärtnerei seit Jahren hilft, "sobald der Krieg
ausgebrochen ist, werden wir euch Hitlern die Beine auseinanderreissen, daß eure Eingeweide
den Staub auflecken..."
"Macht euch nicht die Köpfe heiß!" schneidet der Meister sie ab. "Im übrigen ist es zu spät,
die Truppen flüchten schon zurück - wer jetzt zwischen sie gerät, ist gefährdeter als in seinem
Hause..."
Er hatte recht, es war zu spät. Denn um diese Stunde brachen die Polen schon zu ihrem Werke
auf, wälzten sich mit einem Schlage Tausende durch die Straßen Brombergs - wie ein
sengender Strom glühender Lava füllten sie alle Gassen, stießen wie in hitzigem Fieber in alle
deutschen Häuser hinein. Die Kerne dieser Haufen bildeten Soldaten, die Mitläufer bestanden
aus Pöbel, die Wegweiser waren oft Gymnasiasten.
Als eins der ersten Häuser erreichten sie die Schmiedesche Gärtnerei, war sie ob ihrer Größe
in jenem Stadtteil nicht besonders verhaßt? Es ist ein Soldatentrupp mit aufgepflanzten
Bajonetten, aber was haben sie für wilde Gesichter, sind sie vielleicht alle maßlos betrunken?
Schmiede begrüßt sie mit vorsichtiger Höflichkeit, kann jedoch vor Aufregung nicht Polnisch.
"Polnisch kannst du nicht, Hurensohn, aber Waffen hast du!" schreit ein Soldat.
"Ich habe nie eine Waffe gehabt, aber haltet doch ruhig Haussuchung!" sagt Schmiede
entgegenkommend.
"Noch lange Haussuchung - drei Schritte zurück!" schreit der Soldat als Antwort, hebt
ruckartig sein Gewehr...
Schmiede ist sofort tödlich getroffen, seine Frau wirft sich entsetzt neben ihn, nun geben sie
auch drei Schüsse auf sie ab, aber seltsamerweise trifft kein einziger mehr. Da springt sie
wieder auf, ruft wie eine Irre nach ihren Kindern, reißt sie mit sich zur Tür hinaus, flüchtet
mit allen in den Keller hinab.
Diese allgemeine Flucht geschieht so plötzlich, daß die Polen zu weiteren Schüssen nicht
mehr kommen. So gelangen alle heil in den Keller, sechs kleine Kinder mit ihrer Mutter, ihr
alter Vater namens Adam, der Gärtnereiarbeiter mit seiner Frau, der junge Lehrling,
schließlich die Magd. Der Keller ist als Luftschutzkeller eingerichtet, es stehen zwei
Wasserfässer in ihm, außerdem ein paar volle Essigflaschen, in der Ecke ein Korb mit
Handtüchern. Sie verrammeln noch gerade die Kellertür, da fallen schon die nächsten
Schüsse, durchschlagen die starken Bohlen, zerschmettern klirrend das Fenster. Alle werfen
sich auf den Boden, um Deckung zu suchen, die Mutter liegt dicht hinter der Mauer, hat alle
Kinder zu sich heruntergerissen, liegt wie eine Henne über ihren Küchlein.
Eine Weile liegen sie so, trösten die schreienden Kinder, während oben an den Fenstern
Stiefel vorbeirennen. Sie plündern anscheinend das ganze Haus, neben Soldatenstiefeln
schleifen Vorhänge vorbei, polternd krachen Möbel aus dem ersten Stock, vor einem
Kellerfenster bildet sich ein Trümmerhaufen, der aber allmählich auch noch fortgeschleppt
wird. Plötzlich aber hebt der Lehrling den Kopf, sein junges Gesicht wird noch um einen Ton
bleicher, schließlich stößt er mit flatternden Lippen aus: "Es brennt oben..."
Nun hören es alle, es brennt wahrhaftig, ganz deutlich knistern die Flammen, knallend platzen
die Scheiben über ihnen, dann schlägt es auch schon den Rauch hinab. "Sie wollen uns alle
verbrennen!" schreit der Lehrling kopflos, klettert in irrsinniger Angst aus dem Fenster, aber
er hat sich draußen kaum aufgerichtet, als ihn ein Kopfschuß auf das Pflaster wirft. "Nur
heraus mit allen", schreien ein paar Weiber, "damit wir's euch wie ihm machen..."
27
Aber die Mutter nimmt den Kampf auf, den Kampf gegen die Hitze, gegen den immer
beißender werdenden Rauch. Sie kriecht zu dem Korb, nimmt Handtücher heraus, taucht sie
ins Wasserfaß, schüttet ein wenig Essig darauf, legt jedem der Kinder eins auf den Mund. Es
sind so kleine Kinder darunter, daß sie es nicht verstehen, immer wieder werfen sie die
Tücher fort, drohen dann augenblicklich zu ersticken. Von Minute zu Minute wird es heißer,
die Eisenträger über ihnen glühen schon, biegen sich nicht einige merklich durch?
"Ich will nicht verbrennen, will nicht lebendig begraben werden!" schreit die junge Frau
Ristau jählings, nimmt ihren Mann an der Hand, stürzt zur Kellertür hinaus. Sie kommen jetzt
seltsamerweise bis auf die Straße, auf dieser aber brandet es ringsum von Pöbel. Man erkennt
die beiden sofort als Deutsche, die Zivilisten schreien den Soldaten hetzend zu: "Die müßt ihr
niederschießen, das sind echte Hitlerowzi!"
Ehe die Frau für ihren Mann noch bitten kann, zerreißt ihm eine Kugel aus nächster Nähe den
Kopf. Ein Soldat wirft sich auf ihn, zieht ihm die neuen Schuhe von den Füßen, die er seit
seiner Trauung nur dreimal getragen hat, wirft sie als Belohnung für den Verrat den Angebern
hin. Dann quält er ihm den Trauring vom Finger, als aber die Frau schluchzend um ihn als
Andenken bittet, gibt er ihr einen Schlag mit dem Kolben in den Rücken, daß sie bewußtlos
auf ihren Mann niederstürzt. Aber sie reißen sie gleich wieder an ihren Haaren auf, zwingen
ihr durch Schläge die Hände über den Kopf, jagen sie nun mit schrillem Johlen im Laufschritt
durch die Straßen. Aber sie ist längst nicht mehr die einzige, alle Straßen sind voll von
solchen Jagden, alle zehn Schritte taumeln auf diese Weise ein paar Deutsche, die meisten
sind von Schlägen schon blutüberströmt, einige tragen auch schon schwere Schüsse am Leibe,
sie werden sofort mit Kolben totgeschlagen, wenn sie mitten im Lauf aus Schwäche
zusammenbrechen.
Frau Ristau aber schafft es, sie bricht nicht gänzlich zusammen, erreicht mit letzten Kräften
die Kommandantur. Vor einem Tische sitzt ein Offizier, er hat einen glatten Scheitel, hat
gepflegte Fingernägel, sieht gelangweilt in ihr zerstörtes Gesicht. "Erschießt mich doch auch",
schreit die Frau auf, "ich will nicht mehr..."
Da winkt der Offizier ab, sie jagen sie wieder hinaus, ein Soldat brüllt ihr nach: "Eine Kugel
ist für dich zu schade, du häßliche Hitler, aber erschlagen wird man dich schon noch!"
Die junge Frau kommt heil wieder hinaus, sieht sie so furchtbar aus in ihrem Schmerz, mit
ihren übers Gesicht gefallenen Haaren, die über und über vom Blut ihres Mannes besudelt
sind, daß auch die Rasendsten vor ihr zurückweichen? Sie wäscht sich in einem Graben das
Blut vom Gesicht, schleicht eilends zum Schmiedeschen Anwesen zurück. Nicht weit vom
Gartentor liegt immer noch ihr Mann, ein johlender Haufen tanzt um ihn herum, vom
brennenden Hause fallen schaurige Schatten auf ihn, durch diese Schatten sieht sein
zerrissenes Gesicht aus, als lächelte er leise vor sich hin. "Du verfluchter Hitler lachst noch?"
ruft ein Soldat höhnisch auf ihn herab, läuft zu einer Abfalltonne, kommt mit zwei gefüllten
Händen zurück. Ein halbes Dutzend reißt ihm den Abfall aus den Händen, alle zielen sie nun
damit nach seinem Kopfe, einem Jungschützen aber ist auch das noch nicht genug, mit
hysterischem Schreien stopft er ihm den Schmutz in den offenen Mund...
Ehefrau Frieda Ristau, 31 Jahre, zugehörig zur Mordgruppe Eichdorf-Netzheim; Mutter von 3 Kindern, die
durch Zufall dem Mord entgingen. Sprengschuß des Schädels, Gewehrschuß von Hinterhauptsgegend aus. Sekt.Nr. - Br. 88 (OKW./H.S.In.)
Dieser Tanz um die Guillotine dringt trotz des Feuerlärms bis in den Keller, in dem Frau
Schmiede immer noch mit ihren Kindern kauert. Es wird allmählich so heiß in dem Raum,
daß ihr die Kleider tropfend an den Gliedern kleben, die steinernen Wände werden langsam so
glühend, daß man sie mit den Händen kaum mehr berühren kann. Die Kinder schreien
ununterbrochen, immer wieder legt sie ihnen Essigtücher auf die Münder, aber immer noch
muß sie alles auf dem Bauche kriechend machen, sonst peitschen sofort wieder Kugeln durch
die Fenster. Draußen wird es allmählich Nacht, das schauerliche Geheul ums Haus wirkt jetzt
auf die Kinder, daß sich fast alle in Schreikrämpfen winden. Kurz vor Mitternacht geht ein
scharfes Prasseln über ihnen nieder, die eisernen Träger biegen sich fast durch, aber sie halten
28
schließlich doch aus, wohl ist das Haus über ihnen zusammengestürzt, aber es hat sie nicht
alle miteinander begraben.
Mit dem Zusammensturz des Hauses verläuft sich die Menge, aber erst gegen Morgen wagt
die Frau hinauszuschleichen. Sie will von Bekannten etwas für die Kunder zu essen holen,
aber schon nach kurzem Weg fällt auch sie einer Streife in die Hände. Man schleppt sie sofort
weiter zur Polizeistation, aber es sind nur mehr junge Zivilisten auf der Wache, ein
Sechzehnjähriger unterschreibt die Todesurteile. Man stößt sie in einen der vielen Räume, in
denen schon Hunderte von Deutschen zusammengepfercht sind, sie fällt einer Bekannten
bewußtlos in die Arme, wird aber im nächsten Augenblick durch furchtbares Geschrei wieder
erweckt. Ein polnischer Soldat hat zur Tür hereingebrüllt, daß man sie jetzt alle mit Gas
umbringen werde. Durch ein Fenster schiebt sich tatsächlich ein Rohr, von draußen kommt
ein seltsam blasendes Geräusch, schon glauben alle, den Mandelgeruch des Gelbkreuzgases
zu verspüren. Ein sinnloser Tumult bricht aus, viele fallen betend auf die Knie, ein Pfarrer
spricht klingend das Vaterunser - aber es sinkt keiner um von diesem Gas, man hat gar kein
Gas in diesem Wachtgebäude, man hat sich nur an ihren Qualen weiden, nur seinen Spaß mit
ihnen haben wollen...
Erdgeschoß und aufgedeckte Keller in dem durch Brandstiftung völlig zerstörten Wohnhaus Schmiede. In den
Kellern mußten 16 Personen 8 Stunden lang die Hitze aushalten, weil durch die Fenster geschossen wurde. Erst
später konnten die Volksdeutschen in einen anderen Kellerrraum kriechen, dessen Decke betoniert war.
Der Tod in Polen Die volksdeutsche Passion.
Kapitel 3: Ein Bromberger Schicksal - die Familie Radler
Um die gleicher Zeit brachen sie bei der Familie Radler ein, deren Anwesen am unteren Ende
der Wladyslawa Belzy liegt. Hier waren es zuerst nur fünf Soldaten, die vorgaben, nach einem
Maschinengewehr zu suchen. Sie hielten ihnen die Bajonette vor die Brust, trieben sie von
Zimmer zu Zimmer, brachten im ganzen Hause das Unterste zuoberst. "Wer ist hier der
Fritz?" schreit schließlich einer.
Fritz, ein neunzehnjähriger Abiturient, tritt mit stiller Ruhe vor. "Wo soll ich mich hinstellen",
fragt er stolz, "ich werde ja doch erschossen." Oh, mein Junge, denkt die Mutter, ich habe
immer viel von dir gehalten, aber daß du solch wunderbarer Mensch bist, das habe ich trotz
allem nicht geahnt.
"Woher weißt du?" lacht der Führer des Trupps. "Dort an den Gartenzaun..."
Fritz will seinen Eltern noch die Hand geben, aber sie treiben alle mit den Bajonetten zurück.
Da geht er mit einer verächtlichen Kopfbewegung hinaus, stellt sich auf der Straße steil an
den Gartenzaun. Einen Augenblick später fällt der Schuß schon, als aber der Vater nun trotz
der Bajonette hinausläuft, sich neben seinen sterbenden Sohn zu Boden wirft, stürzt sich ein
polnischer Offizier auf ihn, schlägt ihn tobend mit der Reitpeitsche über den Kopf.
"Ins Haus mit dir zurück, du Hitlerbandit, sonst erschieße ich dich auch!" schreit er immer
wieder, jagt ihn damit ins Haus zurück.
…
singen wir, als Chorus cum animo – St. Matthäus
in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
New version of Hallelujah Chorus
http://www.youtube.com/watch?v=bzcAfIWQPQc&feature=related
Subject: Gleiwitz
29
Den Überfall auf den Gleiwitzer Sender hat nicht
stattgefunden.
Es war nicht notwendig, Gründe gab es genug
http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/gleiwitz-der-erfundene-uberfall-t296774/
Kommando-unternehmen » Gleiwitzder erfundene Überfall
The Real Blaze
Der Überfall auf den Gleiwitzer Sender
Quelle: Dr. Georg Jaeckel, Der Überfall auf den Gleiwitzer Sender
Wenn die Schuld am deutsch-polnischen Krieg berührt wird, wird als Begründung der
deutschen Alleinschuld angeführt, daß ihn Hitler “angezettelt” habe, indem er einen
polnischen Überfall auf den Gleiwitzer Sender fingieren ließ, um als Reaktion darauf Polen
überfallen zu können.
Eine Untersuchung dieses Vorfalls durch Gleiwitzer Zeitzeugen zeigt jedoch auf, daß:
1. ein Überfall von deutscher Seite nicht stattfand,
2. daß, falls von deutscher Seite aus einmal ein Überfall geplant gewesen sein sollte, er
durch die militärische Entwicklung in Polen längst überholt war, weil Polen selbst durch
eine von ihm betriebene und behandelte Provokationsstrategie eine deutsche militärische
Reaktion laufend herausforderte.
Sender Gleiwitz
Geschichte des Gleiwitzer Senders bis zum Kriegsausbruch
Auf einem der höchsten Punkte der Stadt Gleiwitz an der Raudener Straße errichtete die
Stadtverwaltung im Jahre 1925 gemeinsam mit der Schlesischen Funkstunde AG in
Breslau die oberschlesische Rundfunksendestation. Sie bestand aus einem Verwaltungsund Sendegebäude und zwei 75 Meter hohen Antennenmasten. Im Jahre 1936 entstand
im Nordosten (Tarnowitzer Landstraße) der neue Sender mit seinem rund 100 Meter
hohen Holzturm. Die Sender standen rund 7 km von der Grenze entfernt. Der alte Sender
war außer Betrieb, der neue war Nebensender des Reichssenders Breslau und strahlte
dessen Programm aus, zeitweise auch regionale Wetter- und Landwirtschaftsnachrichten.
Die meisten Hörer hörten das Breslauer Programm. Nur wenige Personen aus Gleiwitz
und Umgebung bekundeten später, im Radio plötzlich polnische Stimmen gehört zu
haben, die meisten erfuhren erst in den späteren Tagesnachrichten von dem
angeblichen Überfall. [1]
SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks erzählt in der Gefangenschaft sein Gleiwitz
Märchen -Foto
Im Nürnberger Prozeß und in Massenmedien berichtete später der SSSturmbannführer Naujocks von einem Plan, wonach er von SD-Chef Heydrich
ausersehen worden sei, mit fünf oder sechs ausgesuchten polnisch sprechenden Männern
einen Überfall auf den Gleiwitzer Sender vorzutäuschen, weil man einen Kriegsgrund
gegen Polen brauche. Doch sind die Widersprüche zwischen den einzelnen Berichten von
30
Naujocks so zahlreich und schwerwiegend, daß diese nicht als wahrheitsgetreue,
zuverlässige Unterlagen gelten können.
Das Naujocks Gleiwitz Märchen wurde auch in einem antifaschistischen DDR
Defa Film verwurstet - Foto
Als Falschmeldung erweist sich auch, daß in den Berichten mehrfach von Schießereien
gesprochen wird, die während des Überfalls geschehen sein sollen. Wegen der
zunehmenden Kriegsgefahr baute im Sommer 1939 die Reichswehr die Grenzwacht auf,
eine aus Freiwilligen bestehende paramilitärische Organisation, in der das Offizierskorps
von Reserveoffizieren gestellt wurde. Im Raum Gleiwitz wurde mit ihrem Aufbau der
Volksschullehrer Otto Radek beauftragt, Oberleutnant d.R., später Hauptmann d.R. des
Weltkriegs 1914/18, und als verantwortlicher Kommandeur eingesetzt. Seit dem 24.
August 1939 war die Grenzwacht voll im Einsatz, mit scharfer Munition
ausgerüstet und mit dem Objektschutz beauftragt. Der Sender wurde von der 3.
Kompanie, Grenzwachtbataillon 1/68 bewacht.
Nach dem Bericht von Naujocks stürmte am 31. August 1939 um 20.30 Uhr angeblich
sein Kommando in polnischer Uniform schießend in das Gebäude des Senders und
überwältigte das Bedienerpersonal, wobei es im Senderaum zu einer “furchtbaren
Schießerei ” gekommen sein soll, bei der Naujocks mehrfach mit der Pistole gegen die
Decke geschossen habe. Dann hätten die Männer “lautlos, wie sie gekommen
waren”, das Gelände des Senders verlassen. Nur ist dies ein reiner
Phantasiebericht, weil das Haus durch eine Wachmannschaft geschützt war, die
es vor dem Betreten Unbefugter schützte.
Eine ungeklärte Frage ist, wie der Rundfunk dazu kam, ein immerhin wichtiges
Ereignis zu melden, das gar nicht stattgefunden hatte. Denn der Kommandeur
erfuhr von dem Vorfall zu Hause in den Radionachrichten. Darauf ließ er sich in seinem
Dienstwagen zum Sender fahren. Die Wachmannschaft bis auf einen Posten, der
seelenruhig auf und ab schritt, schlief und wußte von nichts. Als der Kommandeur der
Wache vorhielt: “Hier ist doch geschossen worden, da müssen doch die
Einschüsse feststellbar sein “, konnte er sich überzeugen, daß es im ganzen Hause
keine Einschußspur gab. Die Wachmannschaft berichtete allerdings, daß sie einige
SS-Männer in Zivil, die sich ordnungsgemäß ausgewiesen hätten, in den
Senderaum gelassen hätten, wo sie über ein Wettermikrophon Sprechübungen
in Deutsch und Polnisch veranstaltet hätten. Nach wenigen Minuten hätten sie sich
aber mit “Heil Hitler” wieder korrekt verabschiedet.
Der Kommandeur rief daher vom Sender aus beim Armee-Kommando in Breslau an, das
ihn beschied, daß alles in gewollter Ordnung sei. Doch wurde er zu absolutem
Schweigen verpflichtet.
Daß am neuen Sender Ruhe herrschte, wird durch einen Hitlerjungen und
unabhängig davon auch von Bewohnern in der Nachbarschaft bestätigt. Diese
waren von Breslauer, durch die Rundfunkmeldung “ganz aufgeregten ” Verwandten
angerufen worden und staunten nun wegen der in ihrer Nähe herrschenden Ruhe
darüber, daß dort ein Überfall mit Schießerei stattgefunden haben soll.
Eine offene Frage ist, wie es im Breslauer Sender zu der falschen Radiomeldung über die
Schießerei im Gleiwitzer Sender kam, die den Kommandanten zum Eingreifen im Sender
Gleiwitz veranlaßten. Otto Radek, der als Kriegsteilnehmer in sechsjährige jugoslawische
Kriegsgefangenschaft geriet, von wo er 1951 nach Marbach am Neckar kam, setzte sich
1962 mit seinem Gleiwitzer Landsmann Eberhard von Zalewski in Verbindung, um die
Angelegenheit zu klären. Leider mußte er wegen fortschreitender Krankheit seine
Untersuchungen abbrechen. Im Zuge der deutsch-polnischen Verständigung wäre es von
großem geschichtlichen Wert, bei den zuständigen polnischen Stellen nachzuforschen, ob
31
die damaligen Nachrichten des Reichssenders Breslau, die die falsche Meldung über die
Schießereien im Gleiwitzer Sender brachten und den Kommandanten Otto Radek zum
Eingreifen veranlaßten, amtlich gespeichert und vielleicht bis heute aufbewahrt wurden.
Dem Auftreten der Männer, mit denen die Wache zu tun hatte, lag zweifellos ein Auftrag
zugrunde. Sollte dieser aber dahin gegangen sein, für Hitler einen Kriegsgrund zu
schaffen, dann war dies politisch-militärisch wirklichkeitsfremd.
Auch Joachim Fest schrieb zu Gleiwitz in seinem Bestseller Hitler: »Ziemlich genau um
die gleiche Zeit (am Abend des 31. 8. um 21 Uhr, H.W.) drang der SS-Sturmbannführer
Alfred Naujocks im Verlauf eines vorgetäuschten polnischen Angriffs in den deutschen
Sender Gleiwitz ein, gab eine kurze Proklamation durch, feuerte eine Anzahl
Pistolenschüsse ab und ließ die Leichen einiger dafür ausgesuchter Sträflinge zurück.«
Dieser angeblich schon Anfang August vorbereitete Überfall wird auch als Beweis
dafür angesehen, daß Hitler den Zweiten Weltkrieg gewollt, provoziert und
verbrecherisch vorbereitet habe.
Die genannte Darstellung von Fest wie die aller anderen Historiker geht allein
auf eine eidesstattliche Erklärung Naujocks’ vom 20.November 1945 vor dem
US-Leutnant Martin zurück , die beim Nürnberger Prozeß mehrfach
herangezogen wurde.
Darin schildert Naujocks nach Angaben zur Person - er lief am 19. Oktober 1944 im
Westen zu den Alliierten über, nachdem er - was er allerdings verschweigt vorher strafversetzt, ab 1942/43 aus den Listen der SS gestrichen, zur
Wehrmacht überstellt war und dann Frontbewährung erhalten hatte -, daß er
»ungefähr am 10. August 1939« von Heydrich »persönlich« den Auftrag zu dem Überfall
bekommen und sich von da an in Gleiwitz aufgehalten habe. Am Mittag des 31.08. habe
er telefonisch von Heydrich das Schlüsselwort erhalten, daß der Uberfall um 20 Uhr
abends auszuführen sei. Zu seinen fünf bis sechs SD-Männern habe er einen polnisch
sprechenden Deutschen zur Verlesung einer polnischen Botschaft im Sender sowie einen
bewußtlosen, noch lebenden, im Gesicht blutverschmierten »Verbrecher« in Zivilkleidung
erhalten, den er nach dem wenige Minuten dauernden Überfall »am Eingang der Station«
habe liegen lassen.
Wenn Fest und andere von »mehreren Leichen« sprechen, zum Teil auch von solchen in
polnischer Uniform, so ist das bezeichnend, stimmt mit der “Quelle” nicht überein
und stellt schon eine Fälschung dar.
Entscheidend ist jedoch, daß offensichtlich die ganze Darstellung Naujocks in seiner
eidesstattlichen Erklärung falsch und erfunden ist, wie bereits mehrere Untersuchungen
nahegelegt haben. So ist auffällig und kaum verständlich,
1. daß Naujocks in seiner Erklärung von 1945 seinen SS-Dienstgrad und seine
Dienststellung nicht nennt, nicht einmal seine damalige Zugehörigkeit zum Amt VI des
SD;
2. daß Heydrich persönlich unter Ausschaltung des gesamten Dienstweges mit Naujocks
verkehrt haben und alles nur mündlich und telefonisch erfolgt sein soll, so daß keinerlei
Papier darüber existiert;
3. daß für Naujocks Auswahl durch Heydrich persönliche Gründe entscheidend gewesen
sein sollen, die Naujocks - auch später - nie angab;
4. daß keiner von Naujocks Vorgesetzten oder von den örtlichen SDStellen etwas von
dem Vorgang wußte;
5. daß Naujocks keinerlei nähere Ortsbeschreibung je lieferte;
32
6. daß Naujocks keinen seiner angeblichen Mittäter namentlich nannte;
7. daß Naujocks später zugab, daß seine Mittäter keine SD-Leute der Ämter II und VI
gewesen seien, sondern aus verschiedenen Abteilungen der Heydrich-Behörde stammen
sollten;
8. daß die damalige deutsche Propaganda den Fall “Gleiwitzer Sender” nicht
auswertete, Hitler und Goebbels in ihren Reden darauf keinen Bezug nahmen,
nicht einmal der Völkische Beobachter davon etwas erwähnte;
9. daß im deutschen Weißbuch zur Vorgeschichte des Krieges Nr. 1 der Gleiwitzer Fall nur
in einer Fußnote, im Weißbuch Nr.2 in nur vier Zeilen als einer von 44
Grenzzwischenfällen seitens der Polen erwähnt wird;
10. daß die polnische Presse diesen Fall damals nicht behandelte und die deutsche
Version nicht richtigstellte;
11. daß die niedere Charge Naujocks den Gestapo-Chef Heinrich Müller »anwies« - so
Naujocks - »den Mann (den »Verbrecher«, H.W.) in der Nähe der Radiostation an mich
abzuliefern«;
12. daß die Beschäftigten am Sender Gleiwitz vor und nach 1945 den »Überfall«
ganz anders schildern;
13. daß der zuständige Gleiwitzer Polizeipräsident Schade beim Nürnberger Prozeß nicht
gehört wurde, obwohl er von Russen und Amerikanern mehrfach verhört worden war;
er wurde dann bald in einem polnischen KZ erschlagen;
14. daß Naujocks zusätzliche Angabe der Erklärung von Müller, »er hätte ungefähr 12
oder 13 verurteilte Verbrecher, denen polnische Uniformen angezogen werden sollten
und deren Leichen auf dem Schauplatz der Vorfälle liegen gelassen werden sollten, um zu
zeigen, daß sie im Laufe der Anschläge getötet worden seien«, nie bestätigt werden
konnte, aber als weitere, Deutschland belastende Behauptung durch die Literatur ging
und geht;
15. daß keiner der in Nürnberg 1945 Angeklagten Kenntnis von dem Überfall
hatte;
16. daß Naujocks in einem späteren Spiegel-Interview (13.11.1963, S.71) angab, daß
der Text des vorzulesenden Aufrufes von seinen Leuten selbst verfaßt sei, er dafür keine
Anweisung erhalten habe, was bei solcher Planung im damaligen Deutschland
höchst unwahrscheinlich ist, zumal der Kriegsgrundwunsch von Hitler persönlich
stammen soll;
17. daß Tatzeugen die von Naujocks angeblich abgegebenen Schüsse nicht gehört
haben,
18. daß auch andere von Naujocks angegebene Mordkommandos nie zu beweisen
waren;
19. daß Naujocks für diesen Fall von den Alliierten nie belangt wurde, sondern 1945
in die Freiheit entlassen wurde;
20. daß auch bei Naujocks späterem Wiederauftauchen in der Bundesrepublik
Deutschland er nie zur Rechenschaft gezogen wurde.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß Naujocks 1945 mit anderen Gefangen im
33
US-Intemierungslager Langwasser saß: » Seinen damals dort gleichfalls internierten
Kameraden hat er nie eine Andeutung gemacht, daß er mit dem Überfall auf den
Gleiwitzer Sender etwas zu tun gehabt habe… Im Lager Langwasser hatte Herr
Naujocks eines Tages mit dem IMT-Pfarrer Pater Sixtus eine längere
Unterredung. Anschließend erklärte er seinen Kameraden, er werde aus dem
Lager herauskommen und nach Südamerika fliehen. Am nächsten Morgen war
er verschwunden.«
Als seine eidesstaatliche Erklärung vor dem Nürnberger IMT behandelt wurde, galt sein
Aufenthalt als »unbekannt«. Er wurde beim IMT nicht vernommen. Als er später unter
seinem richtigen Namen wieder in Deutschland auftauchte, wurde er nie verfolgt,
nicht bestraft, sondern lebte in überraschend guten Verhältnissen bis zu seinem
Tode. Er hat sich wohl - wie Höttl - durch seine Falschaussage mit Belastung
Deutschlands Vorteile verschafft.
Gleiwitz in der Weimarer Zeit
Seit 1991 liegt die Darstellung eines Tatzeugen vor, des Volksschullehrers Otto Radek,
der als Hauptmann d. R. für die im Sommer 1939 in Oberschlesien aufgebaute
Grenzwacht, eine aus Freiwilligen bestehende paramilitärische Organisation der
Deutschen im Raum Gleiwitz, Kommandeur war.
Den wohl endgültigen Beweis dafür, daß Naujocks den wesentlichen Inhalt der
eidesstattlichen Erklärung erfunden oder gegen Zusicherung von Leben und Freiheit frei
Erfundenes unterschrieben hat, liefert folgende, erst kürzlich durch Veröffentlichung
eines Buches bekannt gewordene Tatsache:
Ende der fünfziger Jahre lebte Naujocks in Hamburg als Besitzer mehrerer
Häuser und Kiesgruben ziemlich wohlhabend. Der als Verfasser mehrerer Bücher
hervorgetretene Hans Wemer Woltersdorf lernte ihn über einen seiner Mieter kennen und
hatte dann ein Gespräch mit ihm: »Im Jahre 1959 besuchte er (Naujocks, H.W.) mich.
Wir aßen zu viert gemeinsam zu Mittag. Es stellte sich bald heraus, daß er der Alfred
Naujocks war, der mit dem Gleiwitzer Sender zu tun hatte… Wir kamen auf die Sache mit
dem Sender Gleiwitz zu sprechen. Er wartete zurückhaltend, was ich davon zu erzählen
wußte. Ich kannte nur die Schulbuchgeschichte von dem fingierten Überfall auf den
Sender Gleiwitz. Er widersprach nicht. Ich sagte ihm, daß in den Nürnberger Prozessen
und unzähligen anderen Kriegsverbrecherprozessen Tausende von Menschen wegen viel
geringerer Vergehen hingerichtet oder lebenslänglich eingesperrt worden seien. Er aber
habe nach eigenem Eingeständnis eine Anzahl von KZ-Häftlingen ausgewählt
und in polnische Uniformen gesteckt, wohl wissend, daß keiner von ihnen
lebend davonkommen werde. Das sei heimtückisch vorbereiteter Mord. Trotzdem
habe man ihm kein Haar gekrümmt. Wie das zu erklären sei, wollte ich wissen.
“Sie sehen, daß ich noch lebe”, sagte er, “sogar gut lebe; und das ist für mich die
Hauptsache.”« Für Woltersdorf und einen weiteren, jetzt noch lebenden Teilnehmer an
diesem Gespräch, die der Verfasser (H.W.) beide deswegen besuchte und sprach, war
damals eindeutig klar, daß Naujocks mit dieser erpreßten Unterschrift 1945 seine
Freiheit erlangt und vielleicht das Leben gerettet hatte und daß nichts von
seiner Schilderung in der eidesstattlichen Erklärung der Wahrheit entsprach.
Das Interesse der Sieger an einem solchen Geständnis in der damaligen Zeit ist gut zu
verstehen. Die Alliierten brauchten im Herbst 1945 solch eine Aussage, um belegen zu
können, daß Hitler angeblich schon um den 10. August, also Wochen vor Kriegsbeginn
und vor dem Deutsch-Sowjetisehen Pakt vom 23. 8. 1939, zum Kriege drängte und
»polnische Provokationen« als Kriegsgrund suchte, daß also alle dokumentierten
Friedensbemühungen der Reichsregierung nur Vorwand gewesen seien.
34
Die übliche Darstellung, wonach Deutsche mit Schießereien und mindestens
einem Toten den Sender Gleiwitz 1939 überfallen haben, darf damit wohl als
eine weitere Geschichtsfälschung zu Lasten Deutschlands gelten. Ein solcher
Überfall hat offensichtlich gar nicht stattgefunden. Warum der deutsche Sender Breslau
eine diesbezügliche Meldung abgab, ist noch ungeklärt.
Die Sache scheint sich also so abgespielt zu haben, daß einige SS-Männer unter Vorlage
ihres Dienstausweises Eintritt in den Sender bekommen haben und dort am Mikrofon eine
Botschaft in polnischer Sprache abgesetzt haben.
Die ganze Gangstergeschichte mit den mitgebrachten Leichen von KZ-Häftlingen
(”Konserven”) in polnischen Uniformen, die man angeblich am Tatort
zurückgelassen habe, ist offensichtlich frei erfunden.
Zu Naujocks ist zu sagen, daß dieser aufgrund von Aktionen wie der geplanten, aber
gescheiterten Entführung des Rundfunkingenieurs Rudolf Formis, der in der Nähe von
Prag einen schwarzen Rundfunksender für Otto Strasser betrieb und der bei der Aktion
infolge eines Gerangels, bei dem er versuchte, eine Pistole zu ziehen, von Naujocks
erschossen wurde - Heydrich “tobte über die Gangsterfilm-nahe Plumpheit, mit der
Sicherheitsdienstler vom Schlage des Naujocks Geheimdienst spielten” (Heinz
Höhne, Der Orden unter dem Totenkopf, Bindlach 1989, S. 211/212), sowie dem sog.
Venlo-Zwischenfall vom 09.11.1939, wohl damit rechnen hätte müssen, im günstigsten
Falle lange Jahre hinter Gitter zu verbringen, wahrscheinlich aber die
Todesstrafe zu erwarten gehabt hätte und sich durch seine eidesstattliche
Erklärung zu Lasten Deutschlands die Freiheit erkaufte.
Themen:
Brandenburger an der Ostfront
"Operation Greif "1944
Küstenjäger-Abteilung "Brandenburg"
Unternehmen Eiche - die Befreiung Mussolinis
Attentat Reinhard Heydrich. Todesursache?
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singen wir, als Chorus cum animo – St. Matthäus
in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
Hallelujah Chorus
http://www.youtube.com/watch?v=AorpiQA99Nw&feature=related
From: "Susanne Peters-Schildgen" <[email protected]>
Sent: August 26, 2010
Pressemitteilung des Oberschlesischen Landesmuseums
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit einem attraktivem Ausstellungsprogramm startet
das Oberschlesische Landesmuseum in den Herbst 2010.
Am 12. September werden gleich zwei Ausstellungen eröffnet. Die eine widmet
sich der Kunst des Scherenschnittes, die andere richtet ihren Blick auf
Troppau / Opava, die "weiße Perle Schlesiens".
Außerdem wird wegen der
großen Nachfrage unsere Sonderausstellung "Herrenlos!" zur schlesischen
Klostergeschichte bis zum 17. Oktober verlängert. So gibt es für die
35
Besucher noch reichlich Gelegenheit, die kostbaren Exponate dieser
Sonderschau in Ratingen zu bestaunen.
Wir möchten Sie bitten, Ihren Leserkreis über unsere neuen Vorhaben zu
informieren. Herzlich laden wir Sie sowie Ihr Team zur Ausstellungseröffnung
am 12. September um 15 Uhr im Oberschlesischen Landesmuseum ein.
Mit bestem Dank für Ihr Interesse und mit freundlichen Grüßen
Susanne Peters-Schildgen
---------Dr. Susanne Peters-Schildgen Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstr. 62 40883 Ratingen Tel.: 02102/965-233 - Fax: 965-400
e-mail: [email protected] home: www.oslm.de home: www.oslm.de
UMFANG DER DEUTSCHEN OSTGEBIETE
Im einzelnen umfassten die Ostgebiete die ehemaligen preußischen Provinzen:
• Ostpreußen: 36.966 km²
• Schlesien (ohne einen kleinen, heute zu Sachsen gehörenden Teil Niederschlesiens um
Görlitz): 34.529 km²
• Pommern (Hinterpommerns und ein kleiner Teil Vorpommerns): 31.301 km²
• Ost-Brandenburg: 11.329 km²
sowie des Landes Sachsen (nur das Gebiet östlich von Zittau): 142 km² Gesamtumfang:
114.267 km² (die Differenz zu 114.296 km² ist rundungsbedingt), d.h. ca. ein Viertel
Deutschlands in den Grenzen von 1937.
Nach Darstellung mancher Staatsrechtler werden auch das überwiegend deutsch besiedelte
Sudetenland und das Memelgebiet den Ostgebieten zugerechnet, die bis ca. 1918 bzw. 1919
Teil des Deutschen Reichs (Memelgebiet) bzw. von Österreich-Ungarn bzw.
Deutschösterreich waren, und erst 1938 erstmals (Sudetenland) bzw. 1939 wieder
(Memelgebiet) zum Deutschen Reich kamen. Dasselbe gilt für die vor der Vertreibung zu 97
Prozent deutschsprachige Freie Stadt Danzig. Für das Memelgebiet und für Danzig ist dieses
– geschichtlich gesehen – als berechtigt anzusehen, da diese Gebiet bis 1918/19 zum
Gebietsstand des Deutschen Reiches gehörten. Die Zugehörigkeit des Sudetenlandes zu den
Ostgebieten ist mit Vorsicht zu betrachten, da es bis 1918/19 staats- und völkerrechtlich zu
Österreich-Ungarn gehört hatte.
QUELLE:WIKIPEDIA
Der deutsch-polnische Grenzvertrag von 1990
ist ein Gewaltverzichtsvertrag, kein
Grenzanerkennungsvertrag
Es geht nicht um Spitzfindigkeiten, sondern um Rechtspositionen.
Mit dem Warschauer Vertrag von 1970, spätestens aber mit dem deutsch-polnischen
Grenzvertrag von 1990 schien revanchistischen deutschen Gebietsansprüchen auf Teile
Polens ein endgültiger völkerrechtlicher Riegel vorgeschoben worden zu sein. Prof. Dr.
Christoph Koch, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik
36
Deutschland, sieht das anders. Für ihn steht eine endgültige Regelung noch aus.
Interview mit Christoph Koch
11.04.2005, KÖLN
Über die polnische Westgrenze sprach german-foreign-policy.com mit Prof. Dr. Christoph
Koch. Koch ist Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik
Deutschland, die vor wenigen Tagen einen Appell an den Deutschen Bundestag veröffentlicht
hat.
german-foreign-policy.com: Herr Professor Koch, die "Deutsch-Polnische Gesellschaft der
Bundesrepublik Deutschland" richtet zum 8. Mai 2005 einen Appell an den Deutschen
Bundestag. Worum geht es?
Prof. Christoph Koch: Es geht darum, dass die Bundesrepublik endlich die polnische
Westgrenze anerkennen soll. Das wird Sie ein wenig verwundern, da jedermann denkt, die
Grenze sei im Jahr 1990 anerkannt worden. Tatsächlich ist dies nicht der Fall.
german-foreign-policy.com: Sondern?
Koch: Der deutsch-polnische Grenzvertrag von 1990 hat den gleichen Charakter wie der
Warschauer Vertrag von 1970. Beide sind Gewaltverzichtsverträge, nicht
Grenzanerkennungsverträge. Das ist in der Bundestagsdebatte über den Warschauer Vertrag
von 1970 von den Vertretern der FDP klipp und klargestellt worden, vom damaligen
Außenminister und vom FDP-Fraktionsvorsitzenden, und später auch vom eigentlichen
Mentor dieses Vertrages, von Egon Bahr. Wenn Sie in den Wortlaut des deutsch-polnischen
Grenzvertrags von 1990 hineinsehen, dann erkennen Sie schon in Artikel 1, dass es sich nicht
um einen Grenzanerkennungsvertrag handelt, sondern um einen Vertrag zur Bestätigung der
Grenze, die zwischen der neuen Bundesrepublik und Polen verläuft. Das heißt, der Vertrag
bestätigt die faktische Existenz der Grenze...
german-foreign-policy.com: ... die sich ja auch schlecht leugnen lässt...
Koch: ... allerdings, das kann jeder Spaziergänger überprüfen. Wenn Sie den Vertragstext
weiterlesen, dann finden Sie in Artikel 2 - das ist der Kern des Vertrages -, dass diese Grenze
jetzt und künftig unverletzlich ist. "Unverletzlich" ist ein völkerrechtlicher Terminus, der
signalisiert: Hier handelt es sich um einen Gewaltverzichtsvertrag. In einem
Grenzanerkennungsvertrag müsste das Wort "unantastbar" stehen. "Unantastbarkeit" ist der
Terminus für die Anerkennung, "Unverletzlichkeit" ist der Terminus nur für den
Gewaltverzicht.
german-foreign-policy.com: Im 2+4-Vertrag steht aber, die Grenzen des vereinten
Deutschland sollten "endgültigen Charakter" haben...
Koch: Der 2+4-Vertrag heißt in Wirklichkeit, und das ist wichtig, "Vertrag über die
abschließende Regelung mit Bezug auf Deutschland". Er enthält tatsächlich die Forderung an
das vereinte Deutschland, eine abschließende Regelung mit Polen zu treffen. Das heißt, dass
die Grenzfrage und die Frage der Gebietsforderungen und der sonstigen Rechtsansprüche
zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen abschließend zu regeln sind - in dem
37
Sinne, dass das Territorium des vereinten Deutschland das Territorium der Bundesrepublik
und der DDR und nichts weiter ist. Diesen Forderungen hat sich die Bundesrepublik
entzogen.
german-foreign-policy.com: Wie das?
Koch: Dazu muss man etwas wissen, was früher als Selbstverständnis der Bundesrepublik
jedermann lauthals angedient wurde, heute der Öffentlichkeit aber vorenthalten wird. Die
Bundesrepublik betrachtet sich als Nachfolger des Deutschen Reiches von 1871. Nach
Auffassung der Bundesrepublik hat dieses Deutsche Reich den 8. Mai 1945 überlebt. Wie es
das getan haben soll, darüber gibt es eine ganze Bibliothek von juristischen Ausführungen.
Mit dem angeblich überdauert habenden Deutschen Reich gibt sich die Bundesrepublik in
staatlicher Hinsicht als identisch aus, in territorialer und personeller Hinsicht allerdings nur
als teilidentisch, weil ja Teile des Territoriums und der Personen, die zum Deutschen Reich
gehörten, außerhalb des Territoriums der Bundesrepublik angesiedelt sind. Aus der aktuellen
Handlungsunfähigkeit des "Reiches" aber wird gefolgert, dass es allen Organen der
Bundesrepublik verboten ist, irgendeine Handlung vorzunehmen, die dem angeblich
fortbestehenden Deutschen Reich vorgreift, falls dasselbe denn eines Tages seine
Handlungsfähigkeit wieder erlangen sollte. Das ist der Revisionsvorbehalt, der über allen
außenpolitischen Handlungen der Bundesrepublik liegt. Er ist vom Bundesverfassungsgericht
in verschiedenen Urteilen festgezurrt worden, das wichtigste von ihnen ist das Urteil vom 31.
Juli 1973 über die Verfassungskonformität des Grundlagenvertrags zwischen der
Bundesrepublik und der DDR.
german-foreign-policy.com: Und das alles wirkt sich auch auf den "Vertrag über die
abschließende Regelung" aus?
Koch: Ja. Der "Vertrag über die abschließende Regelung" erlaubte die Vereinigung von
Bundesrepublik und DDR und ging davon aus, dass daraus etwas entsteht, was von den
beiden sich vereinigenden Staaten unterschieden ist: Das "vereinte Deutschland" , von dem im
Vertragstext die Rede ist. Die Bundesrepublik aber hat die Vereinigung nicht in der Form
eines Zusammenschlusses vorgenommen, sondern als Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.
Unmittelbar danach sind deutsche Staatsrechtler im Reichstag zusammengetreten und haben
der vergrößerten Bundesrepublik bestätigt, dass sie mit der alten Bundesrepublik identisch ist.
Das bedeutet zugleich die Identität mit dem Deutschen Reich, das den 8. Mai 1945 überdauert
haben soll. Es war ein Schlag ins Gesicht der Alliierten, und die haben das damals auch
verstanden. Der französische Außenminister etwa hat sich sehr deutlich dazu geäußert.
german-foreign-policy.com: Eingeschritten sind die Alliierten aber nicht?
Koch: Nein, letztlich haben sie damals einfach die Achseln gezuckt. Der springende Punkt
dabei war Polen. Polen hat sich damals so beweglich gezeigt, dass man gesagt hat: Wenn die
Polen selber nicht wollen, dann können wir auch nicht weiterhelfen. Es ging um die erwähnte
Vorgabe des "Vertrags über die abschließende Regelung" , eine ebenso abschließende
Regelung mit Polen zu treffen. Das Ergebnis dieser Vorgabe war der deutsch-polnische
Grenzvertrag. Die Polen hatten die unwiederbringliche historische Chance, ihr Land von
einem Alpdruck zu befreien, weil sie in diesem Moment die Siegermächte der Anti-HitlerKoalition auf ihrer Seite hatten. Aber sie waren in diesem Moment vom russischen Ufer schon
abgestoßen und noch an kein neues Ufer gekommen. Das hat die deutsche Seite kaltblütig
ausgenutzt.
Artikel 1 und 2 des Grenzvertrags habe ich vorhin erwähnt. Die Bundesrepublik hebt oft
38
Artikel 3 des Vertrages hervor, in dem steht: Die Bundesrepublik erhebt keine
Gebietsansprüche gegenüber Polen und wird auch in Zukunft solche nicht erheben. Das klingt
wunderbar - wenn man nicht weiß, dass damit nur die Bundesrepublik gemeint ist und nicht
das angeblich fortbestehende Deutsche Reich, sollte es einmal wieder seine Handlungsfreiheit
erlangen. Das alles ist zwar eine abstrakte Rechtsposition, die jedoch reale Tretminen in die
politische Landschaft legt.
Quelle: www.german-foreign-policy.com
Der offiziell verkündete Verzicht auf Ostdeutschland durch den „2+4-Vertrag“ kommentierte
die Tageszeitung „Israel-Nachrichten“ in Tel Aviv, ein Sprachrohr der deutschen
Überlebenden der nationalsozialistischen Judenverfolgung, am 21. September 1992
unübertreffbar wie folgt: „Die Japaner sind eisern. Sie unterscheiden sich von den Deutschen.
Die Deutschen haben sich mit dem Verlust ihrer Provinzen Schlesien, Pommern und
Ostpreußen abgefunden. Das sind 100.000 Quadratkilometer deutsches Land. Ein Viertel von
Deutschland. Trotzdem geben die Deutschen Dutzende Milliarden D-Mark an Rußland und
Polen... Die Japaner wollen sich mit dem Verlust von 5000 Quadratkilometern Inselland nicht
abfinden. `Erst gebt uns die Inseln zurück, dann könnt ihr Geld haben von uns!´ erklären sie
in Richtung Moskau. (...) So dumm wie die Deutschen sind die Japaner nicht ... Die Japaner
bleiben dabei: Keine Inseln – kein Kredit. Könnte man nicht von diesen Japanern einiges
lernen? Auch wenn man einen Krieg verliert, muß man nicht unbedingt zu allem Ja und Amen
sagen.“ Diesen Feststellungen der israelischen Tageszeitung in Tel Aviv ist nichts, absolut
nichts mehr hinzuzufügen!
Etwas über 14 Millionen Deutsche und deutschstämmige Angehörige verschiedener Staaten
waren zwischen 1944/45 und 1950 von Flucht und Vertreibung betroffen.Es löste die größte
Vertreibung in der Weltgeschichte aus.Mehrere Hunderttausend wurden in Lagern inhaftiert
oder mussten – teilweise jahrelang – Zwangsarbeit leisten. Die Anzahl der Vertriebenen,
deren Schicksal nicht geklärt werden konnte, der Todesopfer, betrug nach den beiden großen,
im Auftrag des Deutschen Bundestages durchgeführten Untersuchungen von 1958 und 1965
rund 2,1 Millionen. Mehrere Millionen Frauen aller Altersgruppen wurden
vergewaltigt.250.000 Frauen und Kinder sind während der Vergewaltigung oder an den
Folgen gestorben.
Nahezu 800 Kriegs- und Handelsschiffe zog die deutsche Kriegsmarine Ende Januar 1945 in
der Ostsee zusammen, nachdem durch die sowjetische Winteroffensive 1945 Ostpreußen
eingeschlossen und der Landweg nach Westen versperrt war. In einer einzigartigen
Rettungsaktion konnten bis Mai 1945 etwa 1,5 Millionen Zivilisten und rund 500.000
Wehrmachtssoldaten aus Ostpreußen, Pommern und Kurland nach Dänemark und SchleswigHolstein evakuiert werden. Fast 9.300 Flüchtlinge starben am 30. Januar 1945 hingegen bei
der Torpedierung des Lazarettschiffs "Wilhelm Gustloff" durch ein sowjetisches UBoot.Rund 1,6 Millionen Schlesier waren zunächst ins Sudetenland geflohen.Viele der
Daheimgebliebenen waren der Rache vor allem von Tschechen und Polen
ausgesetzt.Tausende wurden ermordet.Die Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen
Ostgebieten des Deutschen Reichs hielten bis lange nach Kriegsende an.Hunderttausende
starben zwischen 1944 und 1947 an ihren Folgen.Die Vertreibung wurde begleitet von
unzähligen Verbrechen.
QUELLE: INTERNET
RTHC -100 Jahre Rudern –in Köln
Volkstümliches Singen zum Sommerfest am 4.September 2010, um 17.00 Uhr
39
RTHC-Bootshaus - Köln-Stammheim
Kleiner Männerchor Bayer
Leitung: Harald Jüngst / Moderation: K. Higer
Wir singen:
Weinland – Chianti-Lied – Capri-Fischer – Der Hahn von Onkel Giacometo –
Diplomatenjagd – Kriminaltango
– pause –
What shall we do with a drunken sailor – Das ist die Liebe der Matrosen – Wo es Mädel gibt,
Kameraden – Matrosenchor aus „Der fliegenden Holländer“ - Am Rhein, beim Wein – Kölle
am Rhing – Dat Wasser vun Kölle - Heidewitzka
http://www.heute.de/ - Thilo Sarrazin in ZDF
27.08.2010 Von Bruno PreisendörferKommentare: 200
SARRAZINS BUCH
"Intelligenz ist zu 50 bis 80 Prozent angeboren"
Bild vergrößern
Thilo Sarrazin teilt aus und muss einstecken. - FOTO: DPA
Deutschland schafft sich ab, behauptet Thilo Sarrazin in seinem neuen
Buch. Eine Rezension.
Von links bis rechts verhasst und verehrt, deckt Thilo Sarrazin, der zur Bundesbank
entlaufene Berliner Ex-Senator, das ganze Spektrum des politischen Erregungspotenzials ab.
Sarrazin macht immer Quote, egal ob in der Rolle des fremdenfeindlichen Bösewichts oder
als Retter Deutschlands vor muselmanischer Überfremdung.
„Deutschland schafft sich ab“ heißt das Buch, in dem er seine bisher in Interviews
verstreuten Positionen im Zusammenhang darstellt. Dieses Buch enthält nichts, was sein
Autor nicht schon zur Empörung der einen und zur offenen oder klammheimlichen Freude
der anderen gesagt hätte. Dennoch hatte schon die bloße Ankündigung dieses Buches bei
einer als „Vereinigte Migrantenpartei“ sich formierenden Gruppe die Drohung ausgelöst,
man werde das Buch genau „evaluieren“ und gegebenenfalls Strafanzeige wegen
Volksverhetzung stellen.
Dieser im Stil eines Wächterrats vorgebrachten geistigen Kontrollanmaßung entsprach nach
den Vorabdrucken in „Spiegel“ und „Bild“ die skurrile Belobigung aus der NPD-Ecke,
Sarrazin habe „durch das Dickicht der politischen Korrektheit mit dem Schwert der
Wahrheit eine Schneise geschlagen“.
In den gepflegteren Milieus reagiert man auf dieses Buch, wie man schon auf die Interviews
reagiert hatte: Irgendwie hat er ja recht, wenn er nur nicht so provozierend formulieren
würde. In diese Richtung wirbt der Verlag, wenn er Helmut Schmidt mit der Bemerkung
40
zitiert: „Wenn er sich ein bisschen tischfeiner ausgedrückt hätte, hätte ich ihm in weiten
Teilen zustimmen können.“
next
Diese teetassenhafte Besorgnis um Sarrazins Tischfeinheit zeigt, dass der Mann schmutzige
Gedanken in den Mund nimmt, die viele Leute mit sauberen Händen im Kopf haben, wenn
es um die in- und ausländischen Unterschichten geht. Selbstverständlich hat Sarrazin nichts
gegen den türkischen Arzt oder den arabischen Diplomaten. Wie ja einst auch der gehobene
Antisemit stets ein paar bessere Juden zu seinen Freunden zählte, um die
Unterschichtsjidden im Stetl umso inbrünstiger verachten zu können. Sarrazin und seinen
heimlichen Anhängern in der Mittelschicht macht der deutsche und islamische Plebs so zu
schaffen, dass sie fürchten, Deutschland schaffe sich ab.
Sarrazins Argumentationsweg lässt sich mit fünf Schritten abkürzen:
Erstens: „Intelligenz ist zu 50 bis 80 Prozent angeboren.“ Zweitens: Die Hochbegabung
konzentriert sich in der Oberschicht, die Mittelschicht bringt gut Begabte hervor, in der
Unterschicht ist überdurchschnittliche Intelligenz selten, in der von staatlichen
Transferleistungen lebenden Unterschicht schon normale Intelligenz die Ausnahme.
Drittens: Die Fruchtbarkeit in der Ober- und Mittelschicht ist zu gering, diejenige in der
deutschen wie ausländischen Unterschicht zu groß. Je niedriger der Intelligenzquotient,
desto höher die Fertilitätsrate. Viertens: Dies führt zum Sinken der gesellschaftlichen
Gesamtintelligenz und zum Steigen der staatlichen Transferkosten. Fünftens: Zur Korrektur
dieser Entwicklung müssen die dummen Leute aus der Unterschicht am Kinderkriegen
gehindert und die klugen Leute aus der Mittel- und Oberschicht zum Kinderkriegen animiert
werden. Des Weiteren ist die Zuwanderung dummer Türken, Araber und Afrikaner zu
unterbinden und durch eine gesteuerte Migration gebildeter Menschen aus intelligenteren
Ländern zu ersetzen.
Was hier in fünf Punkten zusammengefasst ist, setzt Sarrazin in neun Kapiteln auseinander.
Das hat damit zu tun, dass Sarrazin bekennender Einhämmerer ist und ihm der Zweck der
Zustimmungsbeschaffung das Mittel der Redundanz heiligt. Der andere Grund dafür, dass
eine überschaubare Thesenführung ein undurchsichtiges Buch hervorbringt, hat mit der
kabarettistischen Selbstverliebtheit des Autors zu tun.
Wenn er sich als Geschichtsphilosoph, Anthropologe, Religionshistoriker und Genetiker
äußert klingt das so: „Es bleibt niemals etwas so, wie es ist, und kein gesellschaftlicher
Zustand ist konservierungsfähig.“ – „Das Knochengerüst und die Sinnesorgane des
Menschen sind phylogenetisch auf seine einstmalige Existenz als Jäger und Sammler
abgestellt. Deshalb brauchen viele ab Mitte 40 eine Brille, ab Mitte 50 neue Hüften und ab
Mitte 60 ein Hörgerät.“ – „Bei den Katholiken hat“, im Unterschied zu evangelischen
Pfarrersfamilien, „das Zölibat eine Vermehrung dieses Teils der intelligenten Bevölkerung
verhindert.“ – „Eine über Jahrhunderte betriebene Familien- und Heiratspolitik, die dem
41
intellektuellen Element überdurchschnittliche Fortpflanzungschancen gab, führte allmählich
zur Ausbildung der überdurchschnittlichen Intelligenz.“
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Sarrazins Vorschläge: Zehn Jahre kein Anspruch auf Sozialleistungen
Die zuletzt zitierte Bemerkung bezieht sich auf die europäischen Juden und ist eine der
Stellen, an denen das Komische zum kapitalen Ernst wird. Denn viele Akademiker mit
Familientradition sind auch bei ihrem eigenen Nachwuchs von der natur- und gengegebenen
Begabung überzeugt. Promoviert gezeugte Kinder gehen nicht auf die Hauptschule. Und das
hat dem genfetischistischen Mainstream zufolge viel mit dem biologischen und wenig mit
dem sozialen Erbe zu tun. Wie früher der liebe Gott den Menschen ihren Platz in der
Gesellschaft anwies, so tun das heute die guten Gene.
Von diesem Punkt aus, der je nach (genetischem?) Naturell von manchen Akademikern mit
Vorsicht, von anderen mit Nachdruck geltend gemacht wird, führt der Ideenweg
schnurstracks von der Sozial- zur Biopolitik. Diesen Weg geht Thilo Sarrazin ohne nach
rechts und links zu blicken mit der Bravour des Überzeugungstäters. Ihm ist egal, ob seine
Äußerungen den fleißig geschmähten Gutmenschen wie Hasspredigten in den Ohren
klingen.
Jedoch haben auch gute Menschen schlimme Gedanken, wenn ihre allgemeine Moral mit
der besonderen Sorgfalt für den eigenen Nachwuchs über Kreuz gerät. Frei nach Tucholskys
„Tapfer ist, wenn weit weg“ ließe sich für das luxurierende Multikultimilieu sagen: Tolerant
ist, wenn weit weg. Man kann sich einleben in einen Migrantenkiez, einschulen will man
seine Kinder dort nicht.
Sarrazin lügt mit seiner Beschreibung der Missstände und auch der Missbräuche in den
Unterschichts- und Migrantenfamilien keineswegs das Blaue vom Himmel, sondern spricht
Wahrheiten aus, die zum Himmel stinken. Sie lassen sich mit sozialromantischer Empörung
nicht wegprotestieren. Und dem Schönreden von Verhältnissen, die zu ändern man mehr als
verbale Solidarität nicht hat, ist die aggressive Bestandsaufnahme à la Sarrazin trotz ihrer
zwanghaften Züge vorzuziehen.
42
Das Problematische der sarrazininschen Ideen besteht nicht in den Einzeldiagnosen, sondern
in der biologistischen Logik, mit der er Bruchstücke der gesellschaftlichen Wirklichkeit zu
einer pseudonaturwissenschaftlichen Weltanschauung fügt. Aber gerade diese Dimension
bleibt in der sich selbst befriedigenden öffentlichen Empörung beschämend unbeachtet.
Vielleicht auch, weil der so übereifrig den Bösewicht spielende Sarrazin mit seinem
biologistischen Gesellschaftsbild, seinem Erbintelligenzlertum und seiner Gen-Rhetorik
vielen Menschen der akademischen Mitte mehr aus der Seele spricht, als ihr Mund zugeben
würde.
Und weil das kalte Interesse des Geldbeutels meistens über die Wärme des Herzens siegt,
fände sicher manche Akademikerfamilie an dem Vorschlag Geschmack, den Sarrazin am
Ende seines mit der Peitsche geschriebenen Buches als Zuckerbrot reicht: Das Kindergeld
für alle wird gestrichen und durch eine akademische Fortpflanzungsprämie ersetzt: Frauen
mit Hochschulabschluss bekommen für jedes Kind, das sie vor Abschluss des dreißigsten
Lebensjahres zur Welt bringen, die schöne Summe von 50 000 Euro. Sarrazin hat nichts
gegen Staatsknete, er will sie nur nicht politisch, sondern biologisch korrekt verteilen.
– Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen.
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2010. 461 S., 22,95 €.
30.8.2010:
ZDF:
ARD
www.heute.de www.tagesschau.de
http://www.heute.de/
- http://www.tagesschau.de/
Sarrazin stellt sein Buch vor
Auf dem Weg der Selbstabwicklung
Die SPD will seinen Parteiausschluss, die Bundesbank sieht durch seine Äußerungen ihr
Ansehen "durchaus beeinträchtigt" - aber Thilo Sarrazin bleibt trotz aller Kritik
unbeeindruckt. Bei der Vorstellung seines Buches gab er sich als Mahner, und Mitglied der
SPD will er auch bleiben. Jochen Zierhut berichtet. [mehr]
Sarrazin stellt sein Buch vor
Auf dem Weg der Selbstabwicklung
Die SPD will seinen Parteiausschluss, die Bundesbank sieht durch seine Äußerungen ihr
Ansehen "durchaus beeinträchtigt" - aber Thilo Sarrazin gibt sich unbeeindruckt. Bei
der Vorstellung seines Buches gibt er sich als Mahner, und Mitglied der SPD will er
auch bleiben.
Von Jochen Zierhut, WDR, ARD-Hauptstadtstudio
43
Drinnen drängen sich rund 300 Journalisten um Thilo Sarrazin, draußen Polizeischutz, rund
100 Demonstranten aus Gewerkschaften, SPD, Grünen, Linken fordern auf Transparenten
"Stopp den Rechtspopulismus". Andere sagen "geistiger Brandstifter". Vor allem diese These
ist es, die provoziert: Dass Deutschland verdumme - vor allem, weil sich muslimische
Unterschichten stärker vermehrten als intelligente Deutsche und dass die meisten Muslime
angeblich nicht integriert werden wollen. Eine Demonstrantin und ehemalige Lehrerin ist
empört: "Solche Äußerungen finde ich katastrophal, weil die Probleme einfach reduziert auf
Gene und die Religion. Man kann durch Erziehung und Bildung frühzeitig viel, viel
verändern. Und das ist in Deutschland und in Berlin lange, lange Zeit ausgeblieben."
Was ist dran an Sarrazins Thesen? Muslimische Migranten würden sich nicht integrieren,
kosteten mehr als sie Nutzen brächten und würden häufiger straffällig - tagesschau.de hat die
Behauptungen des SPD-Politikers inhaltlich überprüft. [mehr
Was ist dran an Sarrazins Thesen?
Muslimische Migranten würden sich nicht in die Gesellschaft integrieren, sie kosteten
mehr, als sie Nutzen brächten und sie würden häufiger straffällig - Thilo Sarrazin hat
mit seinen Thesen breite Empörung ausgelöst. tagesschau.de hat die Behauptungen des
SPD-Politikers inhaltlich überprüft.
Wie viele Migranten haben einen Job?
Obwohl es bei den Schul- und Universitätsabschlüssen keine großen Unterschiede gibt, haben
Menschen mit Migrationshintergrund einen deutlich schlechteren Zugang zum Arbeitsmarkt.
12,4 Prozent sind arbeitslos, bei den Zuwanderern aus der Türkei sind es 16,8 Prozent und bei
den Zuwanderern aus dem Iran, dem Irak und Afghanistan ist jeder vierte arbeitslos - trotz
hoher Bildung. Woran liegt das? Migrationsforscher Stefan Luft von der Universität Bremen
sieht gegenüber tagesschau.de zwei Gründe: Zum einen werden im Ausland erzielte Schulund Berufsabschlüsse in Deutschland nur begrenzt anerkannt, zum anderen haben bei gleicher
Qualifikation Zuwanderer mit arabisch oder türkisch klingenden Namen oft schlechtere
Chancen.
Wer lebt von Hartz IV?
[Bildunterschrift: Türkische Frauen haben einen
deutliche schlechteren Zugang zum Arbeitsmarkt. ]
4,3 Prozent der Bevölkerung leben überwiegend von Hartz IV. Bei Menschen mit
Migrationshintergrund ist der Anteil etwa doppelt so hoch. Die These, dass besonders viele
Zuwanderer aus der Türkei von Sozialleistungen leben, ist falsch. 8,3 Prozent beziehen Hartz
IV - das sind in etwa so viele wie bei anderen Zuwanderern. Überdurchschnittlich hoch ist in
dieser Bevölkerungsgruppe dagegen die Bereitschaft zum Unternehmertum.
44
Was leisten die Zuwanderer für die deutsche Wirtschaft?
Nach Angaben des Industrie und Handelskammertags (IHK) werden rund zehn Prozent aller
Unternehmen und Betriebe in Deutschland von Ausländern geführt. In Berlin beispielsweise
gibt es rund 30.000 ausländische Unternehmen, die größte Gruppe kommt aus der Türkei,
gefolgt von Polen, Vietnam und Bulgarien. Jeder vierte Existenzgründer hat einen
Migrationshintergrund - die meisten von ihnen stammen aus Polen oder der Türkei.
Über die Zahl der Unternehmer mit Migrationshintergrund gibt es keine Statistik. Die
türkisch-deutsche Unternehmervereinigung (TDU) schätzt, dass in Deutschland etwa 100.000
türkisch-stämmige Unternehmer leben. Sie schaffen ca. 300.000 Arbeitsplätze, so der
Vorsitzende der TDU, Hüsnü Özkanli gegenüber tagesschau.de. Die Branchen, in denen
türkisch-stämmige Unternehmer arbeiten, sind entgegen der landläufigen Meinung stark
gestreut. Neben der Gastronomie sind laut TDU viele Zuwanderer aus der Türkei als
Rechtsanwälte, Ärzte oder Steuerberater tätig. Sehr stark vertreten sind türkisch-stämmige
Unternehmer im Dienstleistungssektor. Von der Wirtschaftskrise waren sie weniger stark
betroffen, die Zahl ihrer Insolvenzen liegt unter dem Durchschnitt.
Brauchen wir die Zuwanderer?
Ja, sagen die Arbeitgeberverbände. Sie befürchten einen steigenden Arbeits- und
Fachkräftemangel und fordern deshalb einfachere Regelungen für die Zuwanderung.
Ausserdem müssten die Einkommensgrenzen abgesenkt werden. Derzeit muss ein
Zuwanderer aus einem Nicht-EU-Staat einen Arbeitsplatz und ein Mindestjahresgehalt von
64.000 Euro vorweisen. Und eine Arbeitserlaubnis gibt es nur, wenn der Arbeitgeber
nachweisen kann, dass sich kein EU-Bürger für die Stelle finden lässt.
Schon jetzt haben gut zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland Probleme, offene Stellen
zu besetzen. Auch der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Kannegiesser,
fordert die Bundesregierung deshalb zum Handeln auf. Die bürokratischen Hürden müssten
gesenkt werden, und Fachkräfte aus dem Ausland bräuchten ein attraktives Arbeitsumfeld.
"Da haben wir in den vergangenen Jahren viel versäumt", so Kannegiesser.
Wie steht es mit Bildungschancen für Migranten?
[Bildunterschrift: Die 16. Mittelschule in Leipzig
fördert Kinder mit Migrationshintergrund mit zusätzlichem Unterricht "Deutsch als
Fremdsprache" - noch ist das eine Ausnahme. ]
Bildung ist die Voraussetzung für die Teilhabe am Erwerbsleben. Die Bildungsabschlüsse von
Zuwanderern sind in Deutschland niedriger als die der deutsch-stämmigen Bevölkerung. So
verlassen 10,4 Prozent der Zuwandererkinder die Schule ohne einen Abschluss, bei den
türkisch-stämmigen Schülern ist es sogar jeder Fünfte. Migrationsforscher Luft macht die
zunehmende Zahl von Schulen mit extrem hohem Ausländeranteil dafür verantwortlich. "Dort
45
fehlt es an der Motivation und Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erlernen", so Luft. Und
Sprache sei die Voraussetzung für schulische Bildung.
Bei Abitur und Fachhochschulreife sieht das Bild anders aus. 21,2 Prozent der
Gesamtbevölkerung hat Abitur, bei den Menschen mit Migrationshintergrund sind es 20
Prozent. Ähnlich ist es mit den Universitätsabschlüssen: Auch hier ist der Unterschied
zwischen deutsch-stämmiger Bevölkerung und Zuwanderern gering.
Sind muslimische Zuwanderer besonders bildungsfern?
Nein, im Gegenteil: Schaut man auf Länder mit hohem Anteil muslimischer Bevölkerung, so
ergibt sich ein sehr differenziertes Bild. Bei der türkisch-stämmigen Bevölkerung ist der
Bildungsgrad niedrig. Nur 7,8 Prozent haben Abitur. Zuwanderer aus dem Irak, Iran und
Afghanistan haben eine überdurchschnittlich hohe Bildung. Jeder dritte hat Abitur. 15,2
Prozent haben einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Zum Vergleich: bei der
Gesamtbevölkerung sind es nur 11,3 Prozent. Die These, muslimische Zuwanderer seien
bildungsfern ist also falsch.
Migrationsforscher Luft sieht nicht den Islam, sondern die Zuwanderungsgeschichte als
Ursache für die Bildungsprobleme türkisch-stämmiger Zuwanderer. "Aus der Türkei wurden
gezielt ungelernte Arbeiter angeworben", so Luft. In Deutschland entscheide die soziale
Herkunft über die Bildungschancen. "Und das gilt eben besonders für sozial schwache
Zuwanderer".
Im Raum schwebt das Thema der sogenannten
Überfremdung
Drinnen im Saal gibt sich Sarrazin als Mahner. Er tut so, als ob nur er die Probleme
anspreche, und sagt: Bildung könne die Verschiebung der Bevölkerungsstruktur nur schwer
auffangen. Er erwähnt keine Erfolge der Integration. Er erklärt oft umständlich Statistiken,
spricht vom Geburtenrückgang der Deutschen, sagt nicht Menschen mit deutschem Blut,
meint aber wohl so was Ähnliches: "Nach einer mehr als tausendjährigen Geschichte ist das
deutsche Volk rein quantitativ auf dem Weg sich selbst abzuwickeln." Im Raum schwebt das
Thema der sogenannten Überfremdung. Nur die Rechtsextremen applaudieren Sarrazin, der
mit denen aber nichts zu tun haben will.
Zitat:
"Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen
unterscheiden."
Quelle: Thilo Sarrazin im Interview mit der "Welt am Sonntag" (29.08.2010),
Die Front der Kritiker ist breit: von Bundeskanzlerin Merkel, die Sarrazins Thesen als
inakzeptabel bezeichnet, weil der die Gesellschaft spalte bis hin zum Grünen Daniel CohnBendit, der Sarrazin schlicht als "paranoid" und "irre" tituliert. FDP-Generalsekretär Christian
Lindner kritisiert scharf den "unverantwortlichen Biologismus" Sarrazins. Man müsse jedoch
Brücken bauen - gerade weil "wir in den nächsten Jahrzehnten vor schwierigen
46
gesellschaftlichen Spannungen" stehen würden "brauchen wir eine politische Sprache, die
auch Gemeinsamkeiten zeigt. Die es erlaubt, dass wir eine neue deutsche Identität in einer
bunter gewordenen Gesellschaft entwickeln", so Lindner.
Verzicht auf Entlassungsantrag
Nur Wulff könnte Sarrazin feuern
Die Bundesbank distanziert sich zwar von den Worten ihres Vorstandsmitglieds Sarrazin, will
aber vorerst auf einen Abwahlantrag verzichten. Doch werde unverzüglich ein Gespräch
zwischen dem Vorstand und Sarrazin stattfinden. Direkt vor die Tür setzen kann man Sarrazin
ohnehin nicht. [mehr]
"Ich werde in dieser Volkspartei bleiben"
[Bildunterschrift: Hunderte Journalisten drängten sich
um Sarrazin. ]
Sarrazins Provokationen haben dem SPD-Mitglied heftige Kritik von allen Seiten eingebracht
außer von den Rechtsextremen - die applaudieren. Das SPD-Präsidium schlug ein
Parteiordnungsverfahren vor, das Mitglied Sarrazin soll also ausgeschlossen werden. Sarrazin
aber behauptet, kein Rassist zu sein, und will in der SPD bleiben: "Ich bin in einer
Volkspartei, ich werde in dieser Volkspartei bleiben. Auch deshalb, weil diese Fragen in die
großen Volksparteien gehören, wo sie diskutiert werden und mit anderen Fragen abgewogen
werden müssen."
Sarrazin reklamiert für sich das Recht auf freie Meinungsäußerung und betont, er habe als
Bundesbankvorstand "keine dienstlichen Obliegenheiten verletzt". Er kontert spitz die
Tatsache, dass Bundeskanzlerin Merkel gestern indirekt die Bundesbank zum Handeln im Fall
Sarrazin aufgefordert hatte: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Merkel das Zeitbudget
hat, dass die schon meine 464 Seiten gelesen hat. Darum verbittet sich sowieso jeder
Kommentar einzelner Wertungen", so Sarrazin.
Rezension:
Sarrazins Schreckensszenarien Der Brandstifter geht mit Sarrazin zu oft durch, um dem
Biedermann die Ernsthaftigkeit zu glauben, meint Rainer Sütfeld in seiner Rezension. [ndr]
Bundesbank sieht schweren Schaden
47
Die Bundesbank distanzierte sich unterdessen von ihrem Vorstandsmitglied: die Äußerungen
Sarrazins würden der Bundesbank schweren Schaden zufügen, teilte die Spitze des staatlichen
Instituts nach einer außerordentlichen Sitzung mit. Auf einen Abwahl-Antrag wurde jedoch
verzichtet. Man wolle nach einem Gespräch mit Thilo Sarrazin zeitnah über das weitere
Vorgehen entscheiden.
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Weltatlas: Deutschland [Flash|HTML]
Verzicht auf Entlassungsantrag
Nur Wulff könnte Sarrazin feuern
Die Bundesbank distanziert sich zwar von den Worten ihres Vorstandsmitglieds
Sarrazin, will aber vorerst auf einen Abwahlantrag verzichten. Doch werde
unverzüglich ein Gespräch zwischen dem Vorstand und Sarrazin stattfinden. Direkt vor
die Tür setzen kann man Sarrazin ohnehin nicht.
In der mehr als 50-jährigen Geschichte der Notenbank ist es bislang noch nie vorgekommen,
dass ein Vorstand wegen Verfehlungen entlassen wurde. Vorstandsmitglieder können aber
zurücktreten. Das ist in der Geschichte der Bundesbank bislang zweimal vorgekommen: 2004
stolperte der damalige Bundesbank-Chef Ernst Welteke über eine Affäre wegen einer
Einladung in ein Luxushotel. Er reichte seinen Rücktritt ein. 1991 hatte Karl Otto Pöhl im
Streit über die deutsch-deutsche Währungsunion mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut
Kohl sein Amt aufgegeben.
Entlassen kann nur der Bundespräsident
Wer im Vorstand der Bundesbank sitzt, ist für mindestens fünf Jahre, maximal acht Jahre im
Amt. Der Bundesbankpräsident kann ein Vorstandsmitglied aber nicht einfach entlassen. Eine
Abberufung müsste der Bundesbankvorstand beim Bundespräsidenten beantragen.
[Bildunterschrift: Wer im Bundesbank-Vorstand sitzt, ist für maximal acht Jahre im Amt. ]
Entlassen werden kann ein Vorstand nur aus folgenden Gründen: Entweder ist er krank und
deswegen dienstunfähig. Oder er hat sich eine "grundsätzliche und weitreichende Verfehlung"
zuschulden kommen lassen. Was als letztere gilt, ist indes nicht klar definiert. Dazu gehört
eine Straftat oder ein Verstoß gegen den Ethik-Kodex.
Vorstände arbeiten unabhängig
Diesen Verhaltenskodex haben alle Vorstände unterschrieben. Danach arbeiten sie
unabhängig, unparteiisch und nehmen keine Geschenke an. Der Kodex schreibt den
Vorständen vor, dass sie sich "jederzeit in einer Weise verhalten, die das Ansehen der
Bundesbank und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Bundesbank aufrecht erhält und
48
fördert". Ob ein Vorstand diese Regeln übertreten hat, prüft der Ethik-Beauftragte der
Bundesbank in jedem Einzelfall.
Wer ernennt wen?
Der Vorstand der Notenbank kontrolliert sich selbst und wacht über das Verhalten der
Vorstände. Andere Verfassungsorgane wie die Bundesregierung haben dagegen keinen
Einfluss und können einen Frankfurter Währungshüter nicht entlassen. Allerdings schlägt die
Bundesregierung Kandidaten für das Amt des Bundesbank-Präsidenten, des Vizepräsidenten
sowie eines weiteren Vorstandsmitglieds vor. Die Vorschläge für die übrigen drei Mitglieder
kommen vom Bundesrat im Einvernehmen mit der Regierung. Ernannt werden alle
Vorstandsmitglieder vom Bundespräsidenten.
Sarrazins Amtszeit als Bundesbank-Vorstand läuft noch bis 2014. Dann würde er aus
Altersgründen ausscheiden. Der frühere Berliner Finanzsenator war von den Bundesländern
Berlin und Brandenburg als neues Vorstandsmitglied vorgeschlagen worden.
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Weltatlas: Deutschland [Flash|HTML] .
Stand: 30.08.2010 17:08 Uhr
meta.tagesschau.de
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26 Kommentare zur Meldung
Neuester Kommentar von 'Hermeggidon' am 30.08.2010 22:04 Uhr:
"Religionszugehörigkeit in den Genen"
Fakt ist, dass das Judemtum keine Missionarische Religion ist und ueberwiegend von
den Eltern auf die Kinder weitergegeben wird. Das erschwert es zwischen genetischen
und kulturellen Ursache Wirkungsprinzipen zu unterscheiden, weil die beiden
Personen, die...
Die Staatsanwaltschaft war mehreren Strafanzeigen gegen Sarrazin nachgegangen.
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Bundesbank/Integration
Ermittlungen gegen Sarrazin eingestellt
Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat sich durch seine umstrittenen
Äußerungen zur Integrationspolitik nicht der Volksverhetzung und Verleumdung strafbar
49
gemacht.
Wie die Staatsanwaltschaft Berlin am Freitag mitteilte, wurden die Ermittlungen eingestellt.
Die Staatsanwaltschaft war dem Vorwurf aufgrund mehrerer Strafanzeigen gegen das jetzige
Vorstandsmitglied der Bundesbank nachgegangen.
Sarrazin hatte sich in einem Interview abwertend über Türken und Araber geäußert. Nach
seinen Äußerungen war Sarrazin in der Bundesbank degradiert worden.
Stand vom 20.11.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 20.11.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in
diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
mehr Infos
rbb online: Bundesbank entmachtet Sarrazin (13.10.2009)
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2009_11/ermittlungen_gegen.html
30.08.2010, 23:20 Uhr © R
An ihren Früchten soll ihr sie erkennen 31.7.2010
Luxemburg – Beim Kinderkriegen sind die Deutschen in Europa Schlußlicht. Mit einer
Geburtenziffer von 7,9 auf 1.000 Einwohnern liegt die BRD hinter Österreich (9,1) auf dem
letzten Platz, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag bekanntgab.
Während die Bevölkerungszahl in Deutschland schwindet, wächst sie in der EU: Zum 1.
Januar 2010 wurde erstmals die Schwelle von fünfhundert Millionen Einwohnern geknackt.
Laut Eurostat leben 501,1 Millionen Menschen in der EU, das sind 1,4 Millionen mehr als im
Vorjahr. Das Plus ist auf einen Geburtenüberschuß von 400.000 sowie ein Zuwanderungsplus
von 900.000 Einwanderern zurückzuführen.
In Deutschland lebten zu Beginn des Jahres noch 81,8 Millionen Menschen, 200.000 weniger
als im Vorjahr. Es starben nicht nur mehr Menschen als zur Welt kamen, auch wanderten
mehr Menschen aus als ein, das Saldo lag bei minus 13.000. Der Bevölkerungsschwund ist in
absoluten Zahlen mit Abstand der stärkste in der EU, in 20 der 27 Mitgliedsstaaten wuchs die
Bevölkerungszahl.
Insbesondere der Abstand zu Frankreich wird kleiner: Im westlichen Nachbarland lebten am
1. Januar 2010 insgesamt 64,7 Millionen Menschen, 350.000 mehr als im Vorjahr. Ein Grund
ist die hohe Geburtenziffer von 12,7 pro 1.000 Einwohner. Fruchtbarer sind nur Iren (16,8)
und Briten (12,8). Der
EU-Durchschnitt liegt bei 10,7 Geburten. Kindermuffel sind neben Deutschen und
50
Österreichern die Portugiesen (9,4), Italiener (9,5) sowie Letten und Ungarn (je 9,6 Geburten
pro 1.000 Einwohner).
Matthäus 7: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den
Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler
Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein
fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird
abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
Quelle: www.dullophob.com 28.07.10
http://politikglobal.net/home.html
http://info.kopp-verlag.de/index.html
30.08.2010
Thilo Sarrazin und das Juden-Gen - die Fakten
Udo Ulfkotte
Nur weil Thilo Sarrazin in Zusammenhang mit Juden das Wort »Gen« in den Mund nahm, geht
im politisch korrekten Deutschland schon wieder ein Aufschrei der Empörung durch die
Reihen jener, die ganz bestimmt nicht die Meinung der Mehrheit der Menschen vertreten.
Niemand jedoch geht der Frage nach, ob es tatsächlich Gene gibt, die für bestimmte
Bevölkerungsgruppen charakteristisch sind.
Es gibt »Gene« im soziologischen Sinne, die fehlen bestimmten Menschen. Moslems etwa fehlt nach
Angaben des früheren niederländischen Außenministers Ben Bot von der christlichen Partei Christen
Democratisch Appèl das »Toleranz-Gen«. Ben Bot sagte in seiner Zeit als Außenminister im Jahre
2007, Moslems hätten andere Gene als Europäer. Man könne das in den Niederlanden sehen, wo im
Zuge der islamischen Einwanderung die Toleranz geschwunden sei, weil Moslems eben andere Gene
hätten und sich anders verhielten. Minister Ben Bot war und ist unverdächtig, ein Rechtsextremist zu
sein. Und niemand kam auf die Idee, ihn wild zu attackieren, wie man es in diesen Tagen mit Thilo
Sarrazin tut.
Da schreibt das frühere Nachrichtenmagazin Spiegel etwa über Sarrazin:
»In einem Interview, das am Sonntag erschienen ist, schwadroniert er über kulturelle Eigenarten der
Völker und erklärt: ›Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von
anderen unterscheiden.‹«
Dummerweise hätte den Spiegel-Redakteuren ein Blick ins Archiv genügt, um festzustellen, dass ihr
eigenes Haus in der Vergangenheit groß über die Besonderheit jüdische Gene schwadronierte. Unter
der Überschrift »Genforschung – Ahnenpass aus dem Labor« berichtete der Spiegel etwa 1999:
51
»Auf der Suche nach den Ursprüngen des jüdischen Volkes entdeckten Forscher ein ›Priester-Gen‹,
das schon der Moses-Bruder Aaron getragen haben soll.«
Wenn deutsche Politiker oder Vertreter der jüdischen Verbände sich nun über die Aussagen Sarrazins
zu jüdischen Genen aufregen, dann ist das der Gipfel der Verlogenheit. Immerhin werben die gleichen
jüdischen Verbände auf ihrer Homepage für jüdische Gentests, mit denen Menschen herausfinden
sollen, ob sie Juden sind. Und jüdische Portale, die Sarrazin nun kritisieren, jubeln zu den JudenGentest.
Auf der jüdischen Gentest-Seite heißt es:
»Haben Sie jüdische Wurzeln?(…) Es gibt bestimmte genetische Merkmale, die auf eine jüdische
Herkunft hinweisen. Mit einem DNA-Test von iGENEA kann Ihr DNA-Profil auf diese Merkmale hin
untersucht werden. Träger derselben oder ähnlicher genetischer Merkmale werden in Haplogruppen
zusammengefasst. Die Zugehörigkeit zu bestimmten Haplogruppen kann auf eine jüdische Herkunft
hinweisen. Ausserdem wird ein bestimmtes DNA-Profil »Cohen Modal-Haplotyp« genannt, weil es
vermehrt in der jüdischen Untergruppe der Cohanim vorkommt. Dieser Haplotyp weist deutlich auf
eine jüdische Herkunft innerhalb der väterlichen Linie hin. Auch wenn Sie keine typisch jüdische
Haplogruppe haben, können Sie trotzdem jüdische Wurzeln haben.«
Es ist also verlogen, wenn jüdische Verbände Sarrazin kritisieren, zugleich aber für Gentests zur
Bestimmung des Judentums werben.
So ist das, wenn es schon lange nicht mehr um die Fakten, sondern offenkundig nur noch um eine
Hetzjagd geht – die Fakten spielen keine Rolle mehr.
Es gibt eben genetische Besonderheiten von Menschengruppen, die über lange Zeit in einem
bestimmten Siedlungsraum zusammengelebt haben. Auch der Deutschlandfunk berichtete 2006 über
ein bestimmtes Gen bei Menschen mit jüdischer Herkunft in Zusammenhang mit der Genforschung:
»Und tatsächlich fanden die Genforscher in über 90 Prozent der Männer, deren Name von Kohanim
abgeleitet ist, das typische Y-Chromosom. Zu den Trägern zählen viele europäische Juden, aber auch
schwarze Afrikaner und Menschen, die sich ihrer jüdischen Herkunft nicht bewusst sind.«
Warum aber will man der Diskussion über bestimmte Gene bei bestimmten Bevölkerungsgruppen in
Deutschland unbedingt ausweichen? Die Antwort ist ganz einfach: Es würde dann unweigerlich auch
eine Diskussion über die im islamischen Kulturkreis verbreitete Inzucht und über die erbbiologische
Verbreitung von Krankheiten (Schizophrenie, Stoffwechselstörungen, Missbildungen) in dieser
Bevölkerungsgruppe beginnen. Die Aufklärung über die Folgen der unter dem verniedlichend
»Verwandtenheiraten« genannten und vor allem unter Mitbürgern aus dem islamischen Kulturkreis
verbreiteten Inzucht will man in Deutschland unbedingt verhindern. Man zahlt lieber. So sieht es
jedenfalls die Politik, die stets von einem »Bereicherungspotential« in Zusammenhang mit
Zuwanderung spricht. Die horrenden Kosten dieser »Bereicherung« werden den Bürgern allerdings
verschwiegen.
52
Wer die Wahrheit wissen und die Fakten erfahren will, der steht auf der Seite von Thilo Sarrazin, der
diese Zustände einfach nur offen ausspricht. Über die Inzuchtfolgen und ihre Kosten, die bestimmte
Migrantengruppen uns in Europa auferlegen, klärt auch der Autor dieses Berichts in einem heute neu
erscheinenden Sachbuch auf.
Es gibt Länder, in denen darf man nicht über die schlimmen Folgen der Inzucht in bestimmten
Kulturkreisen sprechen, weil Politiker selbst diese Inzucht als »kulturelle Bereicherung« empfinden
und die »Potentiale« der genetisch missgebildeten Kinder aus solchen Verbindungen irgendwann
einmal nutzen wollen. Dazu gehört Deutschland. Es gibt Länder, in denen warnen Politiker die
Bevölkerung vor der Inzucht. Dazu gehören Großbritannien und die Niederlande. Die britische Zeitung
Daily Mail hat gerade erst über die verbreitete Inzucht unter pakistanischen Muslimen in
Großbritannien berichtet. Mehr als 70 wissenschaftliche Studien belegen derzeit allein in
Großbritannien, dass diese Inzucht ganz sicher keine »Bereicherung« ist, sondern zu Elend und Leid
in den Familien führt. Die Kinder sind psychisch gestört, häufig missgebildet und müssen ihr ganzes
Leben betreut werden. In Großbritannien sind 50 Prozent aller Pakistanis mit nahen Verwandten
verheiratet, in der Stadt Bradford sind es sogar 75 Prozent. Pakistanis stellen 1,5 Prozent der
britischen Bevölkerung, aber ein Drittel der in Großbritannien geborenen Kinder mit schweren
genetischen Schäden. Die Betreuung eines solchen Inzuchtkindes in einer britischen Kinderklinik
kostet die britischen Steuerzahler pro Jahr 75.000 Pfund (91.000 Euro). Die staatlichen britischen
Krankenkassen müssen immer mehr Geld für die lebenslange Betreuung der pakistanischen
Inzuchtkinder ausgeben. In Deutschland ist das nicht anders, aber man darf nicht über die horrenden
Folgekosten sprechen.
Dabei muss man aus einem ganz einfachen Grund darüber sprechen: Es ist eine Tatsache, dass
immer mehr Migrantenkinder in Deutschland die Schulen ohne einen Abschluss verlassen. Und das,
obwohl immer mehr Steuergelder in die Förderung dieser Kinder gepumpt wird. Es handelt sich bei
diesen bildungsresistenten Kindern vorwiegend um Sprösslinge aus dem islamischen Kulturkreis, die
in vielen deutschen Städten immer öfter aus »Verwandtenehen« stammen. Wer also ständig
behauptet, allein die schlechte soziale Lage etwa der türkischen Migrantenkinder sei für deren extrem
niedriges Bildungsniveau verantwortlich, der verdrängt die oben genannten wissenschaftlichen
Erkenntnisse. Man kann Erbkrankheiten eben nicht mit Geld kurieren und aus solchen geschädigten
Kindern Nobelpreisträger machen. Es gibt eben ganz bestimmte Unterschiede zwischen den
Bevölkerungsgruppen, die auch vererbt werden, ein Beispiel: Derzeit leben etwa 12 Millionen Juden
auf der Welt. Von diesen haben bislang 178 einen Nobelpreise für ihre zukunftsträchtigen und der
ganzen Menschheit dienenden Leistungen erhalten. Die Zahl der Muslime auf dieser Welt wird derzeit
mit etwa 1,4 Milliarden angegeben. Das sind 117 Mal mehr Muslime als Juden. Gemessen an diesem
Verhältnis könnte man nun erwarten, dass Muslime etwa 24.920 Nobelpreise bekommen hätten.
Tatsächlich haben weniger als ein Dutzend Muslime bislang einen Nobelpreis erhalten. Das sollte uns
zu denken geben. Man kann das aus Gründen der politischen Korrektheit leugnen. Aber man
verändert die Realität damit nicht. Wenn wir so weiter machen wie bisher, dann wird aus Deutschland,
dem einstigen Land der Dichter und Denker, sehr schnell das Land der Hilfsarbeiter.
© 2010 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg
53
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muß nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags
oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Sarrazin statt Muezzin: Gründen Thilo Sarrazin, Eva Herman und weitere
politisch unkorrekte Bürger eine neue Partei?
Udo Ulfkotte
Thilo Sarrazin hat mit seinen angeblich umstrittenen Äußerungen zur Zuwanderung derzeit in allen
Umfragen zwischen 67 und mehr als 90 Prozent der Befragten hinter sich. Es sind Zustimmungswerte,
von denen unsere angeblichen Volksvertreter Lichtjahre entfernt sind. Einige große Konzerne, die wie
viele Unternehmen und Bürger mit der Politik der mehr …
Thilo Sarrazin: Unbequeme Fakten auf 450 Seiten
Udo Schulze
Exakt, ungeschminkt und auf den Punkt gebracht: Mit seinem neuen Buch Deutschland schafft sich ab
– Wie wir unser Land aufs Spiel setzen legt der umstrittene Politiker und Vorstandsmitglied der
Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin (SPD), ein lang erwartetes und bereits im Vorfeld diskutiertes
Werk vor. Wer allerdings platte Parolen oder grelle mehr …
Mehr Migranten bei Polizei und Feuerwehr (Teil II): Berlin bekommt erstes
deutsches Integrationsgesetz
Torben Grombery
Der rot-rote Berliner Senat hat jetzt den Entwurf zum ersten deutschen Integrationsgesetz
beschlossen und will den Gesetzentwurf zeitnah in das Berliner Abgeordnetenhaus (Landtag) zur
Abstimmung einbringen. Die Parteien SPD und Die Linke streben mit dem weitreichenden Gesetz
nicht nur eine Bevorzugung von Deutschen mit Migrationshintergrund sowie mehr …
Deutschlands erste muslimische Ministerin auf dem Weg zur »freiwilligen«
Gleichschaltung/Selbstzensur der Medien
Udo Ulfkotte
Unter Gleichschaltung versteht man den Versuch, den Pluralismus in einem demokratischen
Staatswesen auszuhebeln und auch die Unabhängigkeit und Freiheit der Medien einzuschränken. Wir
haben das in Deutschland im Jahre 1933/34 erlebt. Und man kennt das weiterhin aus Diktaturen.
Deutschlands erste muslimische Ministerin fordert nun die »freiwillige« mehr …
Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg (III) – »Nur« Gefreiter?
Michael Grandt
Noch immer ranken sich viele Legenden um Adolf Hitler. Das in Deutschland oft einseitig verzerrte,
aber politisch korrekte Bild lässt – anders als im angelsächsischen Raum – jedoch häufig seriöses
Quellenstudium missen. Doch 65 Jahre nach Hitlers Tod sollte man auch hierzulande objektiv über ihn
berichten können – das sind wir unseren Großeltern, mehr …
Vorbemerkung
Wir sind immer noch massiven Geschichtsverfälschungen ausgesetzt. Das gilt besonders für die Zeit
zwischen 1914 und 1945 und speziell für das Dritte Reich. Überaus eifrig damit beschäftigt, uns die
»Wahrheit« näherzubringen, ist dabei der mit vielen Aufzeichnungen und Preisen geehrte Prof. Dr.
Guido Knopp, der zwischenzeitlich fast alle Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus,
die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden, betreut. Aber auch seine Bücher sind
überaus erfolgreich, obwohl sie für einen Historiker der wahre Albtraum sind: häufig keine Fußnoten
54
oder Quellenangaben, und Zitate, die einfach so im Raum stehen. Nicht umsonst bemängeln Kritiker,
dass die Knoppsche Geschichtsdarstellung zu oberflächlich sei und die Zusammenhänge stark
vereinfacht werden. Doch wie kaum ein anderer Historiker beeinflusst Knopp mit seinen
Dokumentationen und Büchern die Meinung der Menschen. Zeit also, ihm und seinen MainstreamKollegen auf die Finger zu schauen und ihre Behauptungen unter die Lupe zu nehmen. In
unregelmäßigen Abständen werde ich deshalb zu diesem Thema Contents veröffentlichen. Nachdem
ich bereits Hitlers Gewalterfahrungen als Kind analysiert habe, folgt nun der Blick auf den Soldaten
Hitler und seine Kriegserlebnisse, über die ebenfalls viele Halb- oder Unwahrheiten verbreitet werden.
Ich agiere dabei als Journalist und fühle mich nichts anderem als der objektiven Recherche
verpflichtet. Der Leser kann sich so ein eigenes Bild machen. Kritikern sei angeraten, nicht polemisch
zu reagieren, sondern die Quellen zu widerlegen….
singen wir, als Chorus cum animo – St. Matthäus
in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
THE HALLELUJAH CHORUS ( BROOKLYN TABERNACLE CHOIR )
(tu spiewalem w tym kosciele w 1997 roku als Bayer Männerchor und die von der Kirche -hier
habe ich andere geistliche Lieder gesungen! - pkscz
http://www.youtube.com/watch?v=7YXtf7vtz3c&feature=related
Briefe von Lesern
From: Manfred Wodok To: Peter K. Sczepanek Sent: August 22, 2010
Subject: Re: 100821-Trentschin vom 24.August 1335, Schlesien Böhmisch in HRRDN,
Klosterdämmerung, Heimatstube, Schusswaffengebrauch, Inka, Swiderek, Ojgyn von P.K. Sczepanek
Sehr geehrter Herr Sczepanek, lieber Peter,
mit großem Interesse las ich Ihre umfangreiche Publikationen über unserer Heimat
Oberschlesien...die mich begeistern...um so mehr, als ich ja auch ein gebürtiger
Sohrauer bin...ich bin im Juli 1940 geboren und musste im Januar 1945 die Heimat
verlassen...ich bin sehr froh, dass ich noch sehr viele und vor allem aber
sehr deutliche und klare Erinnerungen von Sohrau habe (Kindergartenzeit, Flucht..),
die bis ins Jahr 1942 (Tod meines Großvaters) reichen, besitze...
...ich befinde mich öfters in Sohrau (beinahe jährlich) weil mich die
Erinnerung an "meine" Stadt Sohrau nicht loslassen...
...2004 unterstützte ich auch ein Europa-Seminar am dortigen
Gymnasium (dank der Hilfe von Dr.Gabriele Stauner MdEP und Bernd Posselt
MdEP) wo ich auch selbst einen Vortrag über Europa gehalten habe...Bilder hierzu
sende ich Ihnen demnächst per e-mail zu...
Vielen Dank auch für Ihr Engagement für "meine" Stadt Sohrau
mit heimatlichen Grüßen - Ihr Manfred Wodok
55
From: Dr. Gerhard Illing To: 'Peter K. Sczepanek' ; Sent: August 21, 2010
Subject: AW: 100821-Trentschin vom 24.August 1335, Schlesien Böhmisch in HRRDN,
Klosterdämmerung, Heimatstube, Schusswaffengebrauch, Inka, Swiderek, Ojgyn von P.K.
Sczepanek-4
Guten Abend Herr Peter Sczepanek,
vielen Dank für ihre umfangreichen Informationen. Unser Heimatmuseum ist auf die
Stadt Saaz und das Saazerland ausgerichtet. Wir sind an den Erwerb von
diesbezüglichen Schriften, Büchern, Bildern, Dokumenten und sonstigen Exponaten
interessiert,insbesondefre an alten Büchern aus dem 16.und 17.Jahrhundert mit
Hinweisen auf geschichtliche Daten wie Holzschnitte von Johannes Henslin
(Johannes von Saaz) von denen wir einige besitzen, aber es gibt noch weitere. Auch
vom Schulwesen in Böhmen angefangen von den Lateinschulen mit deren Abitur
man ein Studium an der 1348 gegründeten Prager Universität mit dem Studium
beginnen konnte bis hin in das 19.Jahrhundert.
Wir haben inzwischen über 3000 Exponate, aber es sollen noch mehr
werden.Interssiert wäre ich an dem gezeigten Bild von der Prager Kirche mit dem
Glockenspiel.
In Zatec (Saaz) ist man dabei eine derartige Turmuhr zu errichten, um den
Fremdenverkehr zu fördern.
Mit landsmannscftlichen Grüßen Ihr Dr.Gerhard Illing
Guten Abend ,
wie bereits mitgeteilt besteht ein Interesse das gezeigte Bild vom Prager Rathaus mit
der berühmten Turmuhr aus dem frühen Mittelalter zu erwerben. Können Sie mir
eine Kopie im Format DIN A4 zusenden? Was können wir dafür für Sie tun?
Selbstverständlich würden wir für das Bild auch eine Spende überweisen.
In Erwartung Ihrer geschätzten Rückäußerung.
Ihr Dr. G. Illing
Dr. Gerhard Illing Vorstandsvorsitzender Stiftung Saazer Heimatmuseum
Prof.-Völzing-Ring 12 64823 Groß-Umstadt
Telefon
06078 - 3573 Fax
06078 - 73900 e-mail
[email protected]
Besuchen Sie das Saazer Heimatmuseum im Netz: www.saazer-heimatmuseum.de
From: Oswald Puscher To: [email protected] Sent: August 23, 2010
Subject: Fw: Fotos St. Anna-Wallfahrt Oberschlesier nach AÖ, 25.7.10
Vielen Dank für die guten Infos!
Danke für die guten Beiträge und Informationen. Weiterhin viel Erfolg und Gottes Segen bei Eurer
Arbeit!
O. Pusch er
Beste Grüße
From: Rudi Puscher To: Christian Midzielski ; Hedwig Wietschorke ; Oswald Puscher ;
[email protected] ; [email protected] Sent: August 04, 2010
Subject: FW: Fotos St. Anna-Wallfahrt Oberschlesier nach AÖ, 25.7.10
Hallo, hier einige Fotos von der St. Anna-Wallfahrt aus Altötting, bei welcher wir aus Bayern jedes
Jahr - bereits seit 57 Jahren - in unserer Tracht teilnehmen.
Viele Grüße Rudi
56
From: [email protected] To: [email protected]
Lieber Rudi,anbei die versprochenen Fotos von der St. Anna-Wallfahrt der
Oberschlesier am So, 25. Juli nach Altötting. Es ist immer eine Freude, euch zu
sehen. Im nächsten Jahr hoffe ich, einmal mehr Zeit für euch zu haben – auf einen
Ratsch bei einer Halbe Weißbier.
Liebe Grüße an alle (ich freu mich schon aufs nächste Jahr, eure
Roswitha
Den Liebfrauenboten mit dem Bericht über die St. Anna-Wallfahrt sende ich dir zu (den Text habe ich
heuer nicht schreiben dürfen, auch die Bildauswahl hab nicht ich entschieden, sonst wäre mal wieder
euer Gruppe drangekommen).
www.ard.de 30.08.2010 22:42 Uhr
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video764086.html
zitierter Vorsitzender:
Grünen Vorsitzender Özdemir über die provokanten Thesen
von Sarrazin
30.08.2010 23:05 Uhr
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video764104.html
Polen erinnert an Gründung der Gewerkschaft
"Solidarnosc" vor 30 Jahren
From: Hyazinth Pakulla To: [email protected] Sent: August 28, 2010
Atelier Hyazinth
Im Lohfeld 15 33102 Paderborn
Mobil.: 0172 2856659
www.hyazinth-art.de - Hyazinth Pakulla öffnet
seine innere Welten, ohne dass seine Werke leicht decodierbar wären. Er will dem Betrachter
auf seine eigene Reise ins Innere geleiten, und illustriert dabei, während er scheinbar beiläufig
die Dualität von Form und Inhalt aufhebt, das Leben.
1971 in Polen geboren, lebt und arbeitet Pakulla seit 1989 als Künstler in Paderborn. Kunst von
Pakulla wurde seit 1991 in über 30 Ausstellungen präsentiert, u.a. in Paderborn, Essen, Wiesbaden,
und Lippstadt. Er ist in der Holzpostkarten Sammlung Hussong vertreten, die aus Werken von Beuys
und Christo bis Wunderlich besteht.
1997-99 Kunststudium an der Universität Paderborn
Von: Restaurant Gdanska [mailto:[email protected]] Gesendet: Donnerstag, 26. August 2010 08:51
An: Restaurant Gdanska
Betreff: Benefizkonzert im Gdanska
Liebe Gdanska-Freunde,
57
Benefizkonzert zu Gunsten der Opfer der Flutkatastrophen in Polen
und Pakistan
Die Naturgewalten von Wasser und Feuer halten in vielen Ländern die Menschen in
Atem.
Die Jahrhundertflut in Pakistan hat das ganze Land ins Elend gestürzt, in Polen
wurden viele Orte in diesem Sommer mehrere Male überflutet.
Überall Katastrophen von erschreckendem Ausmaß.
Millionen Menschen sind obdachlos und benötigen dringend unsere Hilfe.
Wir wollen unsere Hilfsbereitschaft zeigen.
Am 28. August 2010 ab 17 Uhr wird auf dem Altmarkt in Oberhausen
(bei schlechtem Wetter im "Gdanska")
ein Benefizkonzert zu Gunsten der Opfer der Flutkatastrophen in Polen und Pakistan
organisiert.
Es spielen und singen viele polnische Sänger und Bands.
Die Aktion wird von Peter Driessen und seiner Band unterstützt.
Peter Driessen, der furiose Sänger und exzellente Gitarrist präsentiert den Blues
in seiner klassischen Form, wechselt aber gerne auch mal zu Rock´n Roll, Reggae und
lateinamerikanischen Rhythmen.
Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten.
Ansonsten werden wertvolle Bilder und Gegenstände zu diesem Zweck versteigert.
Polnischer Kongress in Deutschland e.V. und Gdanska
From: Franz Chocholatý Gröger To ; Peter K. Sczepanek Sent: August 28, 2010
Subject: Preußische Allgemeine Zeitung > Nachrichten
http://www.ostpreussen.de/zeitung/nachrichten/artikel/immer-noch-leben-taeter.html
Immer noch leben Täter
17-facher Mord an Deutschen bei Iglau aufgeklärt − Tschechen stellen sich immer öfter der
Vergangenheit
Beweissicherung: Unter polizeilicher Aufsicht sichern Archäologen die Knochenfunde. Bild:
imago
Nach 65 Jahren des Verdrängens und – oft genug – des selbstgerechten
Schwadronierens über die eigene Opferrolle hat in der Tschechischen Republik die
Aufklärung von Verbrechen an den Sudetendeutschen begonnen. Mutige Einzelne
treiben die Aufarbeitung voran, denn das Umdenken steht vielfach erst am Anfang.
58
Tschechische Arbeiter drücken sich mitunter drastisch aus, vor allem wenn sie „eiserne
Kommunisten“ wie der ehemalige Traktorist Vaclav Slama sind: „Deutsche waren doch
Scheißhäuser, sie hatten ihren Tod verdient.“ Slama hatte um 1980 bei Drainagearbeiten im
südmährischen Dobrenz (Dobronin) bei Iglau menschliche Knochen freigelegt – stumme
Zeugen eines Massenmords, der am 19. Mai 1945 geschah, doch mit dem man sich in dem
Dorf bis vor kurzem nicht befassen wollte.
Im Dobrenzer Dorfgasthof „Bei Polzer“ gab es 1945 ein Tanzvergnügen, erstmals seit
Kriegsende, exklusiv für Tschechen, während die Deutschen der „Iglauer Sprachinsel“ in
Sammellagern auf ihren Transport zur Vertreibung warteten. Für ihre Bewachung waren die
„Revolutionären Garden“ zuständig, Banden räuberischer Lumpenproleten, selbst von
Tschechen verächtlich „zlatokopove“ (Goldgräber) genannt. „Gardisten“ waren häufig jene,
die durch betonte Brutalität ihre vorherige Kollaboration mit dem NS-Regime kompensieren
wollten. Als oberster Gardist wirkte in Dobrenz der Österreicher Robert Kautzinger (1901–
1974), der mit seinen Söhnen Robert und Rudolf sowie neun weiteren Kumpanen die Region
terrorisierte. An jenem 19. Mai wählten sie 17 Deutsche aus, töteten zwei sofort, ließen 15
ihre eigenen Gräber ausheben und brachten sie dann ebenfalls um. Danach feierten die
Mörder bei „Polzer“ weiter und brüsteten sich ihrer Tat, die dem Kautzinger-Trio später
Anstellungen beim tschechischen Staatssicherheitsdienst eintrug (respektive dieser zumindest
nicht entgegenstand). Sohn Robert lebt noch, kann sich aber „an nichts erinnern“. In den USA
oder Kanada soll mit Stefan Bobek ein weiterer Dobrenz-Mörder leben. Der kommunistische
Bürgermeister Jiri Vlach will „auf keinen Fall die Dinge wieder ans Licht ziehen, wie es heute
Mode ist, wo doch unter die Vergangenheit ein dicker Strich gehört“.
Wohl selten ist ein Verbrechen so allgemein verschwiegen worden, dabei so allgemein
bekannt gewesen wie diese Morde. Bei den Mördern war der Glasarbeiter Budin, der einem
Opfer mit dem Spaten den Schädel spaltete. Nach ihm wurde der Tatort, eine Wiesensenke
zwischen Dobrenz und Bergersdorf (Kamenna), im Volksmund „Budinka“ genannt. Zeugen
konnten auf der 80 mal 800 Meter großen Budinka die Stelle bezeichnen, an welcher Knochen
zu finden waren. 1947 hatte es erfolglose Versuche gerichtlicher Aufklärung gegeben. Nach
1960 folgten Untersuchungen des Internationalen Roten Kreuzes, 1980 Slamas
Knochenfunde, ab 1989 erste Gedenkveranstaltungen Vertriebener vor Ort, wobei Kränze und
Kreuze stets von anonymen Tschechen, mutmaßlichen Tatbeteiligten, über Nacht zerstört
wurden. Erst in den frühen 1990er Jahren gelang es, in den Klöstern Seelenz (Zdirec) und
Schlappenz (Slapanov) zweisprachige Gedenktafeln mit bewusst zurückhaltendem Text
anzubringen.
Bis zum letzten Kriegstag lebten die rund 15000 Deutschen der Iglauer Sprachinsel in
Eintracht mit ihren tschechischen Nachbarn. was aber 1945 Mord und Vertreibung nicht
verhinderte. Vergessen machte sich breit, zumal in heimischen Archiven kein Hinweis auf
tschechische Untaten war. Die fanden sich 2001 in einer Dokumentation des Deutschen Fritz
Hawelka und 2003 in dem Roman „BergersDorf“ von Herma Kennel. Diese Hinweise griff
der Journalist Miroslav Mares vom „Iglauer Tageblatt“ auf, und 2009 erstatteten er und
Herma Kennel Anzeige gegen Unbekannt.
Anders als sonst in der Tschechischen Republik begannen daraufhin kriminalistische
Aktivitäten, die ab Januar 2010 die regionale Polizei unter Michal Laska intensivierte. Das
Verdienst daran schrieb sich zu Recht das „Tageblatt“ zu, denn es habe mit seinen Berichten
„Jahrzehnte der Verdächtigungen und Zweifel beendet“. Am Morgen des 16. August
begannen die Arbeiten mit Baggern, Sonden und Geo-Radar, bereits zu Mittag fand man erste
Knochen- und Kleidungsreste von mindesten sechs Personen. Weitere sollen folgen und
DNA-Tests baldige Aufklärung bringen.
Seit dem 18. August steht auf der Budinka bei Dobrenz ein drei Meter hohes Kreuz, von
Einwohnern aufgestellt. Dobrenz ist kein Einzelfall, vielmehr besteht, so Kriminalist Laska,
59
ein starkes Interesse, „die weißen Flecken in unserer Geschichte zu füllen“.
Dem Politologen Bohumil Dolezal erscheint seine Heimat als Geisterort, in den allnächtlich
mehr Tote zurückkehren, um zu warnen: Morde können verjähren – Verbrechen gegen die
Menschlichkeit nicht! Ludek Navara, ein auf die Vertreibungen spezialisierter
dokumentarischer Autor, meinte lakonisch: Das ganze Ausmaß der damaligen
Massentötungen kennen die heutigen Tschechen nicht einmal annähernd. Dutzende
Schreckensorte vermutet das Tschechische Fernsehen neben den schon bekannten: Postelberg
(Postoloprty) Juni 1945: mindestens 763 Deutsche erschossen, Aussig (Usti) 31. Juli 1945:
Pogrom an Deutschen mit mindestens 100 Opfern, Prag-Borislavka 10. Mai 1945:
Erschießungen und Niederrollen durch Lkw von zirka 40 Deutschen, Prerau 19. Juni:
Erschießung von 265 deutschen Zivilisten, ähnliche Massaker in Brünn, Olmütz, Pilsen,
Rakonitz, Mährisch Ostrau, Budweis, Nachod, Landskron usw. Eines der vielen Massaker
von Prag wurde von dem Regisseur David Vondracek in dem Film „Zabijeni po cesku“
(Tötung auf Tschechisch) verarbeitet und eindeutig kommentiert: Solche Taten „sind Teil des
größten Massenmordens zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und den Ereignissen im
bosnischen Srebrenica 1995“.
Wolf Oschlies
Veröffentlicht am 25.08.2010
b) Polnisch / Deutsch / Oberschlesisch / Slavisch germanisch / Tschechisch
Jakech rozfechtowoł trzecio wojna światowo
(Als ich den 3. Weltkrieg entwickelt)
Wszyjskie wiycie, iże sam u nos na Ślonsku zawdy ftoś machlowoł, miyszoł we tym
naszym garcu i blank ci sie nos niy pytoł eźli domy zwola, eźli nom to sie zdo, lebo niy. Nale
tyż idzie wytuplikować, co za kożdym łoszklistwym styrcoł jakisik chop, jakisik diosecki
łochyntol, kiery nos Ślonzokow w zocy niy mioł, kierego te Ślonzoki festelnie szterowali,
festelnie mu zawodzali. Niy inakszij tyż boło wiyncyj niźli dwadziyścia piyńć lot tymu nazod.
Wtynczos, kiejech to jo rozfechtowoł, sam u nos, trzecio wojna. Ja, na isto, po prowdzie joch
ta trzecio wojna rozfaklowoł !
Jo wiym, iże kożdy fto chocia do hilfki deptoł, rzyknie co boły ino dwie. Nale, jo Wom sam
godom, choby naszymu Farorzowi ze Jozefki we suchatelnicy, iże ta haja, ta cołko łostuda, ło
kieryj sam kca łozprawiać, to niy boł żodyn cufal, ino to sie przidarziło skuli ... fusiskow. A
podle raje boło tak:
Nojprzodzij to boł jedyn pieroński łoszkliwiec, kiery sie Otto von Bismarck mianowoł.
Niyftorzi wiedzom, a inkszym to jo godom, co łon mioł szykowne fusisko pod kicholym,
choby jakosik srogo i rubo keta z pancra. Co łon sam nom Polokom, a jesce barzij Ślonzokom
napochoł, niy trza gynał eklerować. Niyskorzij boła piyrszo wojna światowo, po kieryj nos tu
we Chorzowie, na Pniokach prziflancowali do Polski, chocia ... niyftorzy fulajom, iże to boł
tak by tak darymny futer, bo nasi ciyngiym pitali do Rajchu. Machlowoł przi tym telki istny,
kierego Komandantym mianowali. Mioł tyż srogie, chocia łoklapnione, fusisko.
Jakiesik dwadzieścia lot po tyj piyrszyj wypraskła drugo wojna światowo. Wloz sam do nos
tyn fusiaty Adolf ze szjtlikiym ze prawyj zajty, kierego wojoki łobalyli ta bajera sam u wos
we Glywicach. Przi łostatku tyj drugij wojny już we styczniy śtyrdziystego piontego
prziflostrowoł nos do Rusa drugi telki fusiasty Jołzel, kiery chocia ku tymu jesce wyrzynoł
łod nos fusiastego Adika ze jejigo „Gott mit Uns”.
60
Terozki już po maluśku miarkujecie, iże wszyjsko co niyszczysne sam u nos boło, to zawdy
kole tego metloł ftosik ze srogim, szumnym fonsym.
No, i na łostatek, tak jakosik trzidziyści lot tymu nazod, jo sie tyż uciongnoł telkie szykowne
fusisko. I tu ci mie cheba diosek podkusioł. Dyciech ani sie niy myrgnoł, anich sie niy
spodzioł, jakech juń boł żyniaty. Nale, kiej mi sie to już przidarzoło, toch zacon medykować,
iże ci już mi sie przecamć nic gorszygo trefić niy może. A dyć kaj tam. Tak jakosik we
łoziymdziesiontym roku bez telki dupny płot we Gdańsku chibnoł, fuknoł jedyn kurdupel –
dejcie pozor: tyż ze fusiskiym – i tak ci zacon sie roztopiyrzać, iże wszyjsko sie we Polsce
blank rozlajerowało. Takech sie tak rozhajcowoł, iże wartko chciołech tyrać do golaca, coby
mi łon te moje fusiska łodchlastnoł.
Nale, moja Elza mie ucholkała, padała co niy ma cweku prask robić, bo przeca tyn nasz
wielgi iglok Edek chnet tam ordnong wyłonacy.
A toć. Wyłonacoł ! Tela, iże łostuda sie we cołkij dziedzinie zrobioła na cołki karpyntel,
wszyjsko sie pobelontało i porojmowało. Telki bajzel boł, iże już wszyjsko, krom łoctu i
mosztrichu boło na szkartki. Forsztelujecie sie, mogecie sie to wystawić? Bali i gorzoła, i
cigaryty tyż na szkartki ! Łostuda i skoranie boskie nikiej sto pieronow. Nic, ino jakosik nowo
wojna sie z tego musiała wypiytnościć.
Wiela tyż niy zetrwało kiej moja staro polazła ci kiejsik, nojprzodzij do Farorza, a zarozki
niyskorzij do manglowni, poklycioła ze somsiodkoma, przikarycyła sie do dom i pado ku mie:
– Suchej Ojgyn. Tu niy ma szpasu, tu może przińść do haje, trza jakisik forant robić, jak to
downij nasze Mamulki robiyli. Skludzić do komory roztomajte jodło, cuker, monka,
hawerfloki i bele co.
Cuker, monka, bonkawa, a ło gorzoła to ci sie już żodyn niy staro. Przeca na isto cowiek niy
może ło suchym pysku szczimać, choby niy wiym jako wilja sie rychtowała. A dyć musza
som tyn reszt przitargać.
I dejcie pozor ! A jo mom durch te fusiska, kiere mi moja staro kozała łostawić. No, toż jak
staro pedziała zgłobiomy, sztaplujymy, co sie ino do, kajplujymy roztomajte szkartki i
nazgoniomy wszyjskigo na ibrich. Zasik, kiej ino moja staro polazła ze kamratkoma na torg,
jo wartko przikludzioł do lałby we zegrodku trzi drzewianne faski po kapuście, nofolowołech
połno jagodkow, świynojonkow, łopadlorek, zdrzałe birny, śliwki uherki i co mi tam jesce we
grace wlazło. Posułech to cukrym, nachabionym łod świekry, prziklapnołech to wszyjsko
deklym i musiołech terozki doczkać, aże sie to wszyjsko gynał, dobrze zageruje. Nikiej
wlazowołech ze bracikiym do lałby i ździebko my tam zawdy upyndziyli ... tak ino na
kostproba.
Nale, we tym już łoziymdziesiontym piyrszym roku lato drap ci przetyrało, na podzim tyż
wczas napoczło śniygym suć, i zajm my sie pozdali, trza sie boło polekuśku do Godow
rychtować.
My ze bracikiym i jednym kamratym przikludziyli do lałby gryfny hajcong i kieby co, koza,
wiycie telki żeleźnioczek, a ku tymu ze śtyry kołkastle wonglo, i jesce roztomajte rułki,
glaski. Zgwoli cego to wszyjsko niy byda wom sam tak gynał eklerowoł. Tela moga
rzyknońć, iże kiej my ino mieli żdziebko frajnego casu, to zarozki my gzuli do tyj lałby, gibko
hajcowali pod blachom, do telkij kany loli tego zgerowanygo zaciyru, bindowali szlauch,
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kokotek łod wody na cołki driker, stowiali my to wszyjsko na fajerka i juń ... przeca
miarkujecie co boło dalszij ?
I tak ci nom to szykownie fyrtało, aże do tyj soboty dwanostego grudnia. Musi, abo my za tela
wysłepali, abo zaboczyli tyn łogyń zasuć hasiym, dosik iże tak wele dwanostyj kiej ci niy
dupnie chobe ze kanony, jak ci niy drzistnie nikiej bez wojna, jak niy prasknie choby ruskie
bomby ze fligrow ściepowali. Porwołech sie z tego śniku, wypolołech na dwor, a bracik ze
kamratym, tyż choby miechym piźnione, wydarli ze lałby, i wszyjskie my sie do kupy szczaśli
w dźwiyrzach z wojokoma i „zomowcoma”, kierzy wkarowali do nos z gywerami i
rebulikoma w gracach. Jedyn śnich wrzesknoł ci cosik na nos – na zicher wom niy moga
pedzieć cy „hyndy hołch”, eźli „ruki w wiyrch” – i dowej łobmacywać nos bele kaj, nikiej te
co to wiycie. A tu ci dalij rzgmi, wali i szczylo. Te istne nic, ino chelmiska barzij wciskajom
na palice i sznupiom kaj tyż my skludziyli te „materiały wybuchowe”? Ludzie, co to sie ci za
rojmong zrobioł ? Joch taki stary, ach niy wiedzioł, iże akuratny bimber to je sztof nikiej
dynamit na grubie. No, godom Wom Sodoma i Gomora we łogrodkach sam u nos na
Krziżowyj.
Niyskorzij wziynli nos i wrajziyli do takij kibitki, i wywiyźli do lagru. Mogecie sie to
forsztelować? Staro ze świekrom sie tropiom – niy, niy ło mie – ino elich cołkij lałby niy
szpryngnoł do luftu abo jesce co gorszygo. Dyciś jo ani przi wojokach niy boł, kasarnia toch
ino źdrzoł bez pot, a łoni ci mie richtik wziyni za jakigosik partizanta, dywersanta abo co.
Nale, tak po poruch dniach wypuściyli ci nos, i kulwitomy sie po maluśku do chałpy.
Nojprzodzij – jak zawdy – do Pyjtrowego szynku na piwo. A naobkoło połno wojokow i
szandarow. Ludziska bronczom ło jakisik wojnie, na kożdym krojcongu pancer abo inkszo
pierona. No richtik akuratno wojna. Jesce ku tymu – jak mi niyskorzij staro pedziała – telki
jedyn jedneroł we ćmawych brylach klycioł cosik ło „stanie wojennym” i jakisik WRON-ach.
Godom wom, choby na filmie ło śtyruch pancyrnych abo ło Hansie Klosie.
No, i terozki skapliście sie cheba jakech ci ta trzecio wojna napocznoł, pra? A to wszyjsko
ino bez te dioseckie fusiska, kiere bez tela lot we Polsce zawdy do jakisik wije melały i łod
kierych wszyjsko co niyszczysne we tyj naszyj dziedzinie, zawdy sie zacyno.
A jo, coby dziobła niy szterować i na łostuda mojij staryj, te moje szykowne fusiska żech
zrazjyrowoł i szlus. Tym barzij, iże u nos chnet co drugi cichtowoł telkie fonsy choby tyn co
to „niy kcioł, nale musioł”. No wiycie, a jo miarkuja. Krom tego sie jesce telko moda
zrobiyła, iże kożdy śniym sie kcioł knipsnońć coby go wszyjskie we reszpekcie mieli. Do mie
tyż niyskorzij przijnszli, co jo to bezmać tyż boł „internowany”, telki „kombatant” symie boł,
nale skuli tego coch te fusiska zgoloł, już ci mie do tyj ferajny niy kcieli, i łod tego czasu do
polityki blank ci sie niy wtykom, bo jak pedzioł kiejsik jedyn srogi angyjber : „polityka, to je
sztuka, taki konsztik jak łyknońć żaba i sie blank na gymbie niy skrziwić i ku tymu niy
udowić”. I to blank jedno cy sie mo fusisko, cy niy !!!
Wino i katyjdra ...
No, toż momy już chnet łostatek tych miesiyncy, kiere sie mianujom podzim. Ja, jo miarkuja,
co jesce trzi tydnie bydzie tego kalyndorzowego podzimka, iże to grudziyń aże chnet do
Dzieciontka to jes jesce podzimny miesionc. Tela, co terozki sie tak jakosik mi latoś na
podzim markotnie zrobiyło i jakisik jankor ci mie dziyrży a juzaś pogoda to terozka boła tako
u nos tak festelnie żadno, iże bali i moj ciyń niy kcioł ci ani za Boga ze chałpy na dwor
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wylazować, coby sie luftnońć ździebko, przeszpacyrować. I suje tyż kajniykaj wilgły śniyg,
i ... jes żadnie na świycie.
. cd w w.w. LINK-u
(12.7)
Vergessene und verlorene Oberschlesier
Viele Oberschlesier sind in ihrer neuen Heimat, in der
Bundesrepublik, stolz auf ihre alte Heimaterde.
Es gibt viele berühmte aus Schlesien stammenden Fernseh-Moderatoren, Kabarettisten, Musiker, Wissenschaftler, Politiker
und andere, die sich mit Schlesien befassen.
Aber es gibt auch Oberschlesier, vor allem solche, der
zweiten
Generation in der Bundesrepublik, die oft das Herkunftsland
ihrer Väter verleugnen.
"Mensch, all's was außer dir
Das gibt dir keinen Wert.
Das Kleid macht keinen Mann,
Der Sattel macht kein Pferd."
(Angelus Silesius).
Oft schämen sie sich, dass ihre Eltern auch zweisprachig
waren.
Ihnen erscheint Oberschlesien heute als ein armes und zurückgebliebendes Land.
Sie verleugnen oder ignorieren ihre Heimat.
Die Vertreibung durch das kommunistische Regime war
allerdings
für ihre Vorfahren schmerzhaft. Sie wollen heute den Schmerz
und
damit die Heimat ganz vergessen.
Auch viele Oberschlesier, die große Schwierigkeiten bei
Ausreiseformalitäten aus Polen durch die polnische Staatsbehörden
hatten, wollen heute von der Heimat nichts mehr wissen.
Oft haben sie in einem vor einhundert Jahren gebauten
"Familoki"
(Wohnblock) gewohnt, z.B. in Schoppinitz, Ruda oder
Nikiszowiec,
was in ihnen auch eine Abneigung zu Oberschlesien
verursachte.
Erinnert Sie das vielleicht an ihre Verwandten, die in einem
oberschlesischen Dorf gelebt haben und eine ganz andere
Meinung
über unsere Heimat haben.
Manche hatten noch lange Zeit nach der Aussiedlung Alpträume.
Sie träumten, wieder in der alten Heimat zu sein.
Im Traum stellten sie sich die bange Frage:
"Wie komme ich nur wieder in den Westen zurück?", und wachten
63
ganz erschrocken aus diesem Alptraum auf. So war es auch bei
uns.
Wir Oberschlesier waren im Unterbewusstsein durch die
kommunistischen Machthaber entmutigt und diskriminiert.
Auch manche, heute "Kiloweise-Bananen-Essende" Oberschlesier
denken nicht an die alte Heimat.
Als Trost, Lohn für den schmerzhaft empfundenen Verlust der
Heimat könnte man sagen, Schlesien hat uns all das gegeben, was
wir
heute besitzen.
Ich sollte hier den griechischen Philosophen Konstantinos
Kavafis zitieren mit einem Zitat über Ithaka.
Das Wort "Ithaka" könnte man dann durch das Wort "Schlesien"
ersetzen.
Als Schwierigkeitsgrad setzen wir statt Deutsch oder
Griechisch
- die polnische Sprache:
"Nie wolno ci nigdy zapomniec o Itace,
Dotarcie do niej bowiem jest twoim przeznaczeniem.
Ale bynajmniej nie spiesz sie w podrozy,
Lepiej, by podroz trwala wiele lat,
Abys stary juz byl, gdy dotrzesz do tej wyspy,
Bogaty we wszystko, co zdobyles po drodze,
Nie oczekujac wcale, by Ithaka dala ci bogactwa.
Ithaka dala ci te piekna podroz..."
(Konstantinos
Kavafis)
Vielleicht übersetzt dies ein zweisprachiger Oberschlesier.
Zwei oder mehrere Sprachen zu sprechen ist gut.
Das ist, als wenn du zwei oder mehrere Kulturen kennen
würdest.
Als freier Europäer wäre das wünschenswert und sehr
motivierend.
Wie die Lothringer Deutsch und Französisch sprechen, die
friesischen Länder Deutsch, Holländisch, Dänisch und die
Schweizer
oft vier Sprachen, so wäre es wünschenswert, dass
Oberschlesier
zwei oder drei Sprachen sprechen, so wie es früher Tradition
war. Vergiss das bitte nicht, nachlässiger Oberschlesier.
In einem Mendelssohn-Bartholdy-Konzert in Köln haben wir
"BayerSänger" ein Lied gesungen (Arrangement des Textes von Werner
Nolopp):
"Vergiss mein nicht!"
so spricht mit süßem Flehen
ein Blümlein blau am Bachesrand,
"Vergiss mein nicht,"
64
musst du gleich von hier gehen,
o denke mein im fernen Land.
Nur in der Heimat wohnt des Herzens Frieden,
wo Wiegenlieder die Mutter dir sang,
bis aus der Heimat du lange geschieden,
hörst du im Traum noch den süßen Klang:
"Vergiss mein nicht!"
so spricht mit süßem Flehen ein Blümlein blau,
"Vergiss mein nicht!".
Heute fällt es manchen Rheinländern schwer, das Heimweh
der Oberschlesier zu verstehen.
(In Oberschlesien sagt man:
"überall ist es schön, daheim am
schönsten".)
Es sind 50 Jahre her, dass die zugezogenen Rheinländer
ihre Heimat verlassen mussten.
Damals, im Jahre 1945 waren sie "Neubürger" im westlichen
Teil der
Bundesrepublik, oft viele Jahre in Flüchtlingslager lebend.
Früher einmal haben alle Deutschen, ob unter der Regierung
der Habsburger oder der Hohenzollern vom kulturellen, und
geistigen Reichtum Schlesiens geschöpft.
Damals begann die Christianisierung Polens auch durch das
mährisch-böhmische Wratislavia (Breslau/Wroclaw).
Später wurden von böhmischen Druckereien in Breslau, auf
Wunsch von
Polen, hier bei uns in Schlesien, die ersten
Lieder in polnischer Sprache: "Ojcze nasz" - ("Vater unser"),
"Zdrowas Mario" - (Gegrüsset seist du, Maria) oder "Wierze w
Boga"
- (Ich glaube an Gott) auf Wunsch der Polen verlegt.
So stark war Schlesien damals. Man darf dies nicht vergessen.
Viele von uns hatten davon keine Ahnung.
Nach rund 400 Jahren mit der Hauptstadt Prag, weiteren rund
100 Jahren unter Wien, Budapest und dazu fast 180 Jahren mit
der
Hauptstadt Berlin, war Breslau wirtschaftlich, kulturell und
geistig eine der prächtigsten Städte in fast ganz Europa.
Damals, zwischen dem XIV bis XVIII Jh. war ganz Schlesien
neben
Böhmen Mitglied des Heiligen Römischen Reiches Deutscher
Nationen, was wir heute mit der europäischen Union vergleichen
könnten.
Wenn wir die schönen Klavierwerke von Fryderyk Chopin hören,
sollten wir auch daran denken, dass Chopins Lehrer, Joseph
Elsner
Schlesier aus Grottkau war.
Oft scheint es so, dass die Sehnsucht nach der Heimat und
die Pflege der eigenen Kultur bei anderen Völkern seelisch
nicht
so stark verankert ist wie bei den Schlesiern.
Gleichzeitig sollen sich die Oberschlesier in der slawischgermanischen vielfältigen kaleidoskopischen Heimat wie zu
Hause
65
sicher und wohl fühlen könnten.
Oberschlesien ohne Oberschlesier ist wie ein Mensch ohne
Seele.
So können wir uns auch Europa ohne Schlesien nicht
vorstellen.
Oberschlesien geht auf ein vereinigtes Europa zu. Der
Händedruck
mit den Nachbarn, der den Oberschlesiern niemals fremd war,
ist der nächste Schritt zur Verwirklichung dieses Vorhabens.
Wer nach einem Europa der freien Völker strebt, muss die
Regionen
Europas, die geschichtlich gewachsen sind, in dieses Europa
miteinbeziehen, also auch Schlesien. Hier brauchen wir Sie,
verlorene Oberschlesier.
Die Zyklen wiederholen sich überall. Die neue Generation
Oberschlesier in Deutschland ist im Rheinland oder Bayern
integriert, sowie die aus Polen nach Oberschlesien
Eingewanderten heute Neubürger von Gornego Slaska sind. Alle wohnen
irgendwo
in der europäischen Region. Pflegen wir unsere Regionen,
die neuen wie auch die alten. Natürlich auch Oberschlesien!
"Der Mensch braucht seine Heimat zu seiner Identität"
und
"Nicht das Auge um Auge, Zahn für Zahn, sondern
die uns in der Taufe eingestiftete Versöhnungswirklichkeit. Dafür ist unsern Heimatvertriebenen
nur zu danken".
Daran hat uns Joachim Kardinal Meisner im Kölner Dom am
10.6.95
in seiner Predigt anlässlich der Hl. Messe zum 50.Jahrestag
der
Vertreibung erinnert.
Ach, die vergessene und verlorene Oberschlesier! Sehr oft
haben sie keine Ahnung worum geht´s.
Meine Heimat heißt Schlesien,
Das weiß jedes Wesen!
Hier wurde ich geboren
Hier gehe ich zur Schule
Hier habe ich viele Freunde
Hier lebe ich gern
Ich werde meine Schlesien nie verlassen!
Denn ich liebe es über alle Massen!
Meine Heimat heißt Schlesien,
Das weiß jedes Wesen!
Es hat einen 18 jährigen, aus Siemianowitz, Jan Nycz geschrieben. Einfach
und schön, dazu überzeugend.
P.K.Sczepanek 1995 - „Oberschlesien anders“
66
21.-Zapomniani i zagubieni Górnoślązacy - Die vergessene und verlorene
Oberschlesier
Wielu Górnoślązaków, którzy w ostatnich latach osiedlili się w Niemczech
jest bardzo dumnych ze swego pochodzenia. Znakomita ich ilość stworzyła
sobie dobre warunki życia i pracy. Biorą również czynny udział w życiu
politycznym, kulturalnym i społecznym Niemiec. Wielu Górnoślązaków
pracuje w środkach masowego przekazu, w instytucjach kulturalnych, są
muzykami, naukowcami i pracownikami o najwyższych kwalifikacjach. Nie
dotyczy to jednak wszystkich Górnoślązaków. Tak jak w każdym
środowisku ludzkim, również wśród nich, zwłaszcza wywodzących się z
drugiej generacji, wielu chętnie "zapomina" o swoim pochodzeniu i nie
przyznaje się do ziemi swoich ojców i dziadków.
"Człowieku, wszystko co poza Tobą jest Mensach, alles was außer dir
nie doda ci wartości.
Das gibt die keinen Wert.
Nie ubiór czyni człowieka
Das Kleid macht keinen Mann,
nie siodło zdobi konia."
Der Sattel macht kein Pferd.
Angelus Silesius
Wydaje się im, że Górny Śląsk jest krainą biedną i zacofaną. Wstydzą się
nawet tego, że rodzice oprócz niemieckiego władają też dialektem
slowianskim i w ten sposób ignorują wprost swoją ziemię ojczystą.
Wypędzenie po II wojnie światowej kilku milionów Niemców ze Śląska było
wydarzeniem bolesnym i do dziś tkwi w pamięci wielu Ślązaków. Pragną
zapomnieć te bolesne doświadczenia, lecz ziemię ojczystą zawsze mają w
pamięci.
Najwięcej Górnoślązaków, którzy pragną zapomnieć o swoim pochodzeniu
rekrutuje się spośród tych, którzy w czasach komunistycznych wiele,
nawet kilkanaście lat czekali na zezwolenie wyjazdu. Znaczna ich część
mieszkała przed wyjazdem w tzw. "familokach", np. w Szopienicach,
Nikoszowcu czy Rudzie Śląskiej. W tych starych, nawet stuletnich domach,
nie było żadnego komfortu. Taki stan rzeczy nie wpływa dodatnio na
uczucie przywiązania do stron rodzinnych. Wielu z nich, będąc już w
Niemczech pragnęło powrotu na Górny Śląsk. Stale śniło im się, że jeszcze
znajdują się na swej starej ziemi. Bardzo często to było spowodowane
ideologią komunistyczną, która dyskryminowała Górnoślązaków i czyniła z
nich ludzi uciskanych. Żyjący dzisiaj w Niemczech w dostatku i dobrobycie
niechętnie nawet myślami wracają do przykrych wspomnień i wrażeń
doznanych na Górnym Śląsku.
Czy ci przyszła myśl prawdziwa,
Co dziś ludzi uszczęśliwia?
Nie bogactwa barwny kwiat,
lub pieniędzy, złota gram,
tylko ten malutki świat,
któryś stworzył sobie sam.
Tlum: Pksczep
Hast Du niemal nachgedacht,
Was die Menschen glücklich macht?
Es ist Reichtum nicht und Geld,
es ist jene kleine Welt,
die sich jeder selber macht.
Dorothea Otto
67
Przykro powiedzieć, ale czasem, myśląc o niektórych co to kilogramami
objadają się bananami lub skrzynkami wypijają piwo przed telewizorami,
wykoślawiają pojęcie dobrobytu w nowych ich warunkach zamieszkania.
Każdy ma prawo zapytać jaki jest sens i jaką ma wartość nasze życie,
równocześnie każdy ma prawo szukać swojej własnej, indywidualnej
odpowiedzi. Dlatego gdyby chciano przeprowadzić bilans starej i nowej
generacji społeczeństwa, wynik dla obydwu stron byłby w różnych
dziedzinach diametralnie różny. Różny byłby również w zależności od
zamieszkania Górnoślązaków.
Rozmyślać głęboko o błędach przeszłości
I przyszłość budować świetniejszą i trwalszą,
A radzić spokojnie bez swarów i złości,
By plon jaki został - na epokę dalszą,
Poprawiać, nie niszczyć - i nie plwać wzgardliwie
Na wszystko, co dawniej wieńczono wawrzynem,
A drogą postępu ku ojców iść niwie
Usque ad finem!
To żywot nasz dzisiaj, to nasza dziś dola!
Konstanty Gaszyński
W nagrodę za utratę swych ziem rodzinnych można by stwierdzić, że
wszystko to co posiadamy zawdzięczamy Śląskowi.
W tym miejscu warto podkreślić fragment wiersza greckiego filozofa
Konstantyna Kavafisa, który zajmował się Ithaką jako krainą, z której
pochodził Odyseusz i do której przez długie lata wracał. Słowo "Ithaka"
można by z powodzeniem zastąpić słowem "Śląsk".
"Nie wolno ci nigdy zapomnieć o Ithace,
Dotarcie do niej bowiem jest twoim przeznaczeniem.
Ale bynajmniej nie spiesz się w podróży,
Lepiej, by podróż trwała wiele lat,
Abyś stary już był, gdy dotrzesz do tej wyspy,
Bogaty we wszystko, co zdobyłeś po drodze,
Nie oczekując wcale, by Ithaka dała ci bogactwa.
Ithaka dała ci tę piękną podróż..."
Konstantinos Kavafis
Znajomość kilku języków obcych przynosi wielorakie korzyści. W ten
sposób poznaje się bardziej dogłębnie literaturę, kulturę i obyczaje danego
kraju. Znajomość kilku języków Europejskich w przyszłej Europie jest
rzeczą wielce korzystną i pożądaną.
Podobnie jak Alzatczycy władają językiem niemieckim i francuskim,
Fryzyjczycy na północy Niemiec mówią również po holendersku i duńsku i
Szwajcarzy trzema językami byłoby rzeczą wskazaną, by Ślązacy również
opanowali trzy języki w myśl tradycji ubiegłych stuleci.
W ubiegłym roku w Kolonii odbył się koncert organizowany przez
rozgłośnię WDR, w ramach którego grano utwory Mendelssohna.
Występujący tam chór zakładów Bayer Leverkusen wzruszył całą
publiczność piosenką w aranżacji tekstu Wernera Noloppa:
"Nie zapomnij mnie”
Vergiss mein nicht
68
tak mówi wzruszającym głosem
so spricht mit süssem Flehen,
niezapominajki kwiat na brzegu rzeczki ein Blümlein blau am Bachesrand,…
do słodkiej muszki.
Nie zapomnij mnie
"Vergiss mein nicht!"
jeśli musisz odejść stąd
musst du gleich von hier gehen,
pomyśl o mnie na obczyźnie.
o denke mein im fernen Land
Tylko na ziemi ojczystej znajdziesz spokój serca Nur in der Heimat wohnt des Herzens
Frieden
gdzie kołysanki matki brzmią.
wo Wiegenlieder die Mutter dir sang,
Gdy opuściłeś swe rodzinne strony bis aus der Heimat du lange geschieden,
we śnie usłyszysz słodki głos:
Nie zapomnij mnie!"
hörst du im Traum noch den süßen Klang:
so spricht mit süßem Flehen ein Blümlein blau,
"Vergiss mein nicht!".
Wielu Nadreńczyków nie potrafi zrozumieć, jak duże przywiązanie żywi
Górnoślązak do ziemi ojczystej ale i jaka wielka tęsknota ogarnia go do
jego stron rodzinnych.
Na Górnym Śląsku mówi się powszechnie:
"Wszędzie jest dobrze, ale najlepiej w domu rodzinnym.",
"Überall ist es schon, aber daheim am schönsten."
Minęło już 50 lat, gdy dzisiejsi Nadreńczycy opuścili swe rodzinne strony
na Pomorzu i Prusach Wschodnich. Wiele lat przebywali w obozach dla
uchodźców. Kilkaset lat temu, czy to pod rządami Habsburgów czy
pruskich Hohenzollernów Niemcy czerpali z kulturalnego i duchowego
bogactwa Śląska.
Słychać też było u nas, już w latach 1850 w Operze Bytomskiej w 5 lat po
premierze w Dreźnie, chóry pielgrzymów-tułaczy choćby z opery
"Tannhäuser" R. Wagnera:
Uszczęśliwić cię tylko mogę, ojczyzno,
Heimat,
Beglückt darf nun ich, o
patrząc na cię pozdrawiając wesoło twe ulubione łąki, ich schaune und grüße froh deine
liebliche Auen,
kiedy tylko odstawię mą pielgrzyma laskę
Wanderstab,
nun lass ich ruhen den
gdyż to wierność Boska ponagliła mnie do tułaczki. Weil Gott getreu ich
gepilgert hab.
tlum: pksczep.
Wraz z narodowa chrystianizacją w Polsce zaczął się rozwój oświaty i
piśmiennictwa. W drukarniach znajdujących się we Wrocławiu na Slasku
drukowano na prosbe z Polski pierwsze piosenki w języku polskim (z
trzcinko gotycka). Ukazały się modlitwy jak "Ojcze nasz", "Zdrowaś Mario" lub
"Wierzę w Boga". Wrocław rozbudował się w szybkim tempie i wkrótce stał
się najprężniejszym miastem Europy. Rozwijał się handel, rzemiosło,
budownictwo. Budowano szkoły, szpitale, instytucje kulturalne i socjalne.
W owym czasie Śląsk był częścią składową Świętego Cesarstwa
Rzymskiego Narodów Niemieckich co dzisiaj da się porównać z Unią
Europejską.
69
W XVIII wieku wędrujący przez różne krainy Europy poeta-mistyk G.
Tersteegen ( 1697 - 1769) "modląc się do wszechwładnej miłości" ("Ich
bete an die Macht der Liebe") prosił i nas o potrzebę jej pragnienia, czego i
dziś po 300-tu latach śpiewając też pragniemy:
W zacnym i świętym imieniu Twym Panie
In deinem teuren heil´gen
Namen
otwiera się jakby ojcowskie twe serce,
eröffnet sich des Vaters
Herz,
gdzie znajdę nic tylko swą upragnioną wieczność, da find´ich lauter Ja und
Amen,
pociechę w mym cierpieniu jak i zagojeniu.
Und Trost und Heilung für
den Scherz.
By każdy z grzeszących musiał to wiedzieć, O dass dies jeder Sünder
wußte,
iż serce jego już wkrótce zapragnie miłości w ukojeniu. Sein Herz wohl bald ich lieben
musste.
Tlum: pksczep
Niejednokrotnie wydaje się, że tęsknota za ziemią rodzinną i
przestrzeganie własnych wartości kulturalnych u innych narodów nie
posiada tak duchowego wsparcia jak u Ślązaków.
Evropa v dnesnim procesu promen nepotrebuje "ideologii" jako pravdu
znesvobodnenou a zotrocenou, ale docela jiste potrebuje "dusi"! Potrebuje
moudre lidi, kteri by znovu hledali dusi Evropy, ztracenou v zajeti
bezduchych ideologii, lidi, kteri by "peci o dusi" chapali jako svou prvni
zodpovednost a poslani.
"Stavet mosty duvery" Miloslava kdl Vlka
Mówiło się kiedyś żartobliwie - co czwarty Berlińczyk był Ślązakiem.
Przybywali oni nie tylko do np. zakładów śląskiej rodziny Borsig, przybyło
też wielu ludzi nauki i kultury, budowniczych katedr, kościołów (też Bramy
Brandenburskiej), pozostawiając w muzeach wiele cennych ich dzieł.
Dążeniem powszechnym jest to, by Górnoślązacy na własnej słowiańskogermańskiej ziemi czuli się bezpiecznie i dobrze. Górny Śląsk bez
Górnoślązaków jest jak człowiek bez duszy. Górny Śląsk dąży do
zjednoczonej Europy. Uścisk dłoni z wszystkimi sąsiadami, którzy nigdy nie
byli obcy Górnoślązakom jest następnym krokiem do urzeczywistnienia
tego przedsięwzięcia. Kto dąży do Europy narodów wolnych musi
równocześnie uwzględnić historyczne i współczesne przesłanki innych
regionów i krain Europy w tym także i Śląska. Do tego właśnie
Górnoślązacy są niezbędni. Tak jak Górnoślązacy integrowali się już w
Nadrenii czy Bawarii tak i Polacy przybywszy z głębi kraju stanowią już
jedność z miejscową ludnością na Górnym Śląsku.
"Der Mensch braucht seine Heimat zu seiner
Identität" und
"Nicht das Auge um Auge, Zahn für Zahn, sondern
die uns in der Taufe eingestiftete Versöhnungswirklichkeit. Dafür ist unsern Heimatvertriebenen
nur zu danken".
70
Daran hat uns Joachim Kardinal Meisner im Kölner Dom am
10.6.95
in seiner Predigt anlässlich der Hl. Messe zum
50.Jahrestag der
Vertreibung erinnert.
Ach, die vergessene und verlorene Oberschlesier! Sehr
oft haben sie keine Ahnung worum geht´s.
Meine Heimat heißt Schlesien,
Das weiß jedes Wesen!
Wszyscy mieszkamy na ziemi, która jest nam wspólna.
Cytowany już kardynał Joachim Meisner w swoim kazaniu dnia 10 czerwca
1995r powiedział:
„Der Mensch braucht seine Heimat zu seiner Identität.
Nicht das Auge um Auge, Zahn für Zahn, sondern
Die uns in der Taufe eingestiftete Versöhnungswirklichkeit.
Dafür ist unseren Heimatvertriebenen nur zu danken“.
Co oznacza:
"Człowiek potrzebuje swoją ziemię ojczystą do własnej identyfikacji.
Nie biblijna zasada "Oko za oko - ząb za ząb" tylko wszczepiona nam
podczas chrztu możliwość pojednania stanowi podstawę do wzajemnego
porozumienia między narodem niemieckim i polskim. Tego pragną i czynią
wypędzeni i za to im jestem wdzięczny."
Są niekiedy i tacy, a jest ich wielu, którzy dochodzą w życiu do
jakiegoś pułapu w swojej karierze i zapominają albo się wstydzą
swej kultury, korzeni - "biedni" ci zapomniani i zagubieni
Górnoślązacy.
Meine Heimat heißt Schlesien,
Das weiß jedes Wesen!
Hier wurde ich geboren
Hier gehe ich zur Schule
Hier habe ich viele Freunde
Hier lebe ich gern
Ich werde meine Schlesien nie verlassen!
Denn ich liebe es über alle Massen!
Meine Heimat heißt Schlesien,
Das weiß jedes Wesen!
Pisze wierszem młody 18-to letni Górnoślązak z Siemianowic Śl. i chyba nie trzeba
tłumaczyć - tak prosto, ładnie i przekonująco tworzy ten młodzian - Jan Nycz.
Peter Karl Sczepanek aus dem Buch „Oberschlesien - anders” z książki „Góny Śląsk w
barwach czasu”, 1995, 1997
From: Jerzy Manka To ; [email protected] Sent: August 30, 2010 8:37 PM
Subject: Bractwo Gwarkow
Gwareckie Czuwanie w intencji chilijskich górników
71
W ramach solidarności z uwięzionymi
górnikami w podziemiach chilijskiej
kopalni na pustyni Atacama
Bractwo Gwarków ogłasza czuwanie
w Kaplicy św. Barbary przy SILESIA CITY CENTER
(na terenach dawnej kop. Eminencja–Gottwald)
codziennie w godzinach od 1000–2000.
Inauguracyjna msza święta w intencji chilijskich
górników odbędzie się w sobotę, 4.IX.2010 r.
o godz. 1900, podczas której zapalone zostanie
„ŚWIAT ŁO NADZIEI W BLASKU GÓRNICZYCH LA MP”.
W każdą kolejną sobotę msza św. o tej samej godzinie.
Zapraszamy wszystkich ludzi dobrej woli do udziału
w czuwaniu.
W kaplicy zostanie wystawiona „KSIĘGA NADZIEI”,
do której można wpisać się osobiście lub przez
email na adres [email protected]
Prezes Bractwa Gwarków ZG Zygmunt Pawłowski
Kapelan Związku Górnośląskiego ks. gen. Paweł Buchta
Katowice, dnia 30.08.2010r.
singen wir, als Chorus cum animo – St. Matthäus
in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
THE HALLELUJAH CHORUS ( BROOKLYN TABERNACLE CHOIR )
(tu spiewalem w tym kosciele w 1997 roku als Bayer Männerchor und die von der Kirche -hier
habe ich andere geistliche Lieder gesungen! - pkscz
http://www.youtube.com/watch?v=7YXtf7vtz3c&feature=related
From: Dr. Gerhard Illing To: 'Peter K. Sczepanek' Sent: August 21, 2010
Subject: Bild Prager Rathaus
Guten Abend , wie bereits mitgeteilt besteht ein Interesse das gezeigte Bild vom Prager Rathaus mit
der berühmten Turmuhr aus dem frühen Mittelalter zu erwerben. Können Sie mir eine Kopie im
Format DIN A4 zusenden? Was können wir dafür für Sie tun? Selbstverständlich würden wir für das
Bild auch eine Spende überweisen.
In Erwartung Ihrer geschätzten Rückäußerung. Ihr Dr. G. Illing
Dr. Gerhard Illing
Vorstandsvorsitzender Stiftung Saazer Heimatmuseum
Prof.-Völzing-Ring 12 64823 Groß-Umstadt
Telefon
06078 – 3573 Fax
06078 - 73900
[email protected]
e-mail
Besuchen Sie das Saazer Heimatmuseum im Netz: www.saazer-heimatmuseum.de
72
From: Dr. jur. Carsten Ludwig Riemer To: [email protected] Sent: August 20, 2010
Subject: Einladung Sommerfest - Schloss Mickeln - 3. September ab 15-22 Uhr
Sehr geehrter Herr Sczepanek,
nach dem großen Erfolg im letzten Jahr richten wir als Verein BusinessAktiv
Team Düsseldorf auch diesen
Sommer wieder ein geselliges Sommerfest aus.
Hierzu möchte ich Sie - einschließlich Begleitung -herzlich einladen. Im
romantischen Ambiente der Remise von Schloß Mickeln gibt es für Sie
Gelegenheit - ganz ohne Streß - alte Bekannte zu treffen und neue
Kontakte zu knüpfen. Wir sind bis in den späten Abend für Sie da und
freuen uns alle auf Ihr Kommen,
Herzliche Grüße, Ihr Carsten Riemer
Bitte schauen Sie sich in der Anlage unsere offizielle Einladung an!
Sommerfest - Freitag, 3. September 2010, ab 15-22 Uhr
Schloß Mickeln, Alt Himmelgeist 25, 40589 Düsseldorf
CR/B Rechts- und Wirtschaftsberatung
für Unternehmer und Berater, Düsseldorf
Dr. Carsten Ludwig Riemer Rechtsanwalt, LL.M. (Durham)
Tel: +49 211 5800 265-12 Fax: +49 211 5800 265-19 Riemer(at)CRBAnwalt.de
Zlot Fanów Czesława Niemena
16 października – godz. 14-23
Restauracja „Gdańska”, Altmarkt 3, 46045 Oberhausen
Magazyn „Samo Życie” i Restauracja „Gdańska” zapraszają
Program:
14:00-16:00 Konkurs „Śpiewać Niemena” na najlepsze wykonanie utworów
Niemena. Prowadzenie Piotr Sgraja (Radio Aspekt)
16:00-17:30 Wspomnienia ludzi, którzy Niemena znali, przyjaźnili się z nim lub
razem występowali, m.in. Jan Błędowski – muzyk zespołu Niemen-Aerolit, członek
zespołu Krzak, Maria Wilczyńska, wokalistka, śpiewała wspólnie z Czesławem
Niemenem, Waldemar Dylewicz, organizator koncertow Niemena w Niemczech,
Stanisław Węglowski, organizator ostatniego koncertu Niemena za granicą;
Prowadzenie Aleksandra Jarecka (Funkhaus Europa)
73
17:30-19:00 Koncert pamięci Niemena: Maria Wilczyńska, Eligiusz Badura (exUniverse), Communa – rock band z Solingen
19:00-20:30 Spotkanie z Markiem Gaszyńskim (Polskie Radio, program 3),
przyjaciel Niemena, autorem tekstów (m.in. „Sen o Warszawie”) oraz biografii
Niemena „Czas jak rzeka”
21:00-23:00 Dariusz Bernatek śpiewa Niemena
•
•
•
wystawa obrazów Stanisława Szroborza „Niemen... Mistrz i Małgorzata”,
konkurs na znajomość muzyki Niemena,
stoisko z płytami i książkami.
Wstęp wolny
www.samo-zycie.com
www.gdanska.de
From: "Leonard Paszek" <[email protected]> To: "Anna" <[email protected]>
Cc: "Peter K. Sczepanek" <[email protected]> Sent: August 29, 2010
Subject: Zlot Fanow Czesława Niemena
> Witam serdecznie, zapraszam i prosze o rozpowszechnienie
> Pozdrawiam Leonard Paszek
Atelier Hyazinth
Im Lohfeld 15
33102 Paderborn
Mobil.: 0172 2856659 www.hyazinth-art.de :
Rybnik 4.08.2010 r.
Sejm Rzeczpospolitej Polskiej
Pan Marszałek Grzegorz Schetyna
00-902 Warszawa ul. Wiejska 4/6/8
Senat Rzeczpospolitej Polskiej
Pan Marszałek Bogdan Borusewicz
00-902 Warszawa ul. Wiejska 6
W miesiącu lipcu 2010 r. Komisja Europejska akceptowała wniosek rozporządzenia Rady Unii
Europejskiej w sprawie pomocy państwa ułatwiającej zamykanie niekonkurencyjnych kopalń
o numerze 2010/0220 (NLE) uwzględniający Traktat o funkcjonowaniu Unii Europejskiej,
w szczególności jego art. 107 ust.3 lit .e przekazała projekt aktu ustawodawczego parlamentom
narodowym.
Rozporządzenie węglowe, dotychczas obowiązujące, numer 1407/2002 z dnia 23 lipca 2002 r.
wygasa z dniem 31 grudnia 2010 r.
W związku z powyższym zwracamy się do Sejmu i także do Senatu z pytaniem jaką odpowiedź,
otrzymała Rada Unii Europejskiej ?. Treść ewentualnej odpowiedz prosimy przesłać na nasz adres
w polskiej i angielskiej wersji językowej.
W przypadku braku reakcji parlamentów na projekt zarządzenia prosimy o odpowiedź na pytanie
jakie prawo będzie stosować państwo polskie w stosunku do niekonkurencyjnych kopalń?.
Prosimy o szczegółową odpowiedź uwzględniającą wszystkie aspekty powziętych decyzji (gospodarcze,
finansowe, społeczne, regionalne i inne).
Za Zarząd Kola RAŚ Rybnik
Paweł H E L I S
74
From: Bernadeta Szymik-Kozaczko To: Peter K. Sczepanek Sent: August 24, 2010
Subject: witejcie u Wos
Slonzoki, to kolejne miejsce, które pokazuje piękno Katowic mo być zniszczone.
Przod powoli i systematycznie niszczono tam wnętrze (drzwi obrotowe, wystrój sal), teraz
chce się to doprowadzić do ruiny tak jak Stary Dworzec - czyli ten przy ul. Dworcowej,
zniszczona restauracja w Monopole (na jej miejscu są butiki). Resztki pięknej restauracji
można zobaczyć idąc do ubikacji w kawiarni Romantyczna. Mogę wymieniać dalej, np. Huta
Baildon. Bardzo proszę włączcie się do obrony tego miejsca
http://rss.feedsportal.com/c/32739/f/530306/s/d0c6cac/l/0Lkatowice0Bgazeta0Bpl0Ckatowice
0C10H350A190H82866740HTo0Ijuz0Ikoniec0I0IWlasciciele0IKrysztalowej0Ioddali0Iklucz
e0Bhtml/story01.htm
Bernadeta
To już koniec. Właściciele Kryształowej oddali klucze
Anna Malinowska 2010-08-23
Najstarsza kawiarnia w Katowicach przestaje istnieć. Jej właściciele, którzy dzierżawili
pomieszczenia w kamienicy przy ul. Warszawskiej, właśnie oddali klucze.
Katowice. Kawiarnia Kryształowa to już wspomnienie
ZOBACZ TAKŻE
• Mariacka podzielona. Żywa ulica musi być głośna?
• Centrum miasta do zabawy czy mieszkania?
• Po czeskiej stronie kawiarnia, a po polskiej barak
• Podwyżka czynszu dobiła legendarną Kryształową
Kryształowa przed wojną była jedną z najbardziej ekskluzywnych kawiarni w mieście. Dla wielu osób
stała się miejscem kultowym. Dopiero po 1989 roku czas w Kryształowej jakby się zatrzymał. Złośliwi
wytykali, że przydałby się jej remont, a wciąż serwowana kawa parzona to relikt minionej epoki. Jakby
na przekór kawiarnia miała swoich wielbicieli, których kusiły m.in. przystępne ceny.
Przed kilkoma dniami właściciele oddali klucze w magistracie. Twierdzili, że nowe, wyższe stawki
czynszu zaproponowane przez miasto są nie do przyjęcia. Kamienica przy ul. Warszawskiej w połowie
należy do miasta. - Ogłosimy przetarg na nowego dzierżawcę, ale lokal nadal ma pełnić funkcję
gastronomiczną. Nie ma mowy, żeby wprowadził się do niego bank czy jakieś biuro - mówi Dagmara
Ignor z magistratu.
Taki warunek przetargu ucieszył dr. Andrzeja Rożanowicza, który od międzywojnia mieszka nad
kawiarnią. - Dalej z łezką w oku będę wspominał Kryształową, ale jest nadzieja, że wciąż w tym
miejscu będzie można zjeść ciastko czy wypić kawę - mówi.
Z decyzji miasta zadowolony jest Łukasz Brzenczek ze Stowarzyszenia "Moje Miasto". - Ostatnio
doliczyłem się ponad 100 pustostanów, które zostały w centrum Katowic po tym, jak wyprowadziły się
z nich sklepy, punkty usługowe i knajpki. Na ul. Słowackiego jest ich najwięcej. Większość
wyprowadziła się do dużych centrów handlowych. Teraz tylko należy mieć nadzieję, że nowy
właściciel wprowadzi nowy wystrój, a zostawi starą nazwę, bo wszyscy w mieście do nazwy
Kryształowa są przyzwyczajeni - mówi Brzenczek.
75
Źródło: Gazeta Wyborcza Katowice
Pisali mi z Rybnika i z Radioka Piekary (Leon S.):
Czy Ty też popierasz wywody radnego Sejmiku Śl. z listy PiS p. W.
Naturskiego? tego tu poniżej - 2 artykuly - z 21 i 28 sierpnia:
www.dziennikzachodni.pl
Śląscy separatyści marzą o fotelach i władzy
Witold Naturski 2010-08-21
Odkrywają powoli swoje polityczne karty głosiciele powrotu autonomii Śląska. Ich
wódz, Jerzy Gorzelik, stwierdził niedawno, że tej jesieni jego głównym celem
będzie zajęcie kilku foteli radnych wojewódzkich.
Groźba to dla naszego regionu całkiem realna, bo już 4 lata te-mu, separatyści ci byli blisko
przekroczenia progu wyborczego. Od tego czasu organizowane przez nich marsze i agitki oraz
pełna demagogiczno-historycznych porównań publicystyka, namieszały w głowach wielu ludzi
pokrzywdzonym przez los, komunę lub jej upadek.
Panowie Roczniok, Gorzelik i kilku ich kolegów rozmyślnie wmawiają gorzej
wykształconym, że powrót autonomii polepszyłby szybko ich los. To mit, bo gdyby im wierzyć,
przedwojenni górnicy i hutnicy żyliby na poziomie co najmniej urzędniczej klasy średniej, a tak nie
było. Odnosi się też ta kilkuosobowa „elita”; do przykładów współczesnych krajów federalnych,
które powstały w ostatnich kilkuset latach - inaczej niż Polska - jako zlepek księstw czy kantonów.
Na pierwszy rzut oka brzmi to gładko, ale jest tylko grą na ludzkich sentymentach i
niezadowoleniu.
Parcie pana Gorzelika na sejmik dziwi tym bardziej, że przez lata wytykał tej instytucji słabości,
niemoc i brak odwagi. Wie jednak pan doktor dobrze, że aby dać tej samorządowej izdebce
prawdziwą władzę, potrzeba większości na Wiejskiej. A na to liczyć nie można.
Dlaczego za główny cel polityczny obrali sobie separatyści właśnie sejmik, gdzie - prócz
buńczucznych i nic nie-znaczących uchwał - nie będą mogli ziścić niczego, co postulują? Nie chodzi
im chyba o te 2 tysiące złotych miesięcznej diety przez 4 lata? Nie liczą też raczej na to, że
zdobędą większość, by rządzić województwem. A jeśli nawet, to i wtedy stosowne ustawy nie
pozwalałyby im realizować swojego separatystycznego programu.
Można więc przypuszczać, że chodzi właśnie o trybunę, a nie o władzę. O to, by poszerzyć front
swojej propagandy, a nie coś realnie zmienić. Tym bardziej że pytany ostatnio w wywiadzie
katowiczanin Jerzy Gorzelik: czy zechce ubiegać się o prezydenturę w swoim mieście, jasno
odmówił. Dziwne, bo to właśnie ten urząd, jak żaden inny w samorządzie, daje maksimum realnego
wpływu na rzeczywistość.
Wolą jednak nasi separatyści mieć pozorny udział w rządzeniu województwem niż blisko
stuprocentowy w kierowaniu sprawami jego stolicy. A może boi się pan Jerzy sromotnej porażki w
Katowicach? W końcu tych 180 tys. osób, na które co rusz się powołuje, a którzy podczas
ostatniego spisu powszechnego określili się jako wyłącznie Ślązacy, to ledwie 3 proc. wszystkich
mieszkańców regionu. Łatwiej będzie pozbierać ich głosy w okręgu obejmującym kilka miast i wsi,
niż przekonać szerszy elektorat wielkomiejski, że nie jest się wyłącznie populistycznym
demagogiem z dużą wiedzą historyczną.
Na szczęście autonomiści tracą po-woli wsparcie Unii Europejskiej. Decydenci w Brukseli doszli
bowiem ostatnio do wniosku, że lansowane przez lata hasło Europy regionów zaognia nastroje
separatystyczne w wielu częściach wspólnoty. Postanowili więc zastąpić je postulatem wspierania
wielkich ośrodków miejskich. Te raczej nie będą chciały ogłosić autonomii lub secesji
Dziennik Zachodni » Opinie » Artykuł
76
Śląscy autonomiści odkrywają karty
Witold Naturski 2010-08-28
To co działo się na forum internetowej strony Dziennika Zachodniego po felietonie,
w którym dociekałem prawdziwych intencji politycznych przywódców Ruchu
Autonomii Śląska, przerosło wszelkie oczekiwania.
Przeszło 180 wpisów w większości atakujących tekst, ale także wiele popierających moje tezy. Do
tego ponad 100 głosów „lubię to” na Facebooku.
Tym, którzy felietonu nie czytali, śpieszę wyjaśnić. Ośmieliłem się podejrzewać w nim, że cała
zadyma wokół rzekomego przywracania Śląskowi autonomii, służyć ma zajęciu przez kilku działaczy
tej organizacji miejsc w Sejmiku Województwa,
który notabene krytykują od lat za brak rzeczywistej władzy w regionie. Oczywiście, wejście do tej
izby naszych separatystów sytuacji tej nie zmieni, bo za-kres jej władzy wytyczany jest ustawowo
przez Sejm RP. Dyskusja na forum odkryła też kolejny, znacznie bardziej niebezpieczny, wątek
całej sytuacji.
Wielu popleczników drużyny Jerzego Gorzelika, mniej lub bardziej jawnie, opowiada się za
niemieckością Górnego Śląska, bądź to wyliczając o ile dłużej ziemie te należały do germańskiego
kręgu państwowo-kulturowego, bądź powołując się na powojenne zbrodnie służb PRL-u na
miejscowej ludności. Nie przecząc faktom historycznym, warto zwrócić uwagę na intencje nimi się
posługujących. Czy aby na pewno chcą poprzestać na uzyskaniu unikalnej w skali Polski autonomii
finansowej regionu?
Czy rzeczywiście chodzi tylko o to, by wyszarpać od Warszawy więcej praw do decydowania o
swoich sprawach? Czy może raczej o powolne zacieśnianie jakichś specjalnych więzów Górnego
Śląska z zachodnim sąsiadem Polski?
Oczywiście, pytani oficjalnie RAŚ-owcy mówią, że idzie im jedynie o autonomię w granicach
państwa polskiego. Anonimowo jednak nie wahają się na to państwo po prostu pluć. Przykład - że
przy sprawach autonomii powiedzenie o palcu i ręce także się sprawdza - płynie z Hiszpanii.
W Kraju Basków, który cieszy się w całym kraju wyjątkowymi względami (głównie finansowymi),
członkowie organizacji ETA wcale nie przestali spiskować, a pewne ograniczenie ich aktywności
przypisać trzeba raczej skuteczności policji niż satysfakcji z już posiadanych przywilejów. W
żadnym wypadku nie podejrzewam dziś miłych panów z RAŚ o chęć działań zbrojnych.
Nie wierzę jednak, by mieli zadowolić się ewentualnym spełnieniem ich obecnych, i tak nierealnych,
postulatów.
Dowodem na zacietrzewienie i fundamentalizm dyskutantów kibicujących RAŚ niech będzie fakt, iż
absolutnie nie przyjmują do wiadomości, że można być rodowitym Ślązakiem, kochać tę ziemię
całym sercem, a jednocześnie czuć się nie tylko lojalnym obywatelem III RP, ale po prostu
Polakiem. Gdy ktoś usiłuje przedstawiać się w taki sposób, od razu dostaje łatkę gorola i wysyłany
jest na drugą stronę Brynicy.
Aż dziw bierze wreszcie, że Jerzy Gorzelik zaprzecza dziś tezom własnego dziadka, wielkiego
propagatora polskości Śląska, historyka literatury Zdzisława Hierowskiego, który ponad pół wieku
temu pisał we wstępie do zbioru śląskiej poezji i pieśni: &quot;Ślązacy nie są Polakami z łaski
jakiegoś cudu odrodzenia narodowego, ale są nimi dlatego, że nimi zostać chcieli, że nad tym
pracowali i o to walczyli&quot; (...).
Oddzielić zbrodniczy system od ludzi, którzy mu służą
77
Jerzy Gorzelik
2010-08-28
A może czerwonoarmiści pochowani na polskiej ziemi byli tylko ludźmi, którym
historia nie pozostawiła wyboru? - pyta Jerzy Gorzelik.
Według rozpowszechnionej opinii nasza kultura ma swe główne źródła w tradycjach greckiej,
rzymskiej i judeo-chrześcijańskiej. Ta ostatnia jest dziś nierzadko kontestowana, a dwie pierwsze
zapomniane. Przeciętny Europejczyk widzi w nich częściej przedmiot badań archeologów niż istotny
składnik współczesnego systemu wartości. Wystarczy jednak sięgnąć pod powierzchnię zjawisk, by
uzmysłowić sobie, że
wciąż pozostajemy dziedzicami antyku.
Do najbardziej efektownych świadectw potęgi cesarskiego Rzymu należą dwie gigantycznych
rozmiarów kolumny imperatorów Trajana i Marka Aureliusza. U ich szczytu wznoszą się dziś
wprawdzie figury świętych Piotra i Pawła, ale o pierwotnym charakterze pomników przypominają
oplatające ich trzony płaskorzeźbione relacje z wojennych kampanii. Wykute w kamieniu legiony
dziesiątkują Daków i germańskich Markomanów. Nic nie jest w stanie powstrzymać ich
zwycięskiego marszu.
Nasz system wartości
Scen militarnych sukcesów nie brakowało w sztuce cywilizacji starszych od rzymskiej. Fryzy dwóch
cesarskich kolumn Wiecznego Miasta swym klimatem odbiegają jednak od wcześniejszych
przedstawień. Wzrok, oswojony z wizerunkami dumnych faraonów czy władców sumeryjskich
miast, próżno szuka tu zwycięskich wodzów, tryumfalnie wspierających stopę na grzbiecie
przeciwnika, czy błagających o litość jeńców. Żaden kadr nie uwłacza godności pokonanych.
Ów szacunek dla zwyciężonych stanowi jeden z licznych elementów wspaniałego dziedzictwa
antycznego Rzymu w kulturze Zachodu. Podobnie jak poszanowanie miejsca pochówku. Prawo
rzymskie chroniło cmentarze i nie przez przypadek to tam właśnie zachowały się najstarsze
świadectwa chrześcijańskiego kultu. Tryumf nowej wiary nie położył kresu tym
przedchrześcijańskim tradycjom. Wręcz przeciwnie - skupienie się na godności jednostki ludzkiej,
zasada, by nienawidzić grzechu, lecz kochać grzesznika, sprzyjały jej ugruntowaniu.
Szacunek dla pokonanego przeciwnika i dla miejsca ostatniego spoczynku do dziś pozostają częścią
systemu wartości w naszym kręgu kulturowym. Historia dostarcza jednak nazbyt licznych
przykładów sprzeniewierzenia się tym regułom. Także ta tworzona na naszych oczach.
A może jednak nie nasz?
Na 15 sierpnia bieżącego roku zaplanowano odsłonięcie pomnika 22 czerwonoarmistów w
niewielkim Ossowie. Datę wybrano nieprzypadkowo. Pochowani polegli podczas bitwy warszawskiej
1920 roku. Rocznica tzw. cudu nad Wisłą jest zatem zarazem rocznicą ich śmierci. Jak widać na
zdjęciach, monument składa się ze sporych rozmiarów prawosławnego krzyża oraz tablicy z
inskrypcją, informującą, czyje szczątki skrywa w tym miejscu ziemia. Mamy zatem do czynienia z
dość typowym pomnikiem nagrobnym. Słowo pomnik stało się jednak zapłonem żenującej
awantury. Podniósł się rwetes, że jak to tak, na świętej polskiej ziemi stawiać pomniki najeźdźcom,
niosącym na bagnetach idee bezbożnego komunizmu.
W noc poprzedzającą planowaną uroczystość na tablicy ktoś wymalował czerwone gwiazdy.
Wskutek protestu zgromadzonej w Ossowie grupki ludzi do odsłonięcia nie doszło. Nie pomogła
próba perswazji zrozpaczonego Andrzeja Kunerta, sekretarza Rady Ochrony Pamięci Walk i
Męczeństwa.
Mundur to nie poglądy
Protestujący i wspierające ich organizacje zawodowych kombatantów, podkreślają, że nie mają nic
przeciw nagrobkowi, nie godzą się jednak na pomnik. Tymczasem słownik języka polskiego
definiuje nagrobek jako... pomnik, płytę, tablicę z napisami umieszczone na grobie zmarłego.
Argumentacja organizatorów protestu opiera się zatem na niezrozumieniu podstawowych pojęć.
Górnoślązacy, z uwagi na swe historyczne doświadczenia, potrafią oddzielić zbrodniczy system od
ludzi, którzy często nie z własnej woli musieli mu służyć. Nasi przodkowie wcieleni do armii Hitlera
w większości nie stali się przez to gorliwymi zwolennikami nazistowskiego reżimu i wyznawcami
jego obłąkańczej ideologii.
Mój ojciec, odbywający zasadniczą służbę wojskową w Ludowym Wojsku Polskim, nie
przepoczwarzył się nagle w entuzjastę realnego socjalizmu i PRL-u. A był to czas kryzysu
78
kubańskiego i gdyby taka była wola władzy, chcąc nie chcąc ruszyłby na Zachód u boku bratniej
armii sowieckiej.
Nie ma powodu, by podejrzewać, że przeciętny poborowy żołnierz Armii Czerwonej był w 1920 roku
świadomym bojownikiem bolszewickiej rewolucji. Nie możemy oczywiście wykluczyć, że wśród
dwudziestu dwóch pochowanych w Ossowie znaleźli się sprawcy mordów i gwałtów, jakich
powszechnie dopuszczało się sowieckie wojsko. Nawet mordercom i gwałcicielom nie odmawia się
jednak godnego pochówku i krzyża na
grobie.
Kto udawał mieszkańców Ossowa?
Przypomnijmy, że w szeregach tej samej Armii Czerwonej podczas II wojny światowej służył
Aleksander Sołżenicyn - późniejszy więzień łagrów, którego Archipelag GUŁag stanowi jedno z
największych oskarżeń systemu sowieckiego w światowej literaturze. Czerwonoarmistą był także
Lew Kopelew, który za protest przeciw zbrodniom na cywilnej ludności Prus Wschodnich, podzielił
los Sołżenicyna. I oni mogli spocząć w mogile podobnej do tej w Ossowie.
W latach 1919-1920 blisko pięciomilionowa Armia Czerwona składała się przede wszystkim z
poborowych. Wielu żołnierzy miało za sobą służbę w białej armii kontrrewolucjonistów. W zamęcie
rosyjskiej wojny domowej nierzadko kilkakrotnie zmieniano strony. Zaciskający się gorset
wszechobecnego terroru coraz bardziej ograniczał przy tym możliwość wyboru.
W Ossowie zaszło coś znacznie poważniejszego niż wynikający z braku zrozumienia protest przeciw
planowanej uroczystości. Zbezczeszczono miejsce pochówku, umieszczając na nagrobku symbole
sowieckiego reżimu. Tym samym sprofanowano stanowiący element pomnika znak krzyża. Nasuwa
się podejrzenie, że za ossowską akcją stoją środowiska, prezentujące się w roli obrońców krzyża na
Krakowskim Przedmieściu. Gdyby okazało się ono trafne, mielibyśmy do czynienia z jaskrawym
przykładem moralnej schizofrenii.
Stracili moralny kompas
Na Górnym Śląsku dewastacja nagrobnego pomnika w Ossowie wywoływać może niepokojące
skojarzenia. Nasz region stał się po roku 1945 polem zaciekłej walki z wszelkimi przejawami
niemczyzny. Nie ominęła ona cmentarzy. Do dziś przechadzając się po katowickim cmentarzu
ewangelickim odnaleźć można ślady tej wojny z kamieniami, przemawiającymi w niesłusznym
języku.
Część nekropolii, z grobami założycieli miasta, po prostu zrównano z ziemią. W tej zachowanej
skrupulatnie skuto nazwy miesięcy i inskrypcje, głoszące, że oto tu spoczywa w pokoju ukochany
mąż, ojciec, żona czy matka. Kiedy w roku 1948 przygotowywano pogrzeb bohatera
socjalistycznego współzawodnictwa pracy Wincentego Pstrowskiego, z cmentarza w Zabrzu
usunięto na polecenie władz dziesiątki nagrobków. Tak, by różne Helmuty, Gerardy czy Edeltraudy
nie kłuły w oczy przybyłych na ceremonię czerwonych dygnitarzy. Czy to nie paradoks, że ci, którzy
dziś w swoim mniemaniu reprezentują idee antykomunizmu, posługują się metodami właściwymi
komunistycznej praktyce?
Andreas Gryphius, wybitny XVII-wieczny poeta ze Śląska, w słynnym sonecie Łzy Ojczyzny. Anno
Domini 1636 napisanym pod wrażeniem okrucieństw wojny trzydziestoletniej, ubolewa nad tymi,
którzy w dziejowym zamęcie &quot;postradali skarbiec swojej duszy&quot;. Ofiarami - zwraca
uwagę autor - są nie tylko zabici, cierpiący od głodu i moru, ale tak-że ci, którzy stracili moralny
kompas. Sprawcy gwałtów i mordów. Być może do takich należeli czerwonoarmiści pochowani w
Ossowie. A może byli tylko ludźmi, którym historia nie pozostawiła wyboru. W przeciwieństwie do
nich protestujący przeciw odsłonięciu nagrobnego pomnika korzystają dziś z luksusu swobodnej
wypowiedzi. Na swój, pozostawiający niesmak, sposób.
Spółka Giesche nie dostanie majątku Katowic
PS
2010-08-28
Spółka Giesche SA nie ma prawa domagać się zwrotu przedwojennego majątku.
To postanowienie Wojewódzkiego Sądu Administracyjnego w Katowicach.
O zakusach spółki Giesche SA z Gdyni, która dąży do odzyskania przedwojennego majątku,
pisaliśmy wielokrotnie.
Zobacz także:
79
Katowice, Gdynia, Warszawa: Spółka Giesche za kratami
Giesche wraca po Katowice
Przed wojną do Giesche należały kopalnie, osiedla mieszkaniowe i działki. Przedstawiciele spółki
podnosili, że ten majątek został znacjonalizowany na podstawie przepisów dotyczących mienia
poniemieckiego. Firma tymczasem miała wyłącznie udziały amerykańskie.
Przed wojną, w roku 1926, większościowy pakiet akcji Giesche S.A. nabyły spółki amerykańskie. W
roku 1939, wraz z wkroczeniem niemieckich wojsk okupacyjnych do Polski, Spółka Akcyjna Giesche
zmuszona została do zaprzestania działalności. Hitlerowcy wydalili
jej amerykański zarząd z Polski. Przedsiębiorstwa Spółki objęto komisarycznym zarządem
wojskowym. Jak cały śląski przemysł, pracować musiały na potrzeby militarne III Rzeszy.
Po wojnie nowe polskie władze podzieliły i znacjonalizowały cały majątek Giesche. Niezmiernie
istotną okolicznością jest jednak, iż Spółka Akcyjna Giesche nie została zlikwidowana. Nadal
figurowała ona w Rejestrze Handlowym B pod numerem 1637 - aż do dnia 22 marca 2006 roku,
gdy zgodnie z wymogami prawa została - na wniosek nowych właścicieli - wpisana do Krajowego
Rejestru Sądowego pod numerem 253073.
- Oznacza to, że (w sensie prawnym) Spółka Akcyjna Giesche istnieje nieprzerwanie od 1922 r. Byt
podmiotu prawnego, takiego jak spółka prawa handlowego, zakończyć się może bowiem jedynie
poprzez likwidację albo upadłość i wykreślenie z rejestru spółek - można przeczytać w oficjalnym
stanowisku spółki Giesche.
Zarząd spółki wniósł do Ministerstwa Gospodarki o uznanie nieważności decyzji nacjonalizacyjnych.
Ministerstwo odmówiło, powołując się na to, że w latach 60. państwo polskie za przejęte mienie
wypłaciło Amerykanom 40 mln dol. odszkodowania.
Decyzję resortu Giesche zaskarżyła w sądzie. Sąd podtrzymał decyzję ministerstwa. To, jak
dzisiejsi akcjonariusze spółki weszli w posiadanie przedwojennych papierów Giesche, bada
Prokuratura Okręgowa w Tarnobrzegu. Niezależnie od tego prokuratorzy z Katowic złożyli wniosek
do sądu o wykreślenie z rejestru osób, które wpisały się jako zarząd reaktywowanej firmy.
From: "Luiza Rotkegel" <[email protected]muzeummyslowic.pl>Sent: August 24, 2010
Subject: Zaproszenie
Szanowni Państwo, po wakacyjnej przerwie rozpoczynamy
cykl muzealnych czwartków na które Państwa serdecznie zapraszamy.
2 września o godz. 17 odbędzie się Jubileusz 20 - lecia Związku
Górnośląskiego Koła Mysłowice - Janów.
Zapraszamy na otwarcie wystawy pt. "Jubileusz to wspomnienia" oraz promocję publikacji
pt. "Teraźniejszość i przeszłość Janowa Miejskiego w Mysłowicach".
z poważaniem Luiza Rotkegel
Dział Historii i Kultury Miasta Muzeum Miasta Mysłowice
www.muzeummyslowic.pl
http://katowice.gazeta.pl/katowice/1,81807,4304053.html
Gajos, Stuhr, Pieczka, Fraszyńska...
Jan F. Lewandowski 2007-07-10,
Jest rzeczą zaskakującą, że pozbawiony przemysłu filmowego region wydał aż tylu
wspaniałych aktorów filmowych
80
Bogumił Kobiela w Zezowatym Szczęściu Andrzeja Munka
•
Zeszyt nr 8. Film
Nie sposób nawet wymienić wszystkich aktorów z Górnego Śląska i Zagłębia Dąbrowskiego, którzy
zaznaczyli się w polskiej, a także niemieckiej kinematografii. Naszą listę otwiera postać pochodzącego
z Katowic Willy'ego Fritscha (1901-1973), czołowego amanta kina niemieckiego w latach 30.
W polskim kinie powojennym nie sposób pominąć katowiczanina Bogumiła Kobielę (1931-1969),
choćby tylko z powodu fenomenalnej kreacji Piszczyka w "Zezowatym szczęściu" Munka. Z
Katowicami związany był, pochodzący wprawdzie z Kresów Wschodnich, Zbigniew Cybulski (19271967), a to dzięki osiedleniu się w tym mieście całej rodziny Cybulskich po 1945 roku.
Z Katowic pochodziła wybitna aktorka filmowa i teatralna Aleksandra Śląska (1925-1989), która tak
wspaniale potrafiła wcielać się w postacie władcze, jak choćby w królową Bonę. Nie sposób pominąć
wreszcie Kaliny Jędrusik z Gnaszyna pod Częstochową (1934-1991), prawdziwej gwiazdy lat 60. i 70.
Do najciekawszych aktorów charakterystycznych kina powojennego należał pochodzący z Kochłowic
Henryk Bista (1935-1997). Jednak najbardziej znanym aktorem polskim na świecie pozostaje do dnia
dzisiejszego sosnowiczanin Jan Kiepura (1902-1966), znany z wielu kreacji w kosmopolitycznym kinie
muzycznym w okresie międzywojennym.
Spośród aktorów ciągle czynnych prawdziwym nestorem jawi się dzisiaj Franciszek Pieczka z
Godowa koło Jastrzębia Zdroju. Z kolei Janusz Gajos pochodzi z Dąbrowy Górniczej, a jego kariera
aktorska rozpoczęła się w będzińskim Teatrze Dzieci Zagłębia. Natomiast Olgierd Łukaszewicz
wywodzi się z Ligoty w Katowicach. Mało kto wie, że z naszego regionu pochodzi Jerzy Stuhr z
Bielska-Białej. Wreszcie Jerzy Cnota z Jastrzębia Zdroju, znany z niezliczonych ról
charakterystycznych i epizodów. Z młodszej generacji wystarczy wspomnieć mysłowiczankę Jolantę
Fraszyńską, która często podkreśla swoje górnośląskie korzenie.
Hanna Schygulla
Największe sukcesy w kinie niemieckim i europejskim osiągnęła jednak pochodząca z Chorzowa
Starego (a nie z Katowic, jak często informują leksykony filmowe) Hanna Schygulla. Jej kariera
rozpoczęła się z początkiem lat 70. w filmach Rainera Wernera Fassbindera. Zagrała wybitne role w
"Effi Briest", "Małżeństwie Marii Braun" i "Lili Marlen", a także w serialu "Berlin Alexanderplatz", stając
się w tamtym czasie najsławniejszą gwiazdą nowego kina niemieckiego.
Stworzyła też ciekawą kreację w "Miłości w Niemczech" Andrzeja Wajdy, a za włoską "Historię Piery"
Marco Ferreriego zdobyła aktorską nagrodę w Cannes. Po tym canneńskim sukcesie próbowała
zdobyć Amerykę, lecz z mniejszym powodzeniem, chociaż zagrała m.in. w głośnym serialu
historycznym o carze Piotrze I dla NBC. Pozostała gwiazdą europejską, jedną z największych.
81
Dzisiaj rzadko grywa w filmach, czasem daje recitale piosenkarskie. Przed dziesięciu laty zaśpiewała
także w Teatrze Rozrywki w swym rodzinnym Chorzowie.
Byl taki Gornoslazak: Ewald P. Bienia
Historykiem Amatorem
W skromnym, nieśmiałym koledze zacząłem dostrzegać dociekliwego historyka
amatora, zaciekle broniącego swoich racji. Okazało się, że posiada dużą wiedzę
opartą na wiarygodnych dokumentach źródłowych. Wiele czasu i środków
poświęcał na podróże po krajach ościennych. Odwiedzał skromne archiwa
parafialne, zabytkowe kościoły,
budowle i fortyfikacje . Trafiał także do bibliotek uniwersyteckich, zaglądał
także w dokumenty archiwów państwowych i muzeów. Z podróży przywoził
kopie dokumentów, zdjęcia, pamiątki w ilościach na które Go było stać (nie był
bogaty i żył skromnie).
Jego osobowość, skromność, szacunek do wiedzy, pracy wzbudzała zaufanie do
Niego profe-sjonalnych historyków i dlatego ułatwiano mu wgląd do
dokumentów o znaczeniu historycznym wierząc w uczciwe wykorzystania
uzyskanej wiedzy .
Według mojej wieloletnie Jego obserwacji (z obiektywnymi przerwami) i
współpracy z„Historykiem Amatorem” miał jedną, niewielką wadę, mało
komu ufał, brzydził się bylejakością argumentów rozmówców. Nie ufał nawet
wydawcom, podchodzących do Jego tekstów bez należytego zainteresowania
Podejrzewam, że wada ta mogła spowodować, że wiele zebranych dokumentów
nie doczekało się publikacji.
Jego wiedza o Śląsku i Ślązakach była ogromna a język którym się posługiwał –
trudny. W kilku słowach, zdaniach starał się ulokować dużą porcję informacji
(prawdopodobnie Anglicy stosowali taką metodę przesyłania informacji w
czasie bitwy o Falklandy)
Był człowiekiem wykształconym, inteligentnym, pracowitym, skromnym i
posiadał jeszcze wiele zalet i pewnie wad, unikający jak ognia gadulstwa,
młócenia słomy, bezwartościowych dyskusji o wszystkim i o niczym, tak
obecnie ulubione przez niektórych Polaków dyskusje mające ukryć braki wiedzy
i innych zalet potrzebnych do rządzenia na każdym szczeblu zarządzania . Ich
brak widać i czuć.
Był jak większość ŚLĄZAKÓW, CZŁOWIEKIEM I PATRIOTĄ w właściwym
znaczeniu tych słów.
Takich Gornoslazakow nam brakuje - pkscz
I to jest ciekawe:
http://allegro.pl/item1180120029_helena_golda_blahut_wystawa_jubileuszowa_2010.html
82
Helena Golda-Błahut - wystawa jubileuszowa 2010
(numer 1180120029)
Jak kupować? - Opis
powiększ
Helena Golda-Błahut - wystawa jubileuszowa maj 2010.
Stan bardzo dobry, format A4, papier kredowy, około 40
stron, kolorowe i czarnobiałe ilustracje wysokiej
jakości.
Fotografie:
http://akcjasztuki-kobiety.blogspot.com/2010/05/helena-golda-bahut-malarstwo-i-rysunek.html
http://picasaweb.google.com/akcjasztuki/HelenaGoldaBAhutMalarstwoIRysunek?
feat=flashalbum#5472204027252786834
obrazy do zobaczenia, w tym ww. LINku
Nowe radio slonske: http://www.radiofest.eu/
singen wir, als Chorus cum animo – St. Matthäus
in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
Handel, Hallelujah Chorus from the Messiah (with scrolling bar-graph score)
http://www.youtube.com/watch?v=JtoNHnR_WhE&feature=fvw
Oto Dyskusja amerykańskich S´LOOOnzzzokofff, mje dyktujących co mam robic – dlo
nich, kjyj uoni ani palcem nie kcom skrziwic´ - mje dajonc nowo robota - skisz tego ek
sie nazwol niewolnikiem, dlo inszych, tyk kapitalistow.
Jo niy je niywolnikym co jo robia – ale kozde nowe winszowania – to ponad moje sily, wtedy te
kapitalisty kcom mje wykonczyc´!
Dlatego niech se przerobiom moje biuletyny na im pasujące – łatwizny w jednym konsku miec tresc
i obrozki – we formacie HTML abo we jednym coby byuo wszysko...
Tam wos w USA je wielko mygal luda, co ino sie delektują MITAMI polskimi, idealizują
polskość polskość slonskosc – nie widząc realii Ale co robi 1 milion SLOOOnZZZZkoFFFF – co mieszko w Niemcach....
Kozdy mo czas na 3 razy na wczasy, udajom Nimycof – a nic o Niemcach niy wiedzom, a
kozynie juz se uobciyli, czyli som bez identyfikacji, zgrywając niemieckie zwyczaje,
kierach sami Sloonzoki niy znajom, nasi stali sie socjalno-kulturni- bytowi ROBOTY,
sterowani ich otoczyniym, do Slonska sie niy przyznają ( w wiynkszosci), z kultury
niemieckiej – jako OST-Deutsche – czyli jako Niemcy Wschodni – nie korzystają – som
powietrzym dlao Niemiec, na wysokości – powiym jak Multi-kulti.... i jedynie w kościele ich
widac jak kapelonek czyto zalecki za kogo zykac – ze SLONSKIMI- Słowiańsko-
83
germanskimi NAZWISKAMI w 90% tych zalecek... To je wszysko na co ta calo MASA
Slonzokow stac! –
Oczywista – nie dotyczy to wszystkich – ale na 1 milion Slonzokow - co sie SLONSKYM
zajmują – je -ciepna cyfra wygorowano: z 2 tysionce – a reszta to dlo nos darmozjady
slonske z ich slonskosciom.
A tu co chce TED – ino uod dymje, nie klupajonc do tych 1 miliona inszych SLONZOKOF.
Czytejcie – co pisze TED z USA i oglondejcie jakie majom zycie - w jego GALERII –
LINK – ponizyj
Glück auf
Peter K. Sczepanek
From: [email protected] To: Peter K. Sczepanek
Witej Pyjter,
Pieroona, my niywiedzieli rzes' sie taki niywolnik zrobioou a korzdy mys'lou rze to
dobrowolno robota .
We tym tydniu S'loonzoki ze Republiki S'loonskij majoom tref na Hawaiiah przesto moomy
nadzieja cobys' tym niywolnikym sie na amyn niyzrobioou. My sie yno mys'leli rze we tyh
Niymcah dobro robota sie robi ale widac' nic sie niydo zrobic' rzeby to dobrze wygloondauo.
Moogbys' sie tyrz we tym jynzyku s'loonskim nauczyc' szrajbowac' bo to przeca roz po polsku
potym po niymiecku a po s'loonsku to widac' ciynko.
Przesto pozdrowioomy Cie piyknie a niyroob za ciynrzko co tym niywolnikym swojigo hobby
niyzostaniesz,
Sam moomy do Cia galerio ze Hawaii to sie siednij a zrelaksuj,
http://artmart.cc/myart/thumbnails.php?album=26&lang=polish
Tadzik
Ted Jec. - Silesia Group Inc, P.O. Box 763, Elfers, FL 34680, USA
Republic of Silesia www.republikasilesia.com
Sent: August 26, 2010 To: [email protected] Cc: Dlugosz Piotr ; Kolodziejczyk Rudolf ; Gorzelik
Subject: Re: Problym
Pszajoncy Tadziku - eli "Ted" - po waszymu w USA
Jo robia 13 lot tako dzialalnosc - pisza do Slonzokow, robia wyklady o Slonsku (jak wczora tyn co tu
zalonczony - na dole), robia wystawy, ksianzki dlo Slonzokow i Oberschlesier-of to wszysko robie w ramach powiymy - HOBBY-stycznie - czyli z zamilowania dlo SLONSK-a i
SLONZOK-of - nie brolek za to pieniyndzy, nie robia z tego dlo sia interess-of.
Jo niy reprezyntuja co wy tam w tyj waszy Hameryce...robicie, i jakie cele wom pszis´fitajom.
Mje niy psziszlo do gowy isz z tego mozna robic take interesy jak wy tam robicie - wiadom, do Hamery
se jedzie robic forsa - to bylo motto wszyskich jadoncyk do tego USA. Moje mott - jadonc do Niemiec niy bylo zwionzane ze sie wzbogacyni, a i pszekonanio, co w noc dz´imauo, od 800 lot na Slonsku, i to
wybuchlo w moji gowie, jak my dostali z zonom razym paszport!
Oczywista, kosztuje mje to tyz wiela - wyz´yczyn, wielaforsy i wiela czasu.
T co robia, zwionzane z tym, isz o 2.00 w nocy ida srednio spac, wstajonc wdycko o 7.00...rano.
Malo niy? Wszysko je malo, knap, a TY mi dawosz robota, cobyk w piontki i soboty chodzol spav o
4.00 rano i wstawol o tyj stale 7.00..
84
Ty kcesz radosc dac towojim 250.000 czlonkom waszego kulbu -przyjemnosciowegomelancholinego-biznesowego - mojim kosztym,
ty mje zrowotnie i fizycznie i finansowo kcesz wykonczyc.
jak juz Ci dawom te moje artykuly - po 60 - 90 stron, gotowy material dlo wos w USA, bo to samo
dostajom na Slonski i w Polsce i w Niymcach (Slonzoki niemieckie i instytuty niemiecke i politycy i
koscioly) to se zadej tego trudu z zrob se to w formie wszysko w jednym KONSKU jak es to pedziol:
Nasz webmaster sie pyto czy bys' niyumiou robic' tyh wiadoomos'ci we formacie
HTML abo we jednym coby byuo wszysko...
Czynsto pisza nawet na 1. godzina przed wysylkom jakis artykul i nawet go niy przeczytom jako
korekta i doklejom pasujonce na gibko obrozki, jake pasujom - co zas 2 godziny ( a ty chcesz byk to
10 godzin dodatkowo robil) - bo czas nagli...
a TY chcesz byk jeszce 5 godzin do CIA i tfojich firm robil robota, za kiero TY mosz profity...
Tedziku - dej to zrobic waszymu WEBMAJSTR-owi, kiery biere u wos forsa za ta robota - niych
wie ze biere za cos´.
Niech dorobi do tego HTML - i w jednym konsku niech wysylo - do waszych bussines- kundow
-czyli odbiorcow...
Tadzik, niy dyktuj mi co niywolnik mo robic a kapitalista mo se siedziec na miechach dolar-of...
Glück auf
Peter K. Sczepanek
Witej Pyjter,
nasz webmaster wywaloou Cie I wiyncyj niywysyuoomy wiadoomos'ci Twoih to tysiyncy
uobywateli Republiki S'loonskij.
Szkoda rzes' nos wszyskih zignorowou,
To how sie,
Tadzik
Ted Jec. - Silesia Group Inc, P.O. Box 763, Elfers, FL 34680, USA
Sell Your Junks - Art Mart FREE Auctions: www.artmart.cc/auctions Biznet Mall
www.biznetmall.com www.biznet1.com Art Mart www.artmart.cc My New Address
www.mna.cc Ted Jec Fine Arts - www.tedjec.com Diamonds Trade Board
www.diamonds1000.com Ordinary People Magazine www.opm.bz Republic of Silesia
www.republikasilesia.com Artists 4 Humanity www.artists4humanity.mna.cc
Witej Pyjter,
Webmaster sie zas' pyto czy niyumioubys' tyh nowin robic' we jednym formacie razym ze tymi
zdjyn'ciami - my to dowoomy na internet I wdrukujymy do tyh co nimajoom interneta pocztoom
normalnoom przesto przez uostatnie 5 lot Twoje nowiny nikaj niyidoom a szkoda bo wiela niycza coby
to miauo dobry format,
Tadzik,
Republika S'loonskoTed Jec
Witej Pyjter,
Nasz webmaster sie pyto czy bys' niyumiou robic' tyh wiadoomos'ci we formacie HTML abo we
jednym coby byuo wszysko.
Sam je taki problym - jak podowosz word format to tam nimosz zdjyn'c' a zas we emailu te zdjyn'cia
soom i to je kupa roboty do niego wszysko uod nowa robic' a tak to by my sam to podowali do nowin
jurz we formacie jednym.
To je wielki problym ale to idzie naprawic' - dej noom znac'.
Tadzik - Republika S'loonsko
85
Ted Jec
szukalem:
np.:
Heinrich Gembalski Monument Kaczynski
1. Polscy rzeźbiarze
- [ Diese Seite übersetzen ]
Julian Gembalski - Akademia Muzyczna w Katowicach, były rektor 14.
Franciszek Gołąb .... dziejów w latach 90. monument wydzierżawiono PZU,
który zabudował go swą reklamą. .... 1797 - Heinrich Heine, poeta
niemiecki (zm. 1856) .... prezydent Azerbejdżanu Ilham Alijew i prezydent
Warszawy Lech Kaczyński. ...
radiohit.doprzodu.com/polscy-rzezbiarze-180.php - Im Cache
WWW.google.pl - Heinricha Gembalskiego
Szukając polskich rzeźbiarzy, dla przykładu Heinricha Gembalskiego
Trafiłem na ten LINK, a tam na rozne listy
http://radiohit.doprzodu.com/polscy-rzezbiarze-180.php
np. –taka: albo inne- ale zobaczcie sami…
Temat: Kto sie boi prawd historycznych
Kto sie boi prawd historycznych
Panie Redaktorze! Bardzo prosimy, aby takie kłamliwe i nierzetelne teksty o
Śląsku nie ukazywały się w "Gazecie Wyborczej".
Z poważaniem
1. Prof. Antoni Barciak
- historyk, Instytut Historii Uniwersytetu Śląskiego
2. Małgorzata Beblo
- praprawnuczka ostatniego polskiego sołtysa Katowic
3. Wojciech Beblo
- Związek Górnośląski
4. Prof. Maciej Bieniasz
- Akademia Sztuk Pięknych
5. Zygmunt Brachmański
- artysta rzeźbiarz, autor pomnika harcerzy na katowickim Rynku
6. Hanna Brok
- harcmistrzyni, Komisja Historyczna Komendy Chorągwi ZHP w
Katowicach
7. Ks. kanonik Paweł Buchta
- Związek Górnośląski
8. Józef Buszman
- współtwórca Związku Górnośląskiego
9. Dr Krystyna Doktorowicz
- senator ziemi śląskiej
10. Jerzy Dolinkiewicz
- wiceprezes Klubu Inteligencji Katolickiej w Katowicach
11. Jacek Filus
86
- dziennikarz Polskiego Radia Katowice
12. Jerzy Forajter
- przewodniczący Rady Miasta Katowice
13. Prof. Julian Gembalski
- Akademia Muzyczna w Katowicach, były rektor
14. Franciszek Gołąb
- wnuk zamordowanego 4 września 1939 r. powstańca śląskiego
15. Andrzej Grajewski
- dr historyk, publicysta, zastępca red. nacz. "Gościa Niedzielnego"
16. Krystyna Heska-Kwaśniewicz
Prof. zw. dr hab.- Uniwersytet Śląski, harcmistrzyni, historyk
literatury
17. Prof. Janusz Janeczek
- rektor Uniwersytetu Śląskiego
18. Tadeusz Kijonka
- literat, redaktor miesięcznika "Śląsk", prezes Górnośląskiego
Towarzystwa
Literackiego
19. Zenon Klatka
- prawnik, Związek Górnośląski
20. Józef Kocurek
- wiceprezydent Katowic
21. Piotr Koj
- historyk, przewodniczący ZHR
22. Prof. dr hab. Jerzy Konieczny
- KSW
23. Jan Korzeniec
- były wicewojewoda śląski
24. Dr Jadwiga Lipońska-Sajdak
- dyrektorka Muzeum Historii Katowic
25. Prof. zw. dr hab. Jan Malicki
- Uniwersytet Śląski, dyrektor Biblioteki Śląskiej
26. Ks. prof. Jerzy Myszor
- historyk, Uniwersytet Śląski
27. Feliks Netz
- publicysta, zastępca redaktora naczelnego miesięcznika "Śląsk"
28. Michał Lubina
- dyrektor Muzeum Miejskiego w Rudzie Śląskiej
29. Andrzej Odorkiewicz
- prawnik, Stowarzyszenie Szarych Szeregów
30. Dr Jan Olbrycht
- były marszałek województwa śląskiego
31. Alodia Ostoch
- dziennikarka, Archidiecezjalne Radio Em
32. Ks. dr Jerzy Pawlik
- popularyzator historii regionu
33. Maksymilian Pazdan
- prawnik, prof., były rektor Uniwersytetu Śląskiego
34. Włodzimierz Paźniewski
- pisarz
35. Jerzy Pelc-Piastowski
- dziennikarz, historyk
36. Kpt. Marian Piotrowicz "Kometa"
- prezes Śląskiego Okręgu Światowego Związku Żołnierzy AK
37. Wojciech Poczachowski
- dziennikarz, historyk
38. Prof. Bernard Polok
- były prorektor Akademii Muzycznej
39. Ks. prałat Stanisław Puchała
- proboszcz katowickiej katedry Chrystusa Króla
40. Dr Emanuel Romańczyk
87
- harcerz, syn powstańca śląskiego, Związek Górnośląski
41. Dr Andrzej Rożanowicz
- żołnierz Śląskiego Okręgu AK, harcerz śląskiej chorągwi Szarych
Szeregów
42. Czesław Rymer
- syn pierwszego polskiego Wojewody Śląskiego
43. Dr Jan Rzymełka
- poseł, Związek Górnośląski
44. Dr hab. Maciej Sablik
- Uniwersytet Śląski, publicysta
45. Wojciech Sarnowicz
- filmowiec-dokumentalista
46. Józek Skrzek
- muzyk
47. Tadeusz Sławek,
prof. zw. dr hab., poeta, uczony, były re
http://topranking.pl/1833/34,jak,umierali,polscy,krolowie.php
Byc może do 1400 roku – było tajemnica – jak umierali polscy krolowie, albo pierwsi
książęta…. Ale tu od Wl. Jagielly:
Witam!
Ostatnio próbowałem przypomnieć sobie sposób w jaki polscy królowie żegnali
się z życiem doczesnym. Listę wypisuję z pamięci, być może część z faktów
jest nieprawdziwa. Dlatego prosze o pomoc.
Król, Data zgonu, tylko roczna bo piszę z pamięci, miejsce, sposób śmierci
(choroba, rany odniesione w bitwie, itp)
Władysław Jagiełło, 1434, Kraków?, powikłania po zapaleniu płuc
Władysław Warneńczyk, 1444, Warna, zabity przez Turków. PS: Czy znaleziono
jego ciało?, podobno była to kara boska za to, że przed bitwą przeleciał
swojego giermka.
Zygmunt Stary, 1548, Kraków, umarł ze starości :)
Zygmunt August, 1572, Chyba gdzieś na Litwie, ogólnie wykończyły go choroby,
miał chyba podagrę
Michał Korybut Wiśniowiecki, 1672, ?, zadławienie się śliwką podczas bitwy.
Jan III Sobieski, 1696, Wilanów, Syfilis odziedziczony po Marysieńce.
August II, 1733, ? , przejedzenie lub przepicie.
Stanisław August Poniatowski, 1795, Petersburg, ?utopił się?
PS: Kogo de facto można nazwać ostatnim polskim królem? Przecież był nim
także Aleksander I oraz Mikołaj I. Za Aleksandra II obowiązywał już Statut
Organiczny (wprowadzony przez Mikołaja I), jednak nie pamiętam w którym roku
stalismy sie Krajem Przywiślańskim.
Z góry dziękuje za pomoc i dopisywanie własnych anegdot dotyczących polskich
władców. Może warto także dopisać inne polskie postacie historyczne, których
śmierć wydawałaby się ciekawa? Ja dorzucam na wstępie hetmana
Koniecpolskiego - przedawkowanie afrodyzjaków podczas nocy poślubnej ze
swoją młodą zoną :)
Władysław Jagiełło, 1434, Kraków?, powikłania po zapaleniu płuc
Niektórzy (np. taki Długosz) podają, że Gródek Jagielloński ;)
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Michał Korybut Wiśniowiecki, 1672, ?, zadławienie się śliwką podczas bitwy.
1672? Bitwy?
Stanisław August Poniatowski, 1795, Petersburg, ?utopił się?
Data zatrważająca... A poza tym nie samochody, tylko rowery, nie
sprzedawali, tylko kradli... :)
Jest sobie taka stronka na przykład: http://www.poczet.com/ (i pewnie parę
innych też się znajdzie, tą mam na podorędziu), gdzie o tych śmierciach coś…
Pozdrowienia –Autor tej strony internetowej ww. linku
From: "Luiza Rotkegel" <[email protected]>Sent: August 24, 2010
Subject: Zaproszenie
Szanowni Państwo, po wakacyjnej przerwie rozpoczynamy cykl muzealnych czwartków na
które Państwa serdecznie zapraszamy.
2 września o godz. 17 odbędzie się Jubileusz 20 - lecia Związku
Górnośląskiego Koła Mysłowice - Janów.
Zapraszamy na otwarcie wystawy pt. "Jubileusz to wspomnienia" oraz promocję publikacji
pt. "Teraźniejszość i przeszłość Janowa Miejskiego w Mysłowicach".
z poważaniem
Luiza Rotkegel Dział Historii i Kultury Miasta Muzeum Miasta Mysłowice
www.muzeummyslowic.pl – To ostatnia okazja, by przed likwidacją części stałej
ekspozycji, obejrzeć nasz "familok". Przypominamy te wnętrza serią zdjęć. Od połowy
sierpnia ekspozycja ulegnie poważnym zmianom.
Hallelujah! (El Mesías de G. Händel) – „Der Messias“ von G. Händel singen wir, als Chorus
cum animo – St. Matthäus in Düsseldorf-Garath – Norbert–Kirche – 21.11.2010
http://www.youtube.com/watch?v=Qo6Mw56M8qE&feature=related
From: ojgyn.interia To: Peter K. Sczepanek Sczepanek Sent: August 29, 2010
Subject: nowy kónsek - Nó, tóż ciepia cosik nowego Pozdrowióm
Móm nodziyja, iże tyn kónsek we radijoku Piekary poleci
(terozki we sobota ło 14,30)
Pozdrowióm i do juzaś! Ojgyn z Pnioków www.ojgyn.blog.onet.pl - Ojgyna gotka w jego
Stronie/ Zajcie Ojgyn - produkuje sie jak wdycki w: http://nadaje.com/Radio_Piekary.html
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Stary szkaciorz Ignac ...
Wiycie, jeżech już deczko zwiykowany ale sztyjc niy poradza spokopić jakimi gónkami,
przigónami, dróżkami krajzujóm po świecie roztomajte szpasowne gyszichty, wicne
łozprôwki nó, wszyjske błozny i wice. Berôłech już sam kiejsik ło mojim kamracie Gustlu,
festelnym szkaciorzu, ftory bali i w niybie niy ustôł szkacić. Zdało mi sie, coch to usłyszôł
jesce łod mojigo faterka (abo jego kamratów-szkaciorzy) i tak, jakech to spamiyntôł, takech to
niyskorzij bele kaj łozprawiôł: na binie, we radijoku abo tyż pisôł we roztomajtych
cajtóngach.
I kuknijcie, jaki to niyspodzióny cufal – choby pierón piznół w panczkrałt – mi sie przitrefiół.
Ida kiejsik z rańca habozie wyciepnóńć do hasioka a sam łorôz kukóm, a wele tego naszygo
familokowego hasioka leżóm szkartki ze staryj potarganyj ksiónżki. A iże jô móm festelnie
rôd wszyjsko co napisane, tóżech poskłodôł to coch znod do kupy i pokôzało sie, co to jes, co
to bóła ksiónżka ło szkacie i ło szkaciorzach. Wydane to bóło we 1947 roku ale bali i tytulki
niy poradziółech zmiarkować ze tych kielanôstuch szkartek. Jedne co tam bóło
interesnatnego, to gyszichta ło starym Ignacu, ftory pierónym rôm miôł szkacić i bóło ci to
jesce napisane po naszymu. A jô to tak terôzki sam rzykna poduk tyj potarganyj ksiónżki tela,
co niyftore słówecka ździebko zweksluja po mojimu (autora, ftorego blank niy miarkuja –
przeprôszóm).
„To bóło łóńskigo roku. Stary Ignac czekôł, jak wdycki we kôżdô niydziela po połedniu, na
swojich synków. To już byli stare chopy, żyniate, dziecka mieli, a łón jesce, jak dôwnij dó
nich: Maksliku, Hanku. We niydziela po połedniu, choby i siykyry furgali, musieli chopcy
pyndalować do łojca pograć we szkata, poszkacić. Wiedzieli: jak niy przijńdóm ku łojcu, to
swojimu starymu faterkowi côłki tydziyń popśnióm, popsowajóm. I iże ani łón, ani łóni niy
bydóm mieli niydzieli jak przinoleżi.
Szkat i fajfka, to bóło wszyjsko, co stary Ignac miôł jesce ze życiô. Fajfka kurzół po
kryjóncku przed swojóm staróm Tildóm. Dochtór pedziôł, co kurzynie festelniy mu szkłódzi.
Ale dochtór daleko, a fajfka smakuje. Nó i przecamć dożył śnióm łoziymdziesiónt lôt, to
pewnikiym jesce i tyn rok, abo i dwa tyż przeżyje. Ino jego Matilda fest przezywała, iże blank
swojigo dochtora niy suchô. Skuli tego tyż krół sie przed nióm z tym kurzyniym. Ale jak jego
chopcy przijńszli, to miôł łopowoga i kurzół bali i przi nij.
Szkata grôł już łod zawdy. Nauczół sie szkacyniô łod swojigo łojca, chopcy nauczyli sie łod
niygo, a dziecka chopców nauczóm sie łod swojich łojców.
Ignac sie już we życiu nabakôł, nagnypiół. Na grubie robiół, ze sztajgrami i ze dyrechtorami
sie chatrusiół, sztrejkowôł, elwrym bół i na biydaszyby łamziół, dziecka wychowôł, nó i
terôzki już ino czekôł, aże mu sie zemrzi. Tak po prôwdzie, to mu sie przinôleżało, coby
direkt do niyba poszôł. Przeca żół jak nôleżi, żôdnymu niy krziwdowôł, a te ździebko
cyganiyniô przi szkacyniu, to sie przeca niy rachuje; dziecka sóm moreśne, porzómne,
wiyncyj przecamć łod niygo niy mogóm kcieć.
Jednóm ino zachóm sie Ignac tropiół: eźli bydzie tam na wiyrchu móg szkacić? Przeca farorz
tak pierónujóm na te diosecke karty. Kiejby tam żôdnego graniô niy bóło, nó tóż amyn. To
woli pójńść do piykła. Radszij z dziobłym rómbać w krojce abo szele niźli ze Pyjtrym côłki
dziyń śpiywać pobóżne śpiywki.
Chopcy byli na czas. Łod trzecij do pióntyj szkaciyli. Ze kóntróm, ryj, zub i bok. Rółz to
Ignac bali dôł i korfanty. I wygrôł. A cyjny sznajdowôł, jakby miôł take ślypia, co bez te
szkatkarty poradzóm widzieć.
We półowie nulowera ... umrził. Niy strzimało biydne, stare serce. Wszyjske gwinty byli już
wylajerowane, maszina sie blank popśniyła. Chopcy go fajnie łoblykli i pokładli do truły, a
pod gowa dali mu tajla szkatkartów, coby móg borok sie tyż tam na wiyrchu poszkacić.
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Nó, i bóło tak, jak miało być: pofurgnół stary Ignac prosto do niyba. A te swoji szkatkarty
dziyrżół w ryncach i medikowôł: przidajóm mi sie tam na co, abo i niy przidajóm?
Świynty Pyjter uwidziôł go ze daleka i szyroko łozewrził mu dźwiyrze. Ale kiej łón już bół
blisko i uwidziôł te szkatkarty we jego ryncach, to zarôzki te wrótnia niybieske zawar.
– Pociepnij te karty, to cie wpuszcza rajn – pedziôł Pyjter.
– A niy ciepna, i tela.
– Pociepnij!
– Aniy ciepna. Jô smola na wôs, kiej tu niy byda móg poszkacić. Lucyper niy poradzi sie na
mie doczkać, pyrsk, ida! Jó móm radszi łogyń i karty niźli tyn wasz cuker i zana bez nich.
Świynty Pyjter sie na to festelnie zlynknół. Co to tyż bydzie, jak jego włódza sie dowiy, iże
puściół tak porzómnego chopa do pykła? I to ino skuli gupich kart.
– Doczkej! – łozwôł sie Pyjter. – Puda sie ino spytać.
Siednół na chmura i kajsik pofurgnół, skóndsi wróciół za minutka.
– Móm cie wpuścić – pedziôł – ale szkatkarty môsz łostawić sam u mie; kiej ci sie bydzie
kciało poszkacić, tóż przijńdź ku mie. Łoddóm ci je, pudziesz sie przed tyn tor i tam se
pogrôsz. Ino miarkuj: wiela razy bydziesz szkaciół, tela razy na dole bydzie padôł dyszcz i
bydzie pierónobicie.
I tak tyż sie stało. Terôzki już pewnikiym wiycie: jak leje dyszcz, to stary Ignac niy móg już
strzimać – grô w karty, szkaci. Jak przi tyj sumeryji stopieróńsko gruchnie, to wiycie – stary
Ignac trómfuje. A kiej lecóm sakramyncke pieróny – to stary Ignac przegrywô szpil ze
kóntróm ...
I sam mi sie spómnieli nałostatek słówecka jednego richticznego kocyndra i wigyjca, ftory już
dôwno tymu pedziôł, co wszyjske wice byliu wypokopióne możno już we starożytnim
Ygipcie a do dzisiôj ino wekslujóm sie miana, czôs i miyjsca, i teraźne ludzie powtôrzajóm
ino to, co inksze już dôwno tymu wysztudziyrowali.
Ojgyn z Pnioków
Bilder – Obrazy –Fotos
1.-1.Germanen – Pierwsi Germanie
2.-Trebnitz-Relies Eingang Zisterzienser Kloster; Trzebnica z rzezba nad drzwiami do
cystersow.
3.-Henrichau Sommerschloss henrykow – lezni zamek.
4.-Slask-rodzina-nazwisko Szkasz korzeni – Suchst Du die d. Wurzel
5.-Gleiwitzer Sender Überfall war nicht notwendig – nie bylo potrzeby robic napadu na
radiostacje.
6.-Gleiwitzer Sender 100 m hohen Antenenmast - Maszt antenowy 100m radiostacji Gliwice
w 1939
7.-Tribüne des F.V: Germania Königshütte am Redenberg – tu widzialem Ruch Chorz. W
1953 roku.
8.-04-Deutschlandkarte ohne Memelland; Mapa Niemiec,
9.-Bienia Ewald – Schlesien Buch
10.-Sarrazin stelt sein Buch -Deutschland schafft sich ab, Niemcy same sie wyzbeda -ksiazka
11.-Familien Kinder in der BRD – Grafik – problem dzieci w Niemczech
12.-die zwei affen, 3 malpy
13.-Kopp Armut in Deutschland -Bieda w Niemczech
14.-Hanna Schygulla
15.-Nikiszowiec nie odda wladze Riesche – Familie Giesche bekommen nicht Nikiszow,
16.-Kuchnia Jankowicka -Küche
17.-Niemen plakat w Gdanskiej czyli w Oberhausen NRW – Cz. Niemen Plakat in
Oberhausen
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18.-Schlesien erleben pkscz-Vortrag –przezyc prelekcja dla G-Sl - OS
19.-Schlesien erleben pkscz. Vortrag in Monheim am 25.8.2010 - pokaz w Monheim o Slasku
20.-Lied - Heimat- Rauschen die Quellen – Max Steege – Szumia zrodla strumykow –
hajmatowa piesn
(Stron -Seiten -92) Die Datei - ten zbior: - 100831-artikel-sczep.doc Avira AntiVir
Premium Erstellungsdatum der Reportdatei: Dienstag, 31. August 2010 14:15 Es wird nach
2765985 Virenstämmen gesucht. Das Programm läuft als uneingeschränkte Vollversion.
Online-Dienste stehen zur Verfügung. Lizenznehmer : Peter Sczepanek
[email protected]
www.Slonsk.de www.Slonsk.com www.EchoSlonska.com
www.SilesiaSuperior.com www.Silesia-Schlesien.com
Glück auf - Na szczęście - Peter Karl Sczepanek - Monheim am Rhein 31.08. 2010 ViPSilesia 14.28
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